Liebe, Partnerschaft & Sexualität

Familienaufstellungen helfen, erfüllte Paarbeziehungen zu gestalten

Wir alle wünschen uns eine bereichernde Liebesbeziehung, eine erfüllte Sexualität und ein harmonisches Familienleben. Doch vielen von uns will dies einfach nicht gelingen. Immer wieder sind wir in unseren Paarbeziehungen unglücklich oder scheitern sogar.

Dabei erkennen viele stabile Muster in ihrem Verhalten. Zwei Beispiele:

  • Manche geraten immer wieder an Partner, die nicht treu sind.
  • Bei anderen verhindert die Angst vor Nähe, dass Liebesbeziehungen sich über einen bestimmten Punkt hinaus entwicklen können.
Aufstellungen für Liebe, Partnerschaft und Sexualität

Wir lernen Beziehung in unserem Herkunftssystem

Der Ausstieg aus unseren Mustern gelingt häufig erst, wenn wir ihre Verknüpfung mit unserem Herkunftssystem verstehen und auflösen. In unseren Familien machen wir die ersten Bindungserfahrungen. Hier prägen sich unsere Vorstellungen darüber, wie Paarbeziehungen funktionieren. Wir lernen, was man von einer Partnerschaft erwarten kann und wie Zusammenleben läuft. Von diesen Erfahrungen profitieren wir im günstigen Fall ein ganzes Leben. Oder wir leiden darunter ein Leben lang. Familie ist eben auch der Ort, wo Vernachlässigung und Verletzung geschieht. Wo Macht missbraucht und Zugehörigkeit verweigert wird.

Den eigenen Beziehungsimprint erkennen

Ein erster Schritt in Richtung selbst-bestimmte, bereichernde Partnerschaft besteht darin, sich die eigenen Beziehungsprägungen bewusst zu machen. Welche Rolle hat man in der eigenen Herkunftsfamilie gespielt? War man zum Beispiel Mamas Liebling oder Papas Prinzessin? Oder diente man vielleicht als Sündenbock, für alles was in der Familie schief lief? Oder, oder, oder.

Eine Familienaufstellung ermöglicht uns zu verstehen, welche Funktion wir in unserer Herkunftsfamilie innehatten. Aufstellungen (Familienaufstellungen, Systemaufstellungen) legen die Überzeugungen und Glaubenssätze offen, die wir aufgrund dieser frühen Bindungserfahrungen gebildet haben. Sie ermöglichen uns, hilfreichere Vorstellungen über uns selbst, unsere Bindungsfähigkeit und Beziehungen zu entwickeln.

Häufige Themen in Aufstellungen umfassen zum, Beispiel:

  • Wieso finde ich keinen festen Partner/Partnerin?
  • Wie kann ich meine Angst vor Nähe überwinden?
  • Wieso werde ich immer wieder verlassen?
  • Was muss passieren, damit mein Partner/meine Partnerin und ich wieder zueinander finden?
  • Woher kommen diese wiederkehrenden und scheinbar grundlosen Konflikte?
Familienaufstellungen für Liebe, Sexualität und Partnerschaft

Sexualität & Familiensystem

Wir alle wünschen uns eine dauerhaft erfüllte Sexualität mit einem Menschen, den wir lieben. In der Realität stellen wir fest, dass dies oft durch ganz unterschiedliche Faktoren beeinträchtigt wird:

  • Unterschiedliches Bedürfnis nach Sexualität
  • Unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich der sexuellen Spielarten
  • Sexuelle Untreue
  • Unzufriedenheit mit der eigenen sexuellen „Leistungsfähigkeit“, Impotenz, vorzeitiger Samenerguss
  • Unerklärliche Schamgefühle
  • Eigene Missbrauchserfahrungen
  • etc.

Dabei stellen wir immer wieder fest, dass auch unsere Sexualität ganz entscheidend von unserer Erziehung und den Verstrickungen mit unserem Familiensystem geprägt wird. Immer wieder kann sich eine wirklich selbstbestimmte Sexualität erst entfalten, wenn wir altes Gepäck losgelassen und alte einschränkende Überzeugungen überwunden haben. Wir erleben neue unbeschwerte Lust und ein befreites Miteinander.

Liebe, Partnerschaft und Sexualität selbstbestimmt gestalten

In nächsten Schritten geht es darum, die tieferliegenden Verbindungen mit Vorfahren aus unserem System zu verstehen. Danach können wir diese Verstrickungen, wo sie einschränken, auflösen. Diese Verstrickungen können vielfältig sein:

  • Manche von uns versagen sich eigenes Glück, weil wichtige Bezugspersonen keine Erfüllung in ihren Partnerschaften gefunden haben.
  • Anderen fällt es schwer, sich aus der Bindung an ein Elternteil zu lösen, so dass für eine erfüllte Mann-Frau-Beziehung kein Raum bleibt.
  • Manchmal gibt es Personen, die aus dem Familiensystem ausgeschlossen wurden – zum Beispiel schwarze Schafe oder zur Adoption freigegebene Kinder. Häufig übernimmt ein Mitglied aus einer nachfolgenden Generation deren Schicksal und bleibt alleine, ohne zu verstehen, warum.
  • Immer wieder existieren dunkle Geheimnisse wie Missbrauch oder Gewalt. Auch wenn diese Ereignisse schon mehrere Generationen zurückliegen, können Nachfahren in diese Schicksale einbezogen sein. Trauer, Angst und Groll können dann das Leben – scheinbar grundlos – beherrschen. Schuld- und Schamgefühle können präsent sein, ohne dass der Betroffene sich etwas Entsprechendes vorzuwerfen hätte. Es sind insbesondere die abgespaltene Gefühle, die traumatischen Anteile und die Schatten, die in Familien häufig über Generationen hinweg weitergegeben werden. Wenn die ursprünglichen Ereignisse wieder in den Blick kommen, können diese Gefühle ausgedrückt werden. Dann kann Frieden werden und der Weg nach vorne in glückliche Partnerschaften wird frei.

Weitere ausführliche Informationen zum Thema „Familienaufstellungen / Systemaufstellungen für Glück und Erfolg“ finden Sie hier.

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