Die Macht des Anker-Setzens

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mich an die Anfänge meiner Reise durch die Welt des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) erinnere. ⚓️ Ja, tue ich. Sehr gut sogar. Es war die Macht des Anker-Setzens.

Es war vor 17 Jahren. Ich arbeitete noch im Konzern. Die Gespräche mit meinem Chef waren für mich die volle Hölle. Ich hatte den Eindruck, ihm nichts rechtmachen zu können. Ich litt unter Ängsten, hatte das Gefühl, kaum noch Luft zu bekommen und schlief oft schlecht. 😧

Da lernte ich während eines NLP-Workshops das Konzept des Anker-Setzens kennen. Ich wollte es ausprobieren (wie du vielleicht weißt, bin ich von Haus aus sehr neugierig 😉).

Diese Entscheidung stellt sich als eine der besten meines Lebens heraus. 🚀

Für das Anker-Setzen erinnerte ich mich intensiv an einen Moment in meinem Leben, in dem ich mich selbstbewusstkraftvoll und gleichzeitig ruhig gefühlt hatte.

Während ich mich an diese Situation erinnerte, legte ich meine Hand auf meine Brust und hielt sie dort für einige Augenblicke. Dieser einfache Akt des Berührens wurde zu meinem Anker, meinem persönlichen Auslöser für Selbstvertrauen, Ruhe und Stärke.

Und ich spürte: ich konnte das erste Mal seit Monaten wieder frei atmen. 🗽

Die Macht meines Ankers begleitet mich bis heute

In den folgenden Tagen und Wochen führte ich dieses Ritual immer wieder durch, insbesondere vor Gesprächen mit meinem Vorgesetzten.

Und ich war erstaunt über die Ergebnisse: Selbst in den schwierigsten Momenten konnte ich durch das Berühren meines Ankers meine Unsicherheit überwinden und mit größerer Gelassenheit und Entschlossenheit auftreten.

Die Macht des Anker-Setzens wurde zu einem mächtigen Werkzeug, das mir half, meine beruflichen Herausforderungen zu meistern und meine Ziele zu erreichen. 💫

💎 Es zeigte mir, wie viel Macht wir über unsere eigenen emotionalen Zustände haben und wie wir diese Macht nutzen können, um unser Leben zu verbessern.

⭐️ Für mich stand fest: Davon will ich mehr. 🔥 Meine Reise in die Welt des NLP hatte begonnen.

Deswegen ist für mich der Momentin dem ich das Setzen von Ankern heute in meinen NLP-Practitioner-Ausbildungen unterrichte, immer ein ganz besonderer Moment. 

Du willst auch so ein magisches Instrument, um dich auf Knopfdruck in bessere Zustände zu katapultieren? Die nächste Ausbildung zum NLP-Practitioner/Coach startet am 19. April.

Melde dich bis zum 19. März an und genieße Frühbucher-Rabatt.

🧡 Herzlichst

Susanne

PS Bist du schon zu meiner kostenlosen NLP-Masterclass „Löse die Fesseln der Vergangenheit – finde inneren Frieden“ ab 11. März angemeldet? Hier kannst du dich noch anmelden. Ein intensiver Kick-Off-Workshop, 6 Coaching-Videos und eine Abschluss-Session erwarten dich.

Und der NLP-Infoabend, von dem ich dir im letzten Newsletter erzählt habe, findet am 14. März statt. Dafür kannst du dich hier anmelden (du bevor du fragst: du kannst natürlich auch bei allen drei Events dabei sein 😍)

Meine erste Heldenreise – oder: Wie ich das Monster Hässlichkeit besiegte

Es war im Februar 2018, als ich meine erste Heldenreise antrat.

5 1/2  Monate Chemo lagen hinter mir. Genauso wie meine Haare, die ich schon kurz nach dem Beginn der Chemo dem Badezimmerboden geopfert hatte. Wimpern und Augenbrauen waren wenig später gefolgt. Dafür hatte ich auch etwas bekommen, nämlich 6 zusätzliche Kilos auf den Hüften und ein echtes Mondgesicht, kugelrund und aufgedunsen. Eine Nebenwirkung der hohen Cholesterol-Gaben, die die Chemo erträglicher machen sollten.

Mein Immunsystem war im Eimer. Mein Nervenkostüm und mein Selbstvertrauen auch. Ich wusste: Es muss etwas geschehen.

Was ist die Heldenreise?

Nur was? Sinnierend stand ich von meinem Bücherschrank. Wie der Zufall (oder wer auch immer) es wollte, blieb mein Blick an der Heldenreise von Joseph Campbell hängen. Der Professor für Mystik hatte in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts über 3000 Sagen und Märchen aus aller Welt untersucht.

Und festgestellt: sie ähneln sich in ganz verblüffender Weise:

  1. Der Held in seiner vertrauten Welt.
  2. Der Held erhält einen Ruf.
  3. Der Held bricht auf ins Abenteuer.
  4. Er findet Gefährten.
  5. Er muss Abenteuer bestehen.
  6. Der Held konfrontiert den Drachen, der die Prinzessin geklaut hat.
  7. Der Held kehrt mit der Prinzessin zurück ins Schloss.

Campbell fragte sich, wieso sich die Geschichten von den Inuit in Alaska, den Navajos im Südwesten, der USA und den Brüder Grimm im Osthessen so überraschend  gleichen. 

Er fand den Grund: Die Struktur der Heldenreise entspricht der Struktur jeder größeren menschlichen Veränderung!!

Erst ist eigentlich alles in Ordnung. Dann ereilt uns eine schlechte Nachricht, auch Katastrophe genannt. Um sie zu bewältigen, müssen wir uns verändern. Das bedeutet einen Aufbruch ins Unbekannte. Wir suchen uns Menschen, die uns unterstützen. wir kommen (in kleinen Schritten) vorwärts, bis wir dann unsere größten Angst, unserer mentalen Blockade begegnen. Doch kaum haben wir diese überwunden, können wir auch schon die schönsten Belohnungen (neue Freiheit, neuen Erfolg, verbesserte Beziehungen) genießen.

Ich muss auf die Heldenreise

Also da stand ich ohne Haare, Wimpern und Augenbrauen. Dafür mit Extra-Ringen auf den Hüften. Und ich wusste sofort: Ich muss auf die Heldenreise. Ich muss verstehen, wofür diese Krankheit und das alles gut sein soll und wie es weitergeht. 

Gesagt, getan. Zehn Tage später fand ich mich mit 13 Gleichgesinnten in einem Seminarraum wieder. Bereit für meine ganz eigene Heldenreise, für meine Reise zu mir selbst.

Alle Handys aus und schon ging es los. 

Ich erschuf den Helden meiner Kindheit neu. Lachte, weinte, zitterte. Die Heldin in  mir erstarkte. Sie erwachte zu neuem Leben. Endlich. 

Das Monster Hässlichkeit erscheint

Doch der wichtigste Moment kam, als am 4. Tag die Konfrontation mit meinem inneren Drachen, meiner größten Angst anstand. In meiner Trance erschien mir das Monster namens „Hässlichkeit“. 

Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit. Das sollte die Antwort sein?!!???

Zwar hatte ich mich seit frühester Jugend hässlich gefühlt. Zu dick. Zu dünne Haare. Zu kleine Augen. Immer wieder gab es Kommentare meines Umfelds „Du hast ein Arsch wie ein Ackergaul“. „Du bist so hässlich – du findest nie einen“ waren noch die freundlicheren. Ewig  hatte ich seitdem gemeint, mich verstecken zu müssen: weite T-Shirts, weite Schlabberkleider. Fotos hasste ich.

Als Selbstständige wurde das zum Problem, denn ohne Sichtbarkeit konnte ich Menschen nur schwer erreichen. Dass mich das auch in meiner Beziehung belastete, muss nicht erwähnt werden. 

Trotzdem war ich überrascht, dass an diesem Morgen ausgerechnet das Monster Hässlichkeit erschien. Ich war so aufgeregt, bevor meine innere Heldin und das Monster Hässlichkeit zum Kampf antreten. Wie würde die Schlacht enden? Sie tobte den ganzen Vormittag in mir. Mal ging es hin, mal ging es her. Doch dann – hatte die Heldin gewonnen.

Die Schönheit gewinnt

Und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich meine eigene Schönheit sehen!!!! Ich stand nackt und rund und ohne Haare vor dem Spiegel. Und ich sah meine Schönheit.  Und auch wenn es pathetisch klingt: In dem Moment habe ich geweint vor Glück (wirklich wahr).

Weil ich wusste: Dieser Sieg bedeutet so viel mehr. Endlich kann ich rausgehen ins Leben und die Welt erobern. Die Menschen können mich sehen und – wenn sie wollen – meine Schönheit.

Ich bin so viel mehr als Kilos auf der Waage oder Haare auf dem Kopf (dass an diesem Tag auch mein Ausstieg aus dem emotionalen Essen begann, ist eine andere Geschichte und soll an einem anderen Tag erzählt werden.)

Neue Kraft, Freiheit und Nähe belohnen mich für meine Heldenreise

Dieses Wissen über meine unkaputtbar eigene Schönheit gab mir die Kraft, das WildWechsel-Wachstum auf ein ganz neues Level zu heben (und körperliche Nähe ganz neu zu genießen). 

Danke, Heldenreise !

Wenn in dir auch ein Kindheitsmonster sein Unwesen treibt….  Du nicht weißt, welches deine nächsten Schritte sind …. Oder, oder, oder  ….. dann sei doch dabei bei der nächsten integralen Heldenreise. Erwecke deinen Helden / deine Heldin zu neuem Leben und besiege alte Monster. 

Sieben intensive Wochen, sieben Live Calls, mindestens sieben geführte Meditation und so viel mehr erwarten dich.

Start: 7. Februar 2024, 19:00 Uhr. Online, intensiv, transformativ.

Ja, ich will mehr erfahren (Hier klicken)

PS Eine Integrale Heldenreise ist auch ideal als Begleitung oder Einstieg in eine NLP-Ausbildung.

Probleme einfach „wegwischen“: Der Eye Movement Integrator

Coach unterstützt Frau darin, mit Hilfe des Eye Movement Integrators belastende Gefühle zu überwinden

Schwierige Gefühle einfach auflösen; neue Ruhe und Entspannung finden

Die Trennung von deinem Ex macht dich immer noch traurig? Dein pubertierender Sohn bringt dich regelmäßig zur Weißglut? Die angekündigten Kürzungen im Büro machen dir Angst und du wähnst dich auf der Abschussliste? Was diese Themen gemeinsam haben? Es gibt ein wertvolles NLP-Tool, das dir schnell und unkompliziert neue Ruhe und Entspannung verschafft: Der Eye Movement Integrator (EMI). Mit seiner Hilfe kannst du Probleme einfach „wegwischen“.

Woher ich das weiß? Aus eigener Erfahrung. Beispielsweise habe ich ihn früher genutzt, wenn mein Tag so vollgepackt war, dass er eigentlich 35 Stunden hätte haben müsste. Da half mir der Eye Movement Integrator, wieder runterzukommen und besser einzuschlafen.

Was genau ist der Eye Movement Integrator?

Der Eye Movement Integrator verwendet Augenbewegungen, um emotionale Belastungen zu verarbeiten und Ressourcen zu aktivieren.

Dabei macht sich EMI einen körpereigenen Mechanismus zunutze: In den REM-Phasen (Rapid Eye Movement) unseres Schlafs bewegen sich unsere Augen auf ganz natürliche Weise hin und her. In diesen REM-Phasen verarbeiten wir unsere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Das Erlebte wird dann als „erledigt“ im Langzeitspeicher des Gehirns abgelegt.

Mit dem EMI können wir uns (oder andere) darin unterstützen, diese Augenbewegungen im Wachzustand nachzubilden, um gezielt unverarbeitete Erlebnisse oder Stressreaktionen zu regulieren und zu verarbeiten. In diesem Sinne gilt: Probleme einfach „wegwischen“mit dem Eye Movement Integrator.

Gefühle verändern durch die Bewegung deiner Augen

Den Grundgedanken des Eye Movement Integrators lieferten Bandler und Grinder, die Gründerväter des NLP. Sie fanden heraus, dass wir durch die Bewegungen unserer Augen unsere Repräsentationssysteme, in denen wir Informationen verarbeiten, ansteuern.

ein bild, das zeigt, in welche richtungen ein Mensch schaut, wenn er unterschiedliche Repräsentationssysteme aktiviert

Wenn die Augen eines Menschen beispielsweise nach oben links schauen, erinnern sich die meisten Rechtshänder an etwas, das sie in der Vergangenheit tatsächlich gesehen haben. Sehen die Augen dagegen mittig nach rechts, stellt sich derjenige wahrscheinlich etwas vor, dass er sagen möchte. Da man diese Augenbewegungen von außen beobachten kann, sprechen wir auch von „Augen-Zugangs-Hinweisen“:

Beim EMI kann man sich 9 Punkte, die miteinander verbunden sind, vorstellen (siehe Grafik). Die oberen drei Punkte liegen in dem Bereich oberhalb der Blickachse, die mittleren drei auf dem Bereich der Blickachse und die unteren drei unterhalb der Blickachse. Die linken Punkte befinden sich am linken Rand, die mittleren in der Mitte und die rechten am rechten Rand des Blickfeldes. Also so, dass ein Mensch, der diese Punkte mit den Augen ansteuert, innerlich alle Repräsentationssysteme aktiviert.

Nun bewegt man zwei Finger vor den Augen des Gegenübers langsam entlang der Linien, so dass alle 9 Punkte miteinander verbunden werden. Dabei bittet man das Gegenüber, an Thema / Gefühl („meine Prüfungsangst“, „meine Trennung“) zu denken, das er verändern möchte. Durch die Bewegungen seiner Augen werden die unterschiedlichen Bereiche im Gehirn aktiviert und miteinander verbunden. Schnell tritt Entspannung ein.

9 Punkte, die die Augen beim Eye Movement Integrator ansteuernWendet man den Eye Movement Integrator bei sich selbst an, kann man sich die 9 Punkte auf einer gegenüberliegenden Wand vorstellen. Dann bewegt man die Augen so, dass sie den 9 Punkten folgen, während man innerlich an das bisher belastende Thema denkt.

Ein Beispiel: Trauer überwinden mit EMI

Lass uns den Eye Movement Integrator am Beispiel von Paul verdeutlichen, der unter einer Trennung leidet:

Die Trennung hat er als traumatisch empfunden. Er fand für sich nur schwer einen Weg, damit umzugehen. Und heute, jedes Mal, wenn Paul heute eine neue Bekannte daten möchte, leidet er unter heftigem Lampenfieber: Schweißausbrüche, Angst, negative Gedanken, …das ganze Programm. Manchmal fühlt es sich für ihn an, als wäre er nicht mehr er selbst. Als hätte er den Zugang zu seinem „normalen“ Ich und seinen Ressourcen verloren. Das ist in gewisser Weise tatsächlich so, denn auf neurologischer Ebene bleibt dieses Angsterleben isoliert. Und jedes Mal, wenn Paul in eine ähnliche Situation gerät, startet die Angst-Schleife in seinem Gehirn erneut.

Das Prinzip hinter der Eye Movement Integration ist es nun, alle Gefühle und Gedanken, die für die Verarbeitung seines Stresserlebens notwendig sind, durch die Augenbewegungen anzusteuern und so zu verarbeiten.

Während Paul nun an „sein Lampenfieber“ denkt, beginnt er, seine Augen so zu bewegen, dass die 9 Punkte miteinander verbunden werden. Schnell wird er ruhiger und kann sich entspannt aufmachen zu seinem Date.

Dieses Vorgehen kann Paul so oft wiederholen wie nötig. So kann er seine Probleme einfach „wegwischen“mit dem Eye Movement Integrator.

Eine genaue Anleitung zur Durchführung des Eye Movement Integrators findest du übrigens in meinem Buch „Das große Handbuch für den systemischen NLP-Practitioner & Coach“.

Hier kannst du es direkt bestellen:

https://www.wildwechsel.biz/willkommen-bei-wildwechsel/das-grosse-handbuch-fuer-den-systemischen-nlp-practitioner-coach/

Die Reise geht weiter – so profitierst du außerdem vom Eye Movement Integrator

Paul hat nun mit Hilfe des Eye Movement Integrators sein Erleben von Angst integriert und sich entspannt. Dann könnte er in einem nächsten Schritt sein Bild vom ersten Date mit einem inneren Dialog über den gelungenen Abend und einem Gefühl der Freude koppeln. So wird das zweite Date schon viel leichter, da nun neue Ressourcen (das gelungene erste Date) mit dem ursprünglichen Thema verknüpft werden….

Mit diesem Ziel wird der Eye Movement Integrator auch im Mentaltraining oder im Sport-Coaching eingesetzt.

Der EMI hilft, den normalen alltäglichen Wahnsinn zu stemmen

Anderes Beispiel: Die Kinder müssen abgeholt werden. Das Essen ist noch nicht gekocht und im Haus sieht es mal wieder total chaotisch aus. Der ganz normale, alltägliche Wahnsinn. Du erlebst das beinah jeden Tag. Und obwohl du weißt, dass es mehr als hilfreich wäre, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren, drehst du innerlich am Rad!

Hier kannst du durch den Einsatz des Eye Movement Integrators das Hamsterrad unterbrechen und neue Ruhe finden. So empfängst du schon bald deine Kinder mit positiver Energie und tiefer Entspannung.

Der Eye Movement Integrator hilft deinem Kind gegen Prüfungsangst

Dein 12-jähriger quält sich immer wieder mit den Englischarbeiten… Selbst dein liebevolles Verständnis und die vielen Gespräche haben bisher nichts geändert (und dein gelegentlicher Ärger auch nicht…).

Einmal die Note 5 und die anschließenden Hänseleien der besten Freunde waren zu viel für deinen Jüngsten.

Zum Glück ist der Eye Movement Integrator eine Methode, die auch mit Kindern sehr gut durchführbar ist. Einen Zugang für Kinder zu schaffen ist leicht:

Man kann Kindern erklären, dass die stressigen Gefühle, die blöden Gedanken und die inneren Bilder, die dabei auftauchen, einfach eine große Unordnung darstellen. So als hätte man zahlreiche Einkaufstüten ins Haus getragen und noch nicht alles weggeräumt. Das, was noch nicht weggeräumt wurde, steht nun im Weg und blockiert die Hausbewohner. Die Augenbewegungen sind dann wie ein Reinigungstrupp, der die Einkäufe verstaut, und das Haus (unser Körper-Geist-System) wieder aufräumt und harmonisiert.

Frage deinen 12-Jährigen, ob er Lust hat, den EMI einmal auszuprobieren. Am besten wählst du einen Moment, in dem ihr beide recht entspannt und die nächste Englischarbeit noch in großer Ferne ist. Wenn sich dein Sohn damit wohlfühlt, zeigst du ihm im nächsten Schritt, wie er die Technik selbst anwenden kann. So kann er seine Probleme zukünftig einfach selbst „wegwischen“mit dem Eye Movement Integrator.

Sogar mitten im Englisch-Test, wenn er merkt, dass sein Stresslevel steigt… Über die gute Note könnt Ihr Euch dann gemeinsam freuen.

Der Eye Movement Integrator hilft auch, Verlust zu verarbeiten

Wenn du schon einmal einen geliebten Menschen verloren hast, weißt du: Es braucht Zeit, Trauer zu empfinden und diese zu verarbeiten. Und manchmal wird man von der Trauer einfach überwältigt. Es fühlt sich an wie ein Tsunami, der einen überrollt. Auch hier kann der Eye Movement Integrator helfen, die Momente der heftigsten Trauer und des größten Schmerzes zu lösen und Erleichterung zu verschaffen.

Auch das weiß ich aus eigener Erfahrung. Der Eye Movement Integrator hat mich nach dem Tod von Klaus sehr unterstützt, relativ schnell wieder Momente der Ruhe und des inneren Friedens zu erleben.

Zum Schluss noch ein Hinweis

Wenn du EMI bei dir oder in deinem Umfeld anwendest, kann es in Einzelfällen zu Unwohlsein kommen. Vor allem dann, wenn hinter dem Stress, den du bearbeitest, ein Trauma steckt. Kommen sie im Selbstcoaching unvermittelt zum Vorschein, kann es sein, dass du dir Unterstützung wünschst. Dann wende dich ggf. an einen Coach oder Therapeuten, der mit diesem Tool erfahren ist.

Du willst dich intensiver mit dem Eye Movement Integrator beschäftigen? Dann empfehle ich dir die Ausbildung zum systemischen NLP-Practitioner. Hier erlernst du dieses und viele weitere wertvolle Tools zum effektiven Selbstmanagement und fürs Coaching.

Nebenbei wirst du noch eine Menge Spaß haben und nette Leute kennenlernen.

Hier erfährst du mehr über meine systemische NLP-Practitioner-Ausbildung. Die nächste startet am 17. November 2023:

https://www.wildwechsel.biz/nlp-ausbildungen-in-frankfurt/nlp-practitioner-ausbildung/

🧡 Herzlichst

Deine Susanne

Der stille Schatten – 5 Anzeichen für Trauma im Beruf

Am Wochenende checkst du ständig deine Emails? Du willst auf keinen Fall etwas Wichtiges verpassen? Am liebsten würdest du auch die Arbeit deiner Kollegen noch kontrollieren, weil du sicherstellen willst, dass die neue SAP-Einführung wirklich gelingt? Das sind mögliche Anzeichen für Trauma im Beruf.

Doch es gibt noch mehr: Du nimmst in Kauf, dass deine Gedanken selbst beim Saunagang mit den besten Freunden noch um den Job kreisen? Du schläfst schlecht, fühlst dich morgens wie gerädert und stehst ständig unter Stress?

Und damit nicht genug: Du machst dir für all das auch noch selbst Vorwürfe. Du hast Angst, in einen Burnout oder eine Depression zu rutschen und findest, du solltest mehr entspannen? Doch es geht nicht?

Damit bist du nicht allein. Das geht vielen so.

Erkennen ist der erste Schritt zur Veränderung

Aber wenigen ist bewusst, dass hinter der Sehnsucht nach Kontrolle, der ständigen Anspannung und den Schwierigkeiten abzuschalten, ein Trauma stecken könnte. Das zu erkennen wäre jedoch wichtig, um a) nachsichtiger mit sich selbst zu sein und b) gezielt etwas verändern zu können.

Zunächst: Was verstehen wir unter einem Trauma?

Der Begriff bezeichnet ein Erlebnis, für das wir zu dem Zeitpunkt, als es sich ereignet hat, keine psychischen Ressourcen für seine Verarbeitung hatten. Und in dem wir uns weder wehren noch dem wir uns entziehen konnten. Offensichtlich kommen wir umso häufiger in solche Situationen, je jünger wir sind.

Ein Beispiel: Ein Kind wird von seinem Vater beim Abendessen angeschrien, weil es Milch verkleckert hat, und danach in sein Zimmer gesperrt. Es kann sich weder verbal wehren noch kann es sagen „Ich geh und treffe mich mit Paul. Ich komm‘ erst wieder, wenn du, Papa, dich beruhigt hast.“

So fährt seine Psyche ein Selbstschutzprogramm und schiebt die Erinnerung an den Ausraster des Vaters und/oder die damit verbundenen Gefühle ins Unterbewusste. Es sitzt zwar immer noch allein in seinem Kinderzimmer, doch es tut wenigstens nicht mehr so weh.

5 Anzeichen von Trauma im Beruf

Doch woran erkennst du nun Trauma im Beruf? Hier 5 Anhaltspunkte:

  1. Vermeidungsverhalten:

Menschen mit ungelösten Traumata meiden bestimmte Aufgaben oder Situationen, obwohl sie objektiv betrachtet alle Voraussetzungen dafür mitbringen. So kann die Präsentation vor dem Management Board als unüberwindbare Hürde erscheinen. Oder das Treffen einer längst überfälligen Projektentscheidung. Oder die Übernahme von Führungsverantwortung.

Woran das liegt? Unbewusst erinnern sie diese Aufgabe an Situationen, in denen sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. So kann Redeangst in einem Grippespiel im Kindergarten wurzeln. Man verhaspelte sich mit dem Text und wird nie Muttis Gesichtsausdruck vergessen, die am liebsten vor Scham im Boden versunken wäre.

  1. Starkes Kontrollbedürfnis:

Das Bedürfnis, die Kontrolle zu behalten über sich selbst, das eigene Verhalten, das eigene Aussehen, aber auch die Mitarbeiter*innen, laufende Projekte und oder die Arbeit von Kollegen.

Dieses Kontrollbedürfnis resultiert oft daraus, dass du in deiner Kindheit viel zu früh Verantwortung übernehmen musstest – für den kleinen Bruder, die Laune von Papa oder den Alkoholkonsum von Mutti. Und wenn das nicht gelang, hagelte es Vorwürfe.

Die Sehnsucht nach Kontrolle ist der (unbewusste) Versuch, Ärger zu entgehen und Anerkennung zu erhalten.

  1. Rückzug und soziale Isolation:

Die hochgezogene Augenbraue deines Chefs reicht und du würdest dich am liebsten den ganzen Tag in deinem Büro vergraben? Rückzug ist ein typisches Merkmal für kindliches Trauma, weil dies oft die einzige Reaktionsmöglichkeit des Kindes ist, sich schwierigen Situationen zu entziehen.

Und im Erwachsenenleben gilt dann: Gelernt ist gelernt. Und wir ziehen uns auch da zurück, wo wir längst über andere Verhaltensoptionen verfügen würden. Doch wir kommen gar nicht auf die Idee, das Gespräch zu suchen ……

  1. Permanente Anspannung, Stress bis zum Burnout:

Wenn du in einem Umfeld aufgewachsen bist, das schwierig einzuschätzen war, wo sich jederzeit (gefühlte) Katastrophen ereignen konnten, hast du gelernt, ständig auf der Hut zu sein. Um drohende Gefahren möglichst frühzeitig zu erkennen. So konntest du als Kind dem Streit der Eltern oder dem Ärger mit der älteren Schwester aus dem Weg gehen.

Heute führt es dazu, dass du ständig deinen Radar ausgefahren hast. Ständig checkst, wie die Laune deines Chefs ist. Wie die Stimmung deiner Mitarbeiter und der Leiterin HR ….. So fällt es dir sehr schwer, zu entspannen.

  1. Instabiles Selbstbewusstsein

Kennst du das: Du schließt erfolgreich einen großen Kundenauftrag ab und fühlst dich wie der König der Welt. Da guckt dich ein Kollege schräg an und in Nanosekunden kollabiert dein Selbstbewusstsein und du fühlst dich wie der letzte Versager?

Diese Instabilität des Selbstbewusstseins ist ebenfalls ein wichtiger Trauma-Hinweis. Betroffene haben immer wieder Kränkungen ihres Selbstwertgefühls erlebt („Mama, ich habe eine 2 in Mathe geschrieben!“ „Sind die Noten heute verlost worden?“). so sind Persönlichkeitsanteile in dir entstanden, die sehr unsicher und verletzlich sind.

Da sich das auf Dauer echt doof anfühlt, bilden wir zur Kompensation Persönlichkeitsanteile in uns, die sich stark, überlegen und unverletzlich fühlen. Und dann schwanken wir zwischen diesen beiden Extremen. Auf Dauer echt anstrengend.

Hast du dich bei dem ein oder anderen Anzeichen für Trauma im Beruf wiedererkannt? Dann ist es jetzt Zeit auszusteigen.

Möglicherweise erschreckt dich der Gedanke, selbst Traumata erlebt zu haben, zunächst. Jedenfalls ging es mir damals so, als ich begann, mir meine alten Wunden einzugestehen.

Die gute Nachricht: Es gibt heute wirksame Möglichkeiten, die alten Verletzungen zu heilen und so neue Freiheit im Beruf zu gewinnen (und – Achtung Spoiler – auch dein Privatleben wird davon profitieren). Es wird dich jetzt nicht wundern zu hören, dass systemisches NLP dich dabei wirkungsvoll unterstützen kann.

Hier drei Vorschläge, was du tun kannst, um dich dem Thema „Trauma und wie ich es überwinde“ zu nähern:

✍️ Vorschlag 1: Journaling. Nimm dir Zeit, deinen Arbeitstag Revue passieren zu lassen. Schreib auf, wo du dir selbst im Wege stehst. Wo Gefühle drohen, dich zu überschwemmen. Und wo du dich nicht so verhalten hast, wie du es gerne wolltest. Beispiel: Du möchtest eigentlich deine Meinung gegenüber deiner Vorgesetzten äußern, doch du bekommst wieder mal keinen Ton raus.

So bekommst du einen Überblick über wiederkehrende Muster und Situationen. Und du gewinnst ein Gefühl dafür, wo du schon sehr gut und erfolgreich agierst und wo du dir vielleicht Unterstützung wünschst.

Eine wertvolle Starthilfe für einen erfolgreichen Coachingprozess.

👣 Vorschlag 2: Gönn‘ dir Unterstützung. Du musst den Weg nicht allein gehen. Mit jemandem, der sich auskennt an deiner Seite, wird vieles leichter und schneller.

Ein erfahrener NLP Coach kennt sich damit aus, wie vergangene Verletzungen erkannt und geheilt werden können. Oft wird es viel schneller gehen, als du am Anfang erwartest.

🪄 Vorschlag 3: Selbstmanagement. Lerne, deine Gedanken und Gefühle zu steuern und so deine Trauma zu heilen. Neue Selbstwirksamkeit im Beruf und innerer Frieden in der Freizeit sind die Belohnung. Schon bald wirst du den Saunagang mit deinen Freunden wirklich genießen.

Wie du das machst? Meine systemische Ausbildung zum NLP-Practitioner bei Wildwechsel ist so aufgebaut, dass du kontinuierlich deine Selbstwirksamkeit steigerst. Du erlernst Instrumente, um auch in anspruchsvollen Situationen erfolgreich zu kommunizieren. Mit dir und anderen.

Du lernst, deine Gefühle zu regulieren und so zu agieren, wie du das in der jeweiligen Situation wirklich möchtest. Dich endlich durchsetzen bei der anstehenden Umstrukturierung. Deine Leistung endlich sichtbar machen. Und gleichzeitig erfolgreich Grenzen setzen. All das lernst du in der Ausbildung zum systemischen NLP-Practitioner.

Nebenbei wirst du auch noch eine Menge Spaß haben und supernette Leute kennenlernen. Schon bald wird das Thema „Anzeichen für Trauma im Beruf“ für dich Vergangenheit sein.

Du willst mehr erfahren? Dann klick hier und hol‘ dir Infos zur systemischen NLP-Practitioner-Ausbildung:

https://www.wildwechsel.biz/nlp-ausbildungen-in-frankfurt/nlp-practitioner-ausbildung/

Willst du noch mehr über die Hintergründe von Traumata erfahren?

Die findest du in meinem Buch „Das große Handbuch für den systemischen NLP-Practitioner & Coach“.

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Dir hat der Artikel gefallen und du kennst jemanden, für den er ebenfalls interessant ist? Dann leite ihn gerne weiter.

🧡 Herzlichst

Susanne

 

Dein 6-Stufen-Plan zu heilsamer Vergebung

Wieso du dir das Geschenk der heilsamen Vergebung machen solltest – und wann Vergebung toxisch ist

🖤 „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Das waren Jesus Worte, als er ans Kreuz geschlagen wurde. Eine große Geste. Er forderte schließlich auf, jenen zu vergeben, die ihn töteten.

Auch wenn du längst aus der Kirche ausgetreten bist, können dich diese Worte und – damit Ostern – dennoch zu Vergebung inspirieren.

❤️‍🩹 Wofür das gut sein soll? Für tiefe Heilung in dir.

Gibt es jemanden in deinem Leben, dem du vergeben könntest? Vielleicht schon seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten?

Stellen sich dir gerade alle Nackenhaare hoch? Hast du eine bestimmte Person vor Augen, der du nie und nimmer vergeben möchtest?

Dann geht es dir wie mir lange Zeit. Lange war ich fest davon überzeugt, dass es einen Menschen gibt, dem ich nie, NIE (!!!) vergeben werde.

Ich wusste mit dem Begriff überhaupt nichts anzufangen. Doch alle sagten – und schrieben – Vergebung sei sooo wichtig. F***.

Na gut, so habe ich irgendwann angefangen, mich damit zu beschäftigen. Und gelernt, dass Vergebung tatsächlich eine der heilsamsten und schwierigsten Seelenaufgaben ist.

Und dass es eine heilsame ❤️‍🩹, aber auch eine toxische Art der Vergebung ☠️ gibt.

Für erstere habe ich im Laufe der Zeit einen 6-Stufen-Plan entwickelt. Er eignet sich insbesondere für Verletzungen, die aus unserer Kindheit resultieren. NLP kann dabei auf jeder Stufe helfen (okay, das überrascht dich jetzt nicht 🤣). Dieser 6-Stufen-Plan hat sich sowohl für mich wie auch für meine Klient*innen sehr bewährt. Gerne teile ich ihn heute mit dir.

Bei der toxischen Vergebung wird versucht, die ersten 4 Stufen zu überspringen. Dabei fällt man regelmäßig auf die Nase.

Doch der Reihe nach.

Erstmal habe ich nach Definitionen gesucht. Ich habe zwei gefunden, die ich hilfreich finde:

  1. Vom Wortstamm her trägt Vergeben eine doppelte Bedeutung in sich: Nehmen und Geben. Ich muss also erst etwas nehmen, annehmen, bevor ich etwas geben kann. Dazu gleich mehr.
  2. Vergeben bedeutet auch „Vertrauen wie zuvor“ (nach R. Dilts). Wenn ich einem Menschen vergebe, vertraue ich ihm also wie zuvor. Ein schöner Gedanke.

😾 Was Vergeben nicht bedeutet:

  1. Vergessen. Das, was passiert ist, ist passiert. Es kann nicht ungeschehen gemacht werden. Das, was es mich gelehrt hat, will bewahrt werden.
  2. Etwas gut heißen. Wenn ich etwas vergebe, bedeutet es nicht, dass ich es akzeptiere. Ich kann es immer noch verurteilen, aber ich erhalte den Schuldvorwurf gegenüber der/dem Verursacher*in nicht länger aufrecht.

👣 Darauf aufbauend mein 6-Schritte-Fahrplan zu heilsamer Vergebung:

1. Annehmen, dass etwas Schlimmes geschehen ist. 😥

Das ist der  Aspekt des Nehmens in der Vergebung. Denn wie will ich etwas vergeben, von dem ich leugne, dass es geschehen ist (oder das es schlimm war)?

NLP-Formate: Ressourcen stärken, Dissoziation

2. 🤷‍♀️ Akzeptieren, dass ich an dem Schlimmen nichts ändern konnte und keine Schuld daran trage.

Denn oft erzählen wir uns „Wenn ich nur dieses oder jenes getan …..“, „Wenn ich nur dieses oder jenes gesagt hätte …… “ .

Das ist ein Versuch, die Ohnmacht nicht zu spüren, die mit dem Schlimmen einherging. Und gleichzeitig der (unbewusste) Versuch, einen Teil der Schuld auf mich zu nehmen. Denn wenn ich etwas hätte tun können, bin ich ja selbst schuld, dass ich es nicht getan habe ……

Doch wir müssen uns eingestehen, dass wir keine Schuld hatten und damit einhergehend, dass wir nichts tun konnten. Klingt so einfach, tut oft weh wie die Hölle.

NLP-Format: Ressourcen stärken, Arbeit mit dem inneren Kind

Diese Überlegungen führen uns zum 3. Schritt ….

3. Den / die Verantwortliche*n in den Blick nehmen.

Wir müssen die Verantwortung für das Unrecht, das geschehen ist – für die Gewalt, die Vernachlässigung, die Lüge, die Ungerechtigkeit, den Missbrauch – da lassen, wo sie hingehört: Bei dem/der Täter*in, Verursacher*in. 📦

Gerade wenn das Geschehene bis in unsere Kindheit zurückreicht, tendieren wir dazu, den/die Verursacherin zu entschuldigen. Häufig höre ich dann Sätze wie „Sie wusste es nicht besser“, „Er hatte es auch nicht leicht“ oder „Es waren andere Zeiten“. Was häufig stimmt.

Und doch sind wir uns sicher einig, dass in der Beziehung Erwachsener – Kind immer der Erwachsene die Verantwortung trägt, nicht das Kind, wenn es angeschrien, geschlagen, ignoriert oder gedemütigt wird  (auch nicht, wenn es sein Zimmer nicht aufgeräumt hat, nicht aufgegessen oder eine 3 in Mathe mit nach Hause gebracht hat).

Die Schritte 2 und 3, die eigene Ohnmacht einzugestehen und die Verantwortung dem/der Anderen zuzumuten, sind häufig die schmerzlichsten. Und doch sind sie unerlässlich, damit alte Wunden heilen können und der Ausstieg aus einer dysfunktionalen Loyalität hin in die Selbstermächtigung gelingen kann. 🦹‍♀️

NLP-Format: der systemische Re-Imprint

🗽 Für diese Schritte sind wir übrigens nicht (!!!) auf die Kooperation des Verursachers angewiesen. Der innerliche Vollzug reicht vollkommen. Alleine das zu verstehen, schafft schon eine ganz neue innere Freiheit.

4. Alte Gefühle wie Wut, Trauer, Angst, Ohnmacht ausdrücken.

In der damaligen Situation war häufig keine Gelegenheit, die kindlichen Gefühle von Angst, Wut oder Trauer angesichts der Gewalt und der Ungerechtigkeit auszudrücken. Deswegen toben sie immer noch in uns und lassen uns nicht zur Ruhe kommen.

Jetzt können wir sie aus unserem System abfließen lassen. Neue Ruhe und ein neues Gefühl von Integrität entsteht.

NLP-Format: Rückgabe von Aufträgen oder Projekten

Jetzt ist der Boden bereit für Schritt 5 ….

5. Dem Anderen vergeben. 

Falls ich mich für Vergebung im Sinne von „Vertrauen wie zuvor“ entscheide, ist dieser Schritt nur sinnvoll möglich, wenn der Andere das Geschehene bereut. Denn nur dann wird er es nicht wiederholen und somit mein Vertrauen nicht missbrauchen. Wenn Reue da ist, hat die Beziehung eine echte Chance zu heilen und – vielleicht – stärker zu werden als jemals zuvor.

✊ Wenn der andere nicht bereut, kann ich mich zumindest an dieser Stelle dafür entscheiden, den Schuldvorwurf loszulassen. Nicht, um den Anderen zu entschuldigen, sondern um mich aus der Position des Opfers zu befreien.

Solange ich noch etwas von der Anderen will (z.B. Reue) und es nicht bekomme, begebe ich mich noch immer in die Position des abhängigen Opfers. 💪 Wenn ich dagegen darauf verzichte, von dem/der Anderen etwas zu erwarten, befreie ich mich aus der Abhängigkeit. Ein großes Geschenk an mich selbst. 🎁

🗽🧡 Wenig ist für unsere Seele so befreiend und für unser Selbstbewusstsein so bestärkend.

NLP-Format: Skript-Arbeit, Glaubenssatz-Arbeit auf der Identitäts-Ebene

Jetzt fehlt nur noch der 6. – und oft entscheidende – Schritt:

6. Mir selbst vergeben. 

Wenn uns etwas Schlimmes geschieht, geben wir nicht nur – unbewusst – uns immer auch selbst die Schuld. Sondern es erschüttert auch immer unser Vertrauen in uns selbst. Das klingt dann oft so: „Ich war so dumm, dass ….. „, „Ich hätte doch wissen müssen, dass …… “ oder „Ich kann mir einfach nicht vertrauen ……“

Dieses verlorene Vertrauen gilt es wieder aufzubauen, indem wir

  • die Lehren aus dem, was uns zugestoßen ist und wie wir es verarbeitet haben, bewusst ziehen und bewahren
  • uns eingestehen, dass uns immer mal wieder im Leben schlimme Dinge zustoßen können (das zu vermeiden, liegt oft nicht in unserer Hand, z.B. Autounfälle)
  • uns selbst vertrauen, dass wir die Herausforderungen bewältigen werden. Komme, was da wolle. Erst so entsteht in uns echtes Selbstvertrauen.

⭐️🌅 Sind diese Schritte geschafft, besteht echt Grund zu feiern. Uns selbst, das Leben, unsere neue Lebendigkeit. Es fühlt sic oft an wie ein ganz neues Leben. 🔥

☠️ Toxische Vergebung – wie es nicht funktioniert

Immer wieder erlebe ich, dass versucht wird, die Schritte 1 – 4 zu überspringen.

Das klingt dann so „Ich kann mich nicht an viel erinnern. Aber selbst falls da was war, habe ich es längst verziehen …….

Das nennt sich dann nicht Vergeben, sondern Verdrängen.

Und das funktioniert – wenn überhaupt – immer nur eine gewisse Weile. Bevor uns die Vergangenheit dann mit umso größerer Wucht einholt.

Das ist wie der Versuch, eine Wunde mit dem ganzen Dreck, den sie enthält, zuzunähen, ohne dass sie gesäubert und desinfiziert wurde.

So kann sie nicht heilen. Sie eitert subkutan weiter und irgendwann platzt sie auf.

Das äußert sich dann u.a. in Angstzuständen 🙀, fehlendem Selbstbewusstsein, wiederkehrenden Konflikten bis hin zu somatischen Störungen 🤕 (Kopfschmerzen, Magen-Darm, Rücken etc.)

❤️‍🩹 Echte heilsame Vergebung dagegen

🧡 lässt uns aus dem ewigen Wiederholungszwang auszusteigen.

🧡 schenkt uns innere Freiheit

🧡 beendet das Verharren in der Opferrolle

🧡 reduziert nachweislich körperliche Stress-Reaktionen

🧡 stärkt unser Immunsystem

🧡 und – vor allem – führt Vergebung uns zu tiefer Liebe. 🧡

Vor allem – aber nicht nur – für uns selbst. 🧡

 

PS Und falls du diesen Weg nicht alleine gehen willst, weißt du ja, dass ich und mein Team dich sehr gerne begleiten. Folgende Möglichkeiten hast du:

Die systemische Ausbildung zum NLP-Practitioner/Coach startet am 21.4.2023. Sichere dir einen der letzten Plätze und genieße schon bald erste Veränderungen.

Am 29./30. April kannst du bei der nächsten Familienaufstellung für Glück & Erfolg dabei sein und dich gezielt aus alten Verstrickungen befreien.

Am 6. Juli beginnt die systemische Ausbildung zum NLP-Master/Coach.

Wenn du erstmal „reinschnuppern“ willst, sein am 21./22. Oktober bei NLP erleben / NLP Basic dabei. Tiefgang trifft auf Spaß und Transformation geschieht. Lass dich überraschen.

Gerne unterstützen wir dich auch im Rahmen eines 1:1-Coachings. Reserviere dir hier deinen Termin für ein Orientierungsgespräch.

 

Du kennst jemanden, für den dieser 6-Stufen-Plan ebenfalls interessant sein könnte? Dann leite diesen Blog-Beitrag gerne weiter. 🌅

Wo geht systemisches NLP über NLP hinaus? wie kann es Trauma heilen? Interview mit Sebastian Isserstedt

Im Januar hatte ich das Vergnügen, von Sebastian Isserstedt, Inhaber von Brainhacker Coaching, zum Interview auf seinen YouTube-Kanal eingeladen zu sein.

Er hatte mein neues Buch, das große Handbuch für den systemischen NLP-Practitioner/Coach, gelesen und wollte mit mir darüber sprechen, wo systemisches NLP über ‚einfaches‘ NLP hinausgeht und wie man es einsetzen kann, um Trauma zu heilen. vielen Dank für die Initiative, lieber Sebastian.

Das große Handbuch für den systemischen NLP-Practitioner/Coach kannst du direkt hier bestellen.

Und nun viel Spaß beim Video.

🧡 Herzlichst

Deine Susanne

PS Du hast ein Thema, über das ich das nächste Mal mit Sebastian sprechen kann? Lass es uns sehr gerne wissen.

Mit NLP durch das „Empty Nest Syndrom“: Eigene Entwicklungserfahrungen in einer besonderen Lebensphase

Wie man NLP nutzen kann, um sich selbst durch eine schwierige Lebensphase zu coachen, schildert Kirsten Harder in ihrer NLP-Master-Arbeit:

„Mit NLP durch das „Empty Nest Syndrom“: Eigene Entwicklungserfahrungen in einer besonderen Lebensphase“

Einführung
Es kommt dann doch sehr plötzlich. Meine Tochter hat frisch ihr Abitur bestanden und zieht in die Welt hinaus. Ich habe mich bemüht, ihr durch meine Erziehung „Wurzeln und Flügel“ zu geben und sie nutzt die Flügel, um aus dem Nest zu fliegen. Nach 20 Jahren prallen, bunten, fröhlichen, traurigen, aufregenden, ruhigen und lauten gemeinsamen Lebens in einem Nest wird es plötzlich sehr ruhig um mich. Ich hatte versucht, mich vorzubereiten, bin dann aber doch erstmal in ein Loch gefallen. Natürlich ging und geht es so wie mir vielen, vermutlich allen Elternteilen in der Situation; es gibt dafür sogar einen Namen: das „Empty Nest Syndrom“.

Glücklicherweise habe ich in 2021 eine Ausbildung zur NLP Practitioner Coach absolviert und direkt danach mit der Masterausbildung weitergemacht. Ich möchte systemische NLP Master Coach werden und die Wahl meines Themas für die Masterarbeit fiel mir sehr leicht: Ich möchte im Folgenden untersuchen, inwiefern meine erlernten NLP-Formate mir helfen, durch diese besondere Lebensphase zu kommen oder diese sogar als positiv zu erleben.

Dabei stelle ich im Kapitel 2 dar, was das „Empty Nest Syndrom“ ist. Kapital 3 widmet sich dem Thema NLP-Formate und Aufstellungsarbeit. Darin beschreibe ich zwei verschiedene Interventionen, zum einen die Arbeit mit dem inneren Kind, zum anderen eine systemische Aufstellungsarbeit im Coaching. In Kapitel 3.3 geht es um „Erste Hilfe“ im Alltag oder „NLP to go“. Hier stelle ich beispielhaft drei verschiedene Techniken vor, die einfach angewendet werden können und mir den Alltag sehr erleichtern. In Kapitel 4 schließe ich mit meinem Fazit.

2. Das „Empty Nest Syndrom“ —> was ist das?

„Mit dem Begriff Empty-Nest-Syndrom (ENS, engl. empty nest syndrome) wird eine Gefühlslage von Einsamkeit und Trauer beschrieben, die sich bei der Mutter und/oder dem Vater einstellen kann, nachdem das letzte (oder einzige) Kind das elterliche Haus verlassen hat.“ (Refubium)

„Wörtlich in die deutsche Sprache übersetzt bedeutet „Empty-Nest-Syndrom“ Leeres-Nest-Syndrom und meint die Anpassungsstörung, die auftreten kann, wenn das letzte Kind das Elternhaus verlässt.“ (Wikipedia)
Viele Elternteile, vor allem Mütter, die in der Regel die Hauptverantwortung für die Kinder tragen, „können…mit der plötzlichen Leere gar nicht gut umgehen. Denn auf einmal ändert sich der ganze Tagesablauf: Tägliche Aufgaben wie für die Kinder Essen kochen, Wäsche waschen und aufräumen müssen nicht mehr erledigt werden, außerdem entfallen die lieb gewonnenen Gespräche und das bunte Treiben im Haus. Die Kinder sind nun flügge, und das Nest ist leer.“ (Sinnsucher)

Dabei „ist das ENS an sich keine Krankheit, sondern Folge eines ganz normalen Lebensereignisses, welches es zu bewältigen gilt.“ (Wikipedia)

Ich bin 57 Jahre alt, alleinerziehend und habe eine 20-jährige Tochter, die direkt nach dem Abitur nach Amsterdam gezogen ist. Dort arbeitet sie und möchte für sich heraus finden, welche Ausbildung bzw. Studium am besten zu ihr passt. Die meiste Zeit unseres gemeinsamen Lebens haben wir zu zweit gelebt, insofern haben wir zueinander eine enge Beziehung entwickelt. Beruflich bin ich Führungskraft im Vertrieb in einer mittelgroßen Volksbank. Naturgemäß habe ich in den letzten zwanzig Jahren viel Zeit und Gedanken mit der Erziehung und Fürsorge für meine Tochter verbracht. Dabei habe ich die Zeit mit ihr grundsätzlich sehr genossen! Obwohl ich sehr stolz auf meine Tochter und auch auf mich und meine Erziehung bin, erwischte mich das ENS bereits ein paar Wochen vor dem Auszug meiner Tochter. Erste Anzeichen hatte ich, nachdem die Aufregung des Abiturs vorbei war und sie letztlich alles geschafft hatte. Ich hatte das Gefühl, dass ich in ein Loch fiel. Ich musste häufig weinen, war ruhe- und antriebslos und teilweise erschien mir meine Zukunft sinnlos. Ich bin normalerweise durchaus ein selbstbewusster Mensch, fühlte mich aber zunehmend nutzlos. Kurzfristig konnte ich meiner Arbeit, die mir grundsätzlich Spaß macht, nicht mehr nachgehen. Spätestens in diesem Moment wurde mir klar, dass ich diese Situation verändern wollte.

Als NLP-Practitioner Coach und aktuell in Ausbildung zur NLP Master Coach habe ich gelernt, dass „ausgehend von Erkenntnissen der modernen Systemtheorie, Linguistik, Neurophysiologie und Psychologie NLP beschreibt, wie Menschen …lernen und sich verändern (weiterentwickeln) können“ (Dr. Susanne Lapp Handbuch, S. 60). Dazu habe ich als Coach verschiedene Formate zur Verfügung, die ich nunmehr an mir selbst „ausprobiert“ habe. Darüber hinaus wusste ich mit Dr. Susanne Lapp eine äußerst kompetente Coach an meiner Seite, mit der ich das Thema im Rahmen einer Aufstellung bearbeitet habe.
Ich lade jetzt dazu ein, mich auf dieser Reise zu begleiten.

3. NLP-Formate und Aufstellungsarbeit

3.1. Arbeit mit dem inneren Kind —> der Weg aus der Einsamkeit

Ich fühlte mich neben meiner tiefen Traurigkeit zunehmend einsam. Ich bin in einen großen, bunten und vergnüglichen Freundeskreis eingebunden und bin normalerweise auch gerne mit mir allein, so dass mir dieses Gefühl der Einsamkeit zu heftig und „übertrieben“ erschien. Daneben kenne ich seit Jahren das Phänomen, dass das Geräusch einer tickenden Uhr bei mir ein tiefes Gefühl der Einsamkeit auslöst, das ich nicht verstehe und nicht zuordnen kann. Also begab ich mich in den Dialog mit meinem Unterbewusstsein. Zunächst atmete ich ein paar Mal tief durch und kam zur Ruhe. Dann lokalisierte ich das Gefühl der Einsamkeit in meinem Körper, es saß in meiner Brust, ungefähr zwei Hände breit, füllte meinen Brustkorb aus und dehnte sich aus von innen nach außen. Ich legte meine Hand auf diesen Bereich und bat mein Unterbewusstsein, mir ein Bild zu schicken. Dieses Bild kam sofort und zeigte die kleine Kirsten als Baby, ungefähr zehn Monate alt. Dieses Baby saß in einem Krankenhausbett. Es war dort ganz alleine und saß zusammen gesunken im Bett, das Köpfchen auf der Brust liegend. Dieses Bild ist mir vertraut, da ich mit diesem Baby bereits in einer früheren, angeleiteten Coachingsession gearbeitet habe. Ich musste als Säugling ins Krankenhaus und dort sechs Wochen bleiben. In dieser Zeit bekam ich keinen Besuch von meinen Eltern und hatte demnach keinerlei Kontakt zu nahen Bezugspersonen. Dies war im Jahr 1966 übliche Praxis und ist nicht auf ein wirkliches Desinteresse meiner Familie zurück zu führen. Meine Eltern und Großeltern durften am Wochenende für eine Stunde an ein Fenster, durch das hindurch sie mich sehen konnten. Für den Säugling war das eine sehr verstörende, traumatische Erfahrung.

Ich begab mich also an das Bettchen und sprach die kleine Kirsten an: „Hallo, Kirsten, ich habe den Eindruck, dir geht es nicht gut. Ich möchte dir gerne helfen. Hast du einen Moment Zeit?“ Sie reagierte gleich positiv auf mich, weil sie mich aus vorangegangenen Coachings bereits kannte. Sie richtete sich auf, hob ihr Köpfchen und schaute mich neugierig an. Ich fragte sie, ob sie wisse, wie alt wir beiden in der Zwischenzeit seien. Sie schüttelte den Kopf. Ich sagte ihr: „Wir beiden sind inzwischen 57 Jahre alt.“ Sie schaut überrascht. „Ich könnte mir vorstellen, dass du dich sehr allein fühlst und glaubst, niemand liebt dich und alle haben dich vergessen.“ Die Kleine beginnt zu weinen. „Deine Traurigkeit sehe ich und kann sie auch sehr gut verstehen. Deine Eltern haben dich aber damals im Krankenhaus lassen müssen, weil du krank warst und es war damals verboten, Babies auf der Säuglingsstation zu besuchen. Deine Eltern hätten dich gerne gesehen und haben sich um dich gesorgt, sie durften nur nicht zu dir kommen.“ Die Tränen versiegen.

„Das Gute, kleine Kirsten ist, dass die Situation hier im Krankenhaus lange vorbei ist und es danach ganz viele schöne Zeiten gab. Möchtest du die einmal sehen?“ Sie nickte, und ich ließ innerlich ein Update der schönen Situationen für sie laufen. Dabei ließ ich mir ausreichend Zeit, so dass die kleine Kirsten diese Momente auch in Ruhe aufnehmen konnte. Dabei ging ich mit ihr – zunächst auf dem Arm (ein sehr rührender Moment, in dem ich die Kleine aus ihrem Bettchen hole und sie sich an mich schmiegt), später an der Hand – immer weiter in Richtung Zukunft wobei sie immer älter und erwachsener wurde.

Zum Schluss stand sie mir gegenüber wie mein Zwilling und ich habe sie mit mir verschmelzen lassen. Das fühlte sich ganz wunderbar an und so, als hätte sich eine Leere in mir gefüllt. Ich drehte mich dann um und betrachtete nochmal die Situation im Krankenhaus mit dem jetzt leeren Kinderbett und stellte fest, dass dieser Raum für mich seine Schwere und das Gefühl der totalen Einsamkeit verloren hatte. Ich hatte meinen jüngeren Anteil erwachsen werden lassen.(Lapp Handbuch S. 355)

Als Erwachsene schaute ich mich nochmal ganz genau in dem Krankenzimmer um, spürte in mich hinein und horchte auf Geräusche. Es überraschte mich sehr, dass ich plötzlich eine Uhr identifizierte, die laut tickte. Das hörte sich genauso an, wie ich es oben beschrieben habe: Das Ticken einer Uhr versetzt mich in tiefe Gefühle der Einsamkeit. Ich nahm die Uhr mit und imaginierte mich auf einer Klippe über einem Meer. Dort stellte ich mich an den Rand und blickte aufs Meer, hörte die Wellen rauschen und versenkte mich ganz in die Natur. Dann nahm ich den Wecker und schleuderte ihn in den Abgrund. Das Gefühl danach war sehr erhebend, ich fühlte mich erleichtert und gestärkt und bekam plötzlich einen ganz weiten Blick. Seither habe ich das Ticken einer Uhr nicht wieder in meinem Kopf gehört und eine tatsächlich tickende Uhr hat bei mir keine Einsamkeitsgefühle mehr ausgelöst.

Das erste Format war die Arbeit mit meinem inneren Kind, ein Abschnitt aus der „Teile-Arbeit nach Dr. Lapp“ (Dr. Susanne Lapp, Handbuch, S. 324ff.) Grundsätzlich entstehen jüngere Anteile in uns als Resultat einer traumatischen Situation. Seelische Traumata sind definiert als „Ereignis, für das im Moment des Erlebens keine ausreichenden psychischen Verarbeitungsressourcen zur Verfügung standen“. (Dr. Susanne Lapp, Handbuch, S. 453) Für den Säugling Kirsten war es nicht möglich, das Erleben der plötzlichen von engen Bezugspersonen isolierten Situation zu verarbeiten. So haben sich Traumaanteile abgespalten, die bei mir als Erwachsene zum Gefühl der totalen Einsamkeit und Traurigkeit geführt haben. Hier wurde das ausgelöst dadurch, dass meine Tochter auszog und ich mich von ihr „alleingelassen“ fühlte, vermutlich der Triggerpunkt, der meinen Kindanteil in Erscheinung treten ließ.

Das Format mit der Uhr gehört zur Arbeit mit Submodalitäten. Hier habe ich den Ton (=Uhr ticken) elizitiert, der bei mir das unangenehme Gefühl der Einsamkeit ausgelöst hat. Dabei habe ich den Ton entmachtet und die damit verbundenen Gefühle neutralisiert. Das gelang dadurch, dass ich die Uhr „aus meinem Leben geschleudert“ habe und über den Ton des Tickens die Naturgeräusche des Meeres gesetzt habe. (Dr. Susanne Lapp, Handbuch, S. 275ff.)

Diese Interventionen sind mir gut gelungen. Tatsächlich liegen sie bereits drei Monate zurück, und ich hatte dieses tiefe Gefühl der Einsamkeit nicht wieder, auch nicht in Zeiten, in denen ich alleine in der Wohnung bin und meine Tochter sehr vermisse. Ich bin dafür sehr dankbar.

3.2. Systemische Aufstellungsarbeit —> der Weg aus der Sinnlosigkeit und Verzweiflung
Ich hatte in Abschnitt 2 darüber berichtet, bereits zu der Zeit, als meine Tochter noch zu Hause wohnte, in ein tiefes Loch gefallen zu sein. Dieses äußerte sich außer dem bereits Beschriebenen in einer tiefen Verzweiflung und dem Gefühl der Sinnlosigkeit. Ich fragte mich, was mein Leben denn noch für einen Sinn habe, wenn ich meine Tochter nicht mehr bei mir hätte. In „lichteren“ Momenten erschien mir diese Reaktion unangemessen und viel zu viel. Ich halte Traurigkeit und Wehmut für eine sehr „normale“ Reaktion in dieser Lebensphase, war aber erschreckt über die Intensität meiner Verzweiflung und Sinnlosigkeit.

Ich hatte das dringende Bedürfnis, dieses Thema mir näher mit meiner Coach Dr. Susanne Lapp anzuschauen. Dieses Coaching dauerte insgesamt eineinhalb Stunden. Wegen der Lesbarkeit dieser Arbeit werde ich im Folgenden ausschließlich die markanten Stationen und Ergebnisse darstellen.

Im Coaching formulierte ich zunächst mein Anliegen „Wie werde ich meine Verzweiflung los?“ Meine Coach schrieb diese Worte auf je ein Blatt Papier, und ich legte sie als Bodenanker aus, so wie sie aus meiner Sicht zueinander stehen. Im Anschluss begaben wir uns im Wechsel auf die verschiedenen Bodenanker. Wir stellten beide fest, dass zwischen der „Verzweiflung“ und dem „Ich“ keine wirkliche Verbindung bestand. Die „Verzweiflung“ hatte – für mich überraschenderweise – den Eindruck, dass sie gar nicht dazu und nicht einmal in den Raum gehörte. Daraufhin legte Susanne den Bodenanker vor die Tür. Das fühlte sich für mich stimmig an, gleichwohl blieb das Gefühl in mir, und ich musste immer wieder heftig weinen.

Wir begaben uns weiter auf die Suche, woher diese Verzweiflung und Sinnlosigkeit herrühren könnte. Im Verlauf stellten wir wichtige Bezugspersonen auf, u.a. kam es zu einem Dialog zwischen meiner Tochter und mir, in dem sie mich sehr deutlich bat, es nicht als Abschied zu betrachten, sondern als neuen Lebensabschnitt zu sehen, von denen es in ihrem und meinem Leben schon mehrere gab. Dieses „Reframing“ (= den Dingen eine neue Bedeutung geben) klappte allein durch die Anwendung eines neuen Wortes. Bis heute habe ich diese Phase nicht wieder Abschied genannt und fühle mich besser damit.

Laut meiner Coach war ein Trauma „im Raum“, das zunächst nicht konkret zugeordnet werden konnte. Um diesem auf den Grund gehen zu können, schrieb sie drei weitere Bodenanker „Biographie“, „Familiensystem“ und „frühere Leben“, die ich auf dem Boden anordnete. Weder bei „Biographie“ noch bei „Familiensystem“ spürte ich auf meinem „Ich“-Bodenanker stehend eine Reaktion. Eine deutliche Resonanz hingegen gab es zwischen „Ich“ und „frühere Leben“.

Nun wurde dieser Bodenanker immer weiter von mir weg geschoben zur Darstellung meiner früheren Leben, um heraus zu finden, was die Ursache meines offensichtlichen Traumas war. Ich selbst verblieb auf dem „Ich“. Plötzlich sah ich eine Frau und ihr Kind vor mehreren 100 Jahren (genau kann ich die Zeit nicht einordnen) in einem Kampfgetümmel. Die beiden sind auf der Flucht, die Lage ist sehr bedrohlich. Die Mutter aus dieser Zeit schafft es nicht, ihr Kind zu beschützen. Es wird von den Angreifern ermordet. Sie ist völlig verzweifelt über den Tod ihrer Tochter und hält ihr Leben für sinnlos, weil sie es nicht geschafft hat, ihre Aufgabe zu erfüllen und ihre Tochter zu beschützen. Ich spüre alle diese Gefühle und Energien ganz deutlich.

Susanne leitet mich an, mit der Frau Kontakt aufzunehmen. Dazu begebe ich mich räumlich mehr in ihre Nähe. Ich spreche sie an: „Ich sehe und spüre deine Verzweiflung und das Gefühl der Sinnlosigkeit in deinem Herzen. Es tut mir sehr Leid, dass deine Tochter ermordet wurde.“ Die Frau wirkt jetzt gefasster auf mich. Susanne gibt mir weiterhin die Worte vor: „Ich bin deine Reinkarnation und lebe im 21. Jahrhundert. Die Verzweiflung habe ich von dir übernommen. Das führt dazu, dass ich jetzt verzweifelt bin, weil meine Tochter zu Hause auszieht. Das Gefühl gebe ich dir heute zurück.“ Ich lokalisiere die Verzweiflung in meinem Körper und lasse die damit verbundene Energie aus meinem Körper in ein Rückgabekissen fließen. Das dauert einige Zeit und ich weine heftig. Dann gebe ich der Frau das Kissen zurück. Sie nimmt es an. Im nächsten Schritt spüre ich nach, wo die Hoffnungslosigkeit in meinem Körper sitzt. Auch diese Energie lasse ich aus mir heraus in ein Kissen fließen und gebe es der Frau zurück. Auch dieses nimmt sie an. Sie wirkt jetzt ruhig und friedlich und auch ich fühle mich jetzt deutlich ruhiger und friedlicher.

Danach begebe ich mich mit einem großen Schritt zurück und nehme ein neues Reinkarnationsdesign mit in mein jetziges Leben. Zurück in meinem jetzigen Leben fühle ich mich erschöpft, aber viel entspannter und zuversichtlich.

Ich habe in diesem Coaching eine frühere Seele getroffen, von der ich die Gefühle Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung übernommen habe. Diese standen vor vielen hundert Jahren im Zusammenhang damit, dass die Frau damals ihr Kind auf grausame Weise verloren hat. Und nun zeigten sich viele hundert Jahre später bei der grundsätzlich „harmlosen“ und vor allem völlig natürlichen Situation, dass das Kind das Haus verlässt, bei mir diese starken Gefühle, die ich mit der eigentlichen Situation nicht in Einklang bringen konnte.

Das Gefühl der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit kann ich nicht mehr feststellen. Und dieses Gefühl hat sich offenbar gänzlich aufgelöst, denn es ist bis heute nicht mehr aufgetreten. Das ist für mich ein toller Erfolg. Ich habe jetzt wieder Raum für meinen Stolz, meine tief empfundene Dankbarkeit und für ganz viel Liebe.

3.3. NLP als Erste Hilfe im Alltag / NLP to go

Neben den Interventionen aus Kapitel 3.1 und 3.2 bietet mir NLP mit allen seinen Formaten auch einen tollen „Erste-Hilfe-Kasten“. In diesem Kapitel möchte ich drei davon beispielhaft beschreiben.


3.3.1 Ressourcenaufbau bei Erschöpfung

Ich wache morgens auf und fühle mich sehr erschöpft. Nachts hatte ich viele Träume, die dazu geführt haben, dass ich sehr unruhig schlief und hin und wieder aus dem Traum aufgeschreckt erwachte. Am liebsten würde ich wieder ins Bett gehen, weil ich das Gefühl habe, den Tag nicht bewältigen zu können. In mir gibt es den Satz „Ich kann das nicht schaffen!“ Im Bauch ist es sehr unruhig.

Ich setze mich auf meinen Sessel, atme ein paarmal tief durch und starte die Klopftechnik im EFT (Emotional Freedom Technique) so wie ich es in meiner Ausbildung zur Practitioner Coach bei Wildwechsel gelernt habe (Dr. Susanne Lapp, Flipchart zur EFT). Hierfür werden zwölf Meridianpunkte mit Zeige- und Mittelfinger abgeklopft, um etwaige Blockaden zu lösen und das Nerven- und Energiesystem zu entspannen.
Folgende Punkte klopfe ich: Augenbraue, seitlich des Auges, Jochbein, unter der Nase, unter der Lippe, Schlüsselbein, unter dem Arm, Rippenpunkt, Daumenpfalz, Zeigefingerpfalz, Mittelfingerpfalz, Pfalz des kleinen Fingers, Karatepunkt der Hand und Gammutpunkt. Zu dem einzelnen Klopfpunkt sage ich den Satz „Auch wenn ich denke, ich kann das nicht schaffen, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“
Während des Klopfens des Gammutpunktes bewege ich meine Augen zunächst im Uhrzeigersinn, danach entgegen dem Uhrzeigersinn. Im Anschluss summe ich eine Melodie. Und rechne danach eine kleine Rechenaufgabe.

Ich merke, wie ich immer ruhiger werde. Meine Anspannung vergeht und ich kann wieder klarer sehen und vor allem spüren. In diesem Falle spüre ich, wie ganz viel Energie aus dem Universum in mich hinein fließt und mich letztlich ganz ausfüllt. Die Erschöpfung ist weg.

3.3.2 Auf ins Ressourcenhaus
Ein Wochenende meiner NLP Masterausbildung hatte zum Inhalt das Arbeiten mit der Timeline. Eines der Ergebnisse aus diesem Wochenende war es, nach dem Aufbau einer unterstützenden Zeitlinie, die Lernerfahrungen, Gefühle und Ressourcen getrennt von den Ereignissen zu repräsentieren. (Skript Systemische NLP-Masterausbildung 2022, S. 23)

Dies tat ich durch den Aufbau eines Ressourcenhauses. Mein Ressourcenhaus ist eine hochherrschaftliche Villa, cremefarben und mit Erkern und Türmen. In dieser befinden sich verschiedene Zimmer, in denen meine Ressourcen aufbewahrt werden, es gibt beispielsweise eine Bibliothek, in der an jeder Wand hohe Bücherregale stehen mit vielen bunten Büchern. In diesem Zimmer hole ich mir meine Energie durch Lesen, Lernen, Weiterentwickeln, was in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt. Ein anderes Zimmer beinhaltet eine grüne Hängematte mit Kissen und Decke, eine Musikanlage und eine große, grüne Pflanze. In diesem Zimmer träume ich und entspanne. Daneben gibt es ein Zimmer mit vielen Menschen, dort feiere ich Party, es gibt Musik und die Luft ist angefüllt mit Gemurmel und Lachen. Dies sind beispielhaft drei Zimmer, es gibt noch viele mehr, inzwischen auch eine Dachterrasse. In jedem Zimmer kann ich innerlich Energie tanken und mein Unterbewusstsein führt mich zielsicher in das Zimmer, das ich in dem Moment brauche. Wenn ich mich also in einem „wackligen“, ressourcenarmen Zustand befinde, setze ich mich z. B. in meinen Lieblingssessel und imaginiere die Wanderung durch mein Ressourcenhaus. Im Anschluss fühle ich mich ruhiger, entspannter oder kraftvoller, je nachdem, was mir vorher gefehlt hat.

Im Rahmen eines Coachings, das ein anderer Teilnehmer meines Masterkurses mit mir durchführte und in dem ich viel geweint habe darüber, dass meine Tochter nicht mehr bei mir wohnt habe ich mein Ressourcenhaus ergänzt: Mein Coach ließ mich ein Bild beschreiben, das meine Traurigkeit repräsentierte. Überraschenderweise war dieses Bild ein gelbes lachendes Smiley. Er lud mich nun ein, für dieses Smiley in meinem Ressourcenhaus einen Platz zu finden. Er sagte, ich müsse meine Traurigkeit nicht dauernd mit mir herumtragen, sondern könne mir einen Ort aussuchen zum Traurigsein, an den ich, wenn ich möchte, jederzeit zurückkehren könne. Das hat mich in dem Moment sehr erleichtert.

Mein Smiley hängt nun im Eingangsbereich ganz oben an der Wand, es ist klein und nur dann sichtbar, wenn ich darauf achte. Wenn ich im Alltag traurig bin, hole ich mir das Smiley vor mein inneres Auge, lasse meine Tränen dort hinein fließen und hänge es dann an seinen Platz zurück. Das hat zur Folge, dass ich nicht mehr von meinen Tränen „überrumpelt“ werde. Davon abgesehen muss ich auch innerlich lächeln, wenn ich meinen Smiley sehe, was dem Gefühl die Schwere nimmt.

3.3.3 Anker geben Halt
Mit Hilfe von Ankern ist es möglich, auf Knopfdruck Ressourcen zugänglich zu machen. Dabei ist der Anker eine Reiz-Reaktions-Kopplung auf neuronaler Ebene, die der Psychologe Donald Olding Hebb so beschreibt: „What fires together, wires together“. Wir alle kennen Anker, die „zufällig“ eine angenehme Reaktion auslösen, z. B. ein bestimmtes Lied oder ein Duft, der uns an einen schönen Moment erinnert. Dieses Verfahren kann man sich durch die Ankertechnik im NLP gezielt zunutze machen. (Dr. Susanne Lapp, Handbuch, S. 174f.) Dabei zeichnet sich ein guter Anker durch fünf Merkmale aus. Wichtig ist das richtige Timing, die Intensität, die Genauigkeit sowie die Einzigartigkeit und Reinheit des Ankers. (TIGER). (ebenda, S. 178)

Ich möchte meinen Anker setzen auf den Zwischenraum zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Er soll das Gefühl der Leichtigkeit und Entspannung auslösen.
Ich komme zur Ruhe, atme ein paarmal tief durch und versetze mich selbst in eine Situation, in der ich mich leicht, entspannt und glücklich gefühlt habe: Ich bin im Urlaub in der Karibik, die Sonne scheint angenehm warm in mein Gesicht, ich rieche das Meer, spüre den weißen, weichen Sand unter meinen Füßen, ich höre die Wellen und friedliches Menschengemurmel, ich sehe das türkisfarbene Meer und den weißen Sand, ich halte meine Taucherbrille in der Hand und werde gleich schnorcheln gehen, d.h. ich spüre ein Kribbeln im Bauch vor Freude darauf, gleich mit den Meeresschildkröten zu schwimmen. Diese Empfindungen lasse ich weiter anschwellen. Auf dem höchsten Punkt aller positiven Empfindungen berühre ich mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand die Stelle zwischen Daumen und Zeigefinder der linken Hand. Ich halte Daumen und Zeigefinger so lange gedrückt, bis meine positiven Wahrnehmungen langsam abnehmen. In diesem Moment löse ich den Druck auf.

Ich komme zurück ins Hier und Jetzt unterstützt durch die Fragestellung, was ich heute Morgen gefrühstückt habe und die Lösung einer leichten Rechenaufgabe.

Dann teste ich den Anker, in dem ich an der Stelle drücke, wo ich ihn gesetzt habe. Sofort bin ich durchdrungen von dem Gefühl der Leichtigkeit, das Kribbeln im Bauch stellt sich ein, ich bin entspannt und fühle mich glücklich. Der Anker sitzt!

Dieser hilft mir enorm im Alltag, wenn ich mich in einem Zustand befinde, der mir nicht dienlich ist, sei es Unruhe, Schwere, Ungeduld oder „Undönigkeit“ (=Eigenkreation, ich weiß nicht, was es ist, aber es fühlt sich nicht gut an ;o)).

4. Fazit / Ausblick
Auch wenn es sehr pathetisch klingt: NLP hat mein Leben verändert. Das stelle ich täglich fest, in verschiedenen Lebenslagen, bei meinem Zusammensein mit Menschen, meiner Haltung den Menschen und dem Leben gegenüber, bei meiner Arbeit, in meinen Beziehungen. Und vor allem in meiner Beziehung zu mir selbst. Ich liebe die vielen verschiedenen NLP-Formate, die ich in meinen beiden Ausbildungen kennenlernen und anwenden durfte. Sie sind so wirkmächtig, dass ich manchmal noch immer überrascht und überwältigt bin. Außerdem finde ich es beeindruckend, dass ich viele Formate auch mit mir selbst anwenden kann. Das gibt mir ein großes, beruhigendes Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Umso spannender fand ich es, herauszufinden, was mir meine erlernten Techniken denn nun in der Realität wirklich helfen können, wenn ich mich in einer besonderen (neue Bedeutung für das Wort „schwierig“) Lebenssituation befinde. In meiner Welt ist der Beweis gelungen, systemisches NLP hilft mir sehr, auch beim „Empty Nest Syndrom“.

Zu Beginn hatte ich das Gefühl, diese Zeit nicht meistern zu können, hatte Bedenken, vorübergehend meine Arbeitsfähigkeit zu verlieren, im Alltag immer schlechter klar zu kommen. Ich will nicht verhehlen, dass es auch schwierigere (bzw. noch besonderere) Tage gibt, aber inzwischen steht über allem die Zuversicht, dass „was hinten raus kommt gut wird“. Und es gelingt mir immer öfter, in dieser Lebensphase auch Chancen zu entdecken. Das fühlt sich mitunter so an, als würde auch ich meine Flügel ausbreiten und das „Nest“ verlassen…wohin auch immer. Ein schönes Gefühl!

In meinen Recherchen zum Thema „Empty Nest Syndrom“ stieß ich auf den Begriff „mothers little helpers“. Damit war die Medikation mit Psychopharmaka gemeint. Meine „little (or big) helpers“ hören auf den etwas sperrigen Namen „Neurolinguistisches Programmieren“. ;o)

Literaturverzeichnis

Sinnsucher: Empty-Nest-Syndrom: So schaffst Du das Loslassen, https://www.sinnsucher.de/blog/empty-nest-syndrom-so-schaffst-du-das-loslassen, aktualisiert am 1.7.2022, aufgerufen am 12.11.2022

Wikipedia: Empty Nest Syndrom: https://de.wikipedia.org/wiki/Empty-Nest-Syndrom#cite_note-FUB-1, aktualisiert am 2.10.2022, aufgerufen am 12.11.2022

Refubium – Repositorium der Freien Universität Berlin: An economic analysis of the empty nest syndrome, Piper, Alan, 2021, https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/29475

Dr. Susanne Lapp: Skript zur Systemischen NLP-Master-Ausbildung 2022

Dr. Susanne Lapp, Klaus Grochowiak: Das neue große systemische NLP-Practitioner-/Coach-Handbuch (Skript), 2021

Dr. Susanne Lapp: Das große Handbuch für den systemischen NLP-Practitioner & Coach, 2022

Erklärung der Autorin:
Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und keine anderen Hilfsmittel als die angegebenen verwendet habe. Ich versichere, dass ich alle Stellen, die anderen Quellen im Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen wurden, entsprechend gekennzeichnet habe. Dies gilt auch für Quellen aus dem Internet.
Braunschweig, 19.11.2022
Kirsten Harder

Körper, Seele und Geist eines Unternehmens

Es sieht aus wie ein Kinderbild, symbolisiert aber Körper, Seele und Geist eines Unternehmen. Endlich wieder im Einklang – so ein schönes Bild, so eine schöne Energie und vor allem eine unendlich kraftvolle Vision für die Unternehmerin. 🧡

Ein Ergebnisse der Einführung in die Aufstellungsarbeit, mit der sich den Teilnehmer*innen der Ausbildung zum Business & Personal Coach dieses Wochenende die Tür in eine neue Welt geöffnet hat.

Immer wieder erlebe ich, dass gerade Organisationsaufstellungen mit Figuren zu unerwartet intensiven und erhellenden Ergebnissen führen. Unsere Kreativität, unsere Lebensfreude darf sich wieder zeigen und balanciert so die Ratio, die in Unternehmen oft dominiert.  🏵🔥🌞

Unser Unbewusstes jubiliert und die Super-Ressourcen Neugier und Verspieltheit 🧚‍♀️ kommen zum Einsatz. 🚀⭐️✨ Der Weg zu den Sternen wird frei. 🌟✨

Auch die Verstrickungen des/der Unternehmer*in 👑, die grundsätzlich der am meisten limitierende Faktor bei der Entwicklung des Unternehmens sind, können so umfassend gelöst werden. Eine Arbeit, die tief geht, transformiert und heilt. 🌺🪸🐚 

Selbst wenn ich es jetzt schon viele Jahre mache, empfinde ich es doch immer wieder als Magie pur. 🌟✨💫🔮🪄

⭐️ Du hast auch ein Thema rund um dein Unternehmen? Irgendwie prosperiert es nicht so, wie du dir das vorstellst und du weißt nicht genau warum? 🌝 Dann lass uns gemeinsam die Handbremse lösen. 🚀🚀🚀

Die nächste Möglichkeit: Am 28./29. Mai bei meinem offenen Aufstellungswochenendes. Sichere dir gleich deinen Platz.

Systemaufstellungen, Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen

Herzlichst

Deine Susanne

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WildWechsel – 

Institut für Persönlichkeitsentwicklung 

Dr. Susanne Lapp 

069 – 42 69 33 77 0

susanne.lapp@wildwechsel.biz

www.wildwechsel.biz

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Aktuelle Termine:

Ausbildung zum NLP-Practitioner, Start: 18. November 2022

NLP in a Week / NLP Basic 17. – 23. Oktober 2022 –

auch als Bildungsurlaub anerkannt.

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Klopfen gegen die Angst & für inneren Frieden

In der Aufzeichnung des Insta Lives vom 28.2.22 zeige ich dir, wie du mit der Klopftechnik EFT deine Ängste reduzieren und inneren Frieden finden kannst.

Vielen Teilnehmer*innen konnten ihre Ängste innerhalb von 20 Minuten auf einer Skaka von 0 – 10 von 8 auf 2 reduzieren.

Probiere es selbst aus!

Hier geht es direkt zur Aufzeichnung (Instagram-Account erforderlich)

Willst du die Unterlagen, einfach Email an info@wildwechsel.biz. 💫🤩

Herzlichst

Deine Susanne

 

Insta Live am 28.2. um 19.30 Uhr: Klopfen gegen die Angst

Erlerne die mächtige Klopftechnik EFT

In 30 Minuten. Super-schnell. Super-wirksam.

EFT (Emotional Freedom Techniques) ist eine hochwirksame Methode, die sich vieler Techniken des NLP bedient, um eigene Ängste zu überwinden und inneren Frieden zu finden.

Und dabei super-schnell zu lernen. Wenn du EFT einmal kannst, kannst du es nutzen, um dich und andere (deine Freunde, Kinder, Partner) darini zu unterstützen, innere Unruhe, Stress und Ängste zu überwinden und Frieden zu finden.

Komm am Montag einfach dazu, wenn ich das Insta Live um 19.30 Uhr starte. Falls du mir noch nicht folgst, du findest mich hier: @dr_susanne_lapp_nlp

Ich freue mich auf dich 🧡