Was sind Metaprogramme? 

Die Frage: „Was sind Meta-Programme?“ können wir in drei Fragen aufteilen: 

• Was ist ein Meta-Programm?
• Gibt es Meta-Programme?
• Wie viele Meta-Programme gibt es? 

Meta-Programme kommen in unserem subjektiven Erleben nicht vor. Sie sind für uns nicht in der gleichen Weise erlebbar wie z. B. die Repräsentations-Systeme, Strategien oder Anker. Sie sind allerdings auch nicht im äußeren Verhalten direkt beobachtbar wie etwa die Augenzugangshinweise. Sie sind der Versuch, das beobachtbare Verhalten zu kategorisieren, und zwar so, dass es möglich wird, einen Bereich wie z. B. Motivation so aufzuteilen, dass jedes Verhalten, dass man überhaupt zu dieser Domäne rechnen kann, entweder in die eine oder die andere Kategorie (hin zu – weg von) fällt. Was wir beobachten können, sind Muster, Regelmäßigkeiten, Wiederholungen. Diese sind allerdings nicht alle das Produkt von einem speziellen Programm, welches die Aufgabe hat, diese Art von Regelmäßigkeit hervorzurufen. So ist z. B. bei vielen Menschen feststellbar, dass sie eher nachts oder eher tagsüber arbeiten. Dies mag bei einigen etwas mit ihrer Veranlagung zu tun haben, bei anderen aber eher mit ihrem Job, sie sind vielleicht Kellner in einer Nacht-Bar. Und diese Muster sind außerdem vom Kontext abhängig und verändern sich mit dem Alter oder den Lebensumständen. 

Welche Regelmäßigkeiten, welche Muster kommen nun also für Meta-Programme in Frage? 

Die Frage „wie viele Meta-Programme“ es gibt, lässt sich leicht beantworten: So viele, wie jemand sinnvolle kategoriale Unterscheidungen für das menschliche Verhalten einführen kann. 

Meta-Programme sind in diesem Sinne also Beobachterkategorien. D. h. sie dienen dem Beobachter dazu, sich in der Vielfalt des menschlichen Verhaltens orientieren zu können. Ähnlich wie die klassische Unterteilung in Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker und Choleriker. 

Beobachtung und Unterscheidung 

Wie bereits in der Second Order Cybernetics gezeigt wurde, wird jede Beobachtung nur durch die Nutzung einer Unterscheidung möglich. Jede Beobachtung beobachtet etwas und nicht alles auf einmal. Damit wird das Thematische von seinem Hintergrund getrennt. Gleichzeitig wird das Thematische mit einer bestimmten begrifflichen Unterscheidung thematisiert; z. B. System/Umwelt, Subjekt/Objekt, wahr/falsch, gerecht/ungerecht, legal/illegal, krank/gesund, normal/deviant usw. Diese begriffliche Unterscheidung ist in der jeweiligen Beobachtung vorausgesetzt und als solche der blinde Fleck der jeweiligen Beobachtung. Dieser kann allerdings durch eine zweite Beobachtung beobachtet werden. 

In diesem Sinne sind Meta-Programme eine Art, menschliches Verhalten zu beobachten und gleichzeitig eine Art zu beobachten, wie der Beobachtete in einer bestimmten Situation beobachtet. Achtet er z. B. mehr auf Unterschiede oder mehr auf Gleichheit, achtet er mehr auf die Bedürfnisse der anderen oder mehr auf seine eigenen? 

Ein Satz wie: „Was muss ich machen, um genauso gut in NLP zu werden wie du?“, kann natürlich unter Meta-Programm-Gesichtspunkten analysiert werden. Wir können dann feststellen, dass der Fragende eine externe Referenz nutzt, dass er nach Notwendigkeit (was muss ich machen) sortiert und nach Gleichheit (genauso gut) fragt. Diese Meta- Programm-Sequenz können wir in unserer Antwort pacen oder mismatchen oder teilweise pacen, um dann zu leaden, usw. 

Wir könnten auch darauf achten, ob diese Frage relativ zu ihren Parabotschaften kongruent oder inkongruent gestellt ist. 

Wir könnten aber auch mit dem Vier-Ohren-Modell nach der Sacheben, der Beziehungsebene, der Selbstoffenbahrung und dem Appell fragen. 

Im Rahmen der Transaktionsanalyse könnten wir uns aber auch fragen, ob diese Frage nicht die Eröffnung eines Aufmerksamkeitsspiels ist. 

In diesem Sinne können wir sagen, dass jede Beobachtung ihr Objekt der Beobachtung erst durch eine Unterscheidung konstituiert. D. h. auch, dass jede Beobachtung einer Beobachtung eine Dekonstruktion bzw. ein Deframing darstellt. Es werden die Bedingungen dekonstruiert, unter denen diese Beobachtung konstruiert wurde. Dabei darf nicht vergessen werden, dass jede Dekonstruktion natürlich selbst eine Konstruktion ist und als solche für weitere Dekonstruktionen zur Verfügung steht. 

Jede Unterscheidung produziert, wie wir gesehen haben, ein Innen und ein Außen der Unterscheidung. Z. B. können wir Verhalten unter dem Gesichtspunkt kongruent/inkongruent beobachten. Alles, was weder kongruent noch inkongruent ist, ist damit außerhalb unseres frames of reference. Außerhalb dieser Unterscheidung könnten z. B. Unterscheidungen wie effektiv/ineffektiv, freundlich/unfreundlich usw. eine Rolle spielen. Aber die Einheit von Innen und Außen kann selbst nicht mit den Unterscheidungen innerhalb der Unterscheidung thematisiert werden. Es macht keinen Sinn zu fragen, ob die Einheit selbst kongruent bzw. inkongruent ist. Wir können aber jede Unterscheidung auch auf sich selbst anwenden. Es macht durchaus Sinn, von einem kongruent inkongruenten Verhalten zu sprechen, z. B. bei der Ironie. Oder wir können inkongruent inkongruent sein, etwa bei einer Parodie. Verhalten wir uns dann kongruent oder inkongruent? Ober wenn wir das Meta-Programm Referenzrahmen nutzen, können wir das Verhalten von jemandem so beobachten, dass wir sagen: „Er nutzt externe Referenz, um sich für einen Kauf zu entscheiden.“ Wir können aber auch fragen, welche interne Referenz er genutzt hat, um gerade diese externe Referenz zu nutzen. 

Welche Unterscheidungen wir nutzen, wenn wir einen neuen frame of reference eröffnen, bleibt der Autonomie des Beobachters überlassen. Jeder Beobachter muss 

erklären, warum er wen mit welcher Absicht gerade mit den Unterscheidungen beobachtet, die er tatsächlich nutzt, da diese sich eben nicht mehr von selbst verstehen. Viele Leser würden sich wahrscheinlich von der theologischen Unterscheidung fromm/unfromm nicht angemessen beobachtet fühlen, da sie diese Unterscheidung als Ganze zurückweisen würden. 

Der Beobachter eines Beobachters sieht, was dieser sieht und wie er es sieht. Er kann aber auch sehen, was dieser gerade nicht sieht. Und er kann sehen, dass der andere nicht sieht, was er nicht sieht. Er kann mit anderen Worten den blinden Fleck des Beobachters ent-decken. Und dies ist die Legitimation für moderne Therapeuten. Sie können ihm helfen, die Probleme, die gerade durch die Struktur seines blinden Flecks entstanden sind, zu ent-decken und so mögliche Reframes im weitesten Sinne des Wortes eröffnen. Allerdings liegen jenseits der Unterscheidungen, die für den Klienten Leid produzieren, viele andere mögliche Unterscheidungen, und je nach dem zu welcher Art von Therapeut man geht, wird dieser auf sehr unterschiedliche Art zu einem Beobachter zweiter Ordnung. Und es ist nie auszuschließen, dass der Klient die Art und Weise, wie er von seinem Therapeuten beobachtet wird, wiederum beobachtet und diesen auf seinen blinden Fleck aufmerksam macht. 

Gibt es Meta-Programme? 

Die Frage, ob es Meta-Programme gibt, ist also als Frage nach dem Status dieser Unterscheidungen zu verstehen. Beschreiben sie etwas, was es bei den Individuen im Inneren „wirklich“ gibt, oder sind sie rein äußerliche Unterscheidungen? 

Diese Frage will ich anhand einiger Situationen aus der alltäglichen Praxis verdeutlichen. Wenn gesagt wird, dass die Meta-Programme unbewusste Dispositionen, Filter oder Sorts oder gar „building blocks of personality“ sind, dann wird natürlich so getan, als ob sie ein unbewusstes Programm sind, also ein Teil der „Software“ des Individuums. Vielleicht wie ein Compiler-Programm, welches auf der Bildschirmoberfläche vom Benutzer nie wahrgenommen wird, was aber im Hintergrund trotzdem ständig aktiv ist. Und was sozusagen tief unbewusst ist, d. h. nur für den Experten zugänglich bzw. erkennbar und veränderbar ist. 

Im Gegensatz dazu können wir die Meta-Programme auch als äußerliche Klassifizierungen betrachten, die wenig mit der inneren Organisation des subjektiven Erlebens zu tun haben. 

Wenn z. B. die Meta-Programme zur Vorhersage des menschlichen Verhaltens dienen sollen, aber gleichzeitig kontextabhängig sind, dann ist das so, als ob man sagt: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.“ 

Oder man bräuchte Meta-Meta-Programme, die bestimmen, wann jemand ein bestimmtes Meta-Programm wie benutzt. 

Was bedeutet es, dass z. B. das Meta-Programm Primary Interest Sort statistisch nicht nachgewiesen werden kann? (vgl. Grochowiak, Das NLP-Master-Handbuch, S. 200 ff.) 

Natürlich muss jedes Verhalten und jedes Erleben in uns irgendwie zustande kommen, aber heißt das, dass wir dafür ein Programm haben? 

Diese Frage erinnert an die alte Debatte über den Begriff der „Fähigkeit“ in der Psychologie. Bekommen wir automatisch eine neue Fähigkeit, wenn jemand unser Verhalten neu kategorisiert? Haben wir z. B. die Fähigkeit der Andacht oder Frömmigkeit, auch wenn es in unserer Sprache die Worte gar nicht gibt? Oder sind diese Bezeichnungen eher mögliche Klassifikationen des seelischen Erlebens, denen aber weder eine Fähigkeit noch ein Programm entspricht? 

Wir können Frömmigkeit z. B. auch als eine emergente Eigenschaft des psychischen Apparats oder des Nervensystems auffassen. 

Die Frage, ob es so etwas wie Meta-Programme gibt, ist also vergleichbar mit der Frage, ob es Schizophrenie gibt. Bisher wurde von Seiten des NLP immer argumentiert, dass Ausdrücke wie Schizophrenie oder Depression eine Nominalisierung darstellen, die aus einem Klassifikationsbegriff ein „Etwas“ macht, was auch unabhängig von diesem Begriff eine Realität hat. Wie z. B. eine Blinddarmentzündung; diese könnten wir auch anders nennen, aber das würde an der Realität auf der Ebene des Gewebes nichts ändern. Wenn wir aber den Ausdruck „er hat Schizophrenie“ ähnlich verstehen, wie „er hat eine Lungenentzündung“ dann macht es natürlich Sinn, nach genetischen oder stoffwechselmäßigen Ursachen zu fanden. 

Handelt es sich allerdings um ein dormative principle, dann haben wir solche Konstruktionen im NLP bisher immer für entbehrlich gehalten. 

So gesehen stellt sich die Frage, ob das Konzept der Meta-Programme in das konzeptionelle Framework des NLP überhaupt integrierbar ist. Oder ist es nicht vielmehr ein sehr unübersichtliches Klassifikations-Sammelsurium ohne einen vereinheitlichenden Gesichtspunkt? 

Von einem vereinheitlichenden Gesichtspunkt könnten wir z. B. bei den 12 Tierkreiszeichen in der Astrologie, den verschiedenen Hirnstrukturen im Struktogramm oder im Hemisphären-Dominanz-Modell sprechen. 

Andererseits ist klar, dass all diese Unterscheidungen Beobachtungen ermöglichen, die dann wiederum zu einem Verhalten führen können, welches sinnvoll, aber ohne die Unterscheidungen nicht möglich gewesen wäre. Z. B das Pacen von Meta-Programmen in Fragen, bzw. das Pacen von Meta-Programmen beim Geben von Arbeitsanweisungen usw. Diese Unterscheidungen können also dazu dienen, unser kommunikatives Verhalten genauer zu kalibrieren. Sie können uns aber auch dazu verhelfen, uns selbst zu beobachten, wo wir in unseren Wahrnehmungen und unserem Erleben und Entscheiden Einseitigkeiten wahrnehmen können, um diese dann bei Bedarf korrigieren zu können. 

Diese Sicht der Meta-Programme scheint mir sinnvoller als so zu tun, als ob wir mit dieser Konzeption eine Tiefendimension des seelischen Geschehens entdeckt hätten, vergleichbar mit dem Unbewussten. 

Meta-Programme scheinen mir Beobachterkategorien zu sein im Gegensatz zu Systemkategorien. Sie sagen mehr über den Beobachter aus als über das beobachtete System. 

Ähnlich wie der Begriff des Zwecks in der Biologie eine Beobachterkategorie und nicht eine Systemkategorie darstellt. Zu sagen, dass ein Weibchen einen bestimmten Duftstoff absondert, „damit“ das Männchen angelockt wird, unterstellt dem evolutionären Geschehen eine Zweckhaftigkeit, die auf der Ebene von spontaner Mutation und Selektion nicht anzutreffen ist. 

Oder die Vorstellung der Informationsübertragung in der menschlichen Kommunikation tut so, als ob die Schallwellen irgendwie noch „Informationen“ transportieren würden. Tatsächlich ist es aber so, dass die Schallwellen das Trommelfell perpetuieren und dann im Inneren des Hörers Bedeutung entsteht. Die Formulierung: „Er hat sie gut informiert“ ist ebenfalls in diesem Sinne eine Beobachterkategorie und nicht eine Systemkategorie. Und obwohl die Idee der strukturellen Kopplung autopoietischer Systeme seit den 70er- Jahren im Gespräch ist, werden wir wohl bis auf Weiteres dabei bleiben, Kommunikationsprozesse mithilfe von Beobachterkategorien zu beschreiben. 

Beobachterkategorien sind also etwas völlig Legitimes und Unentbehrliches, es ist nur wichtig, dass man als Kommunikations-Profi weiß, was man tut, wenn man solche Konzepte benutzt. 

Mit Korzybski könnten wir sagen nicht nur sagen: „The map is not the territory“, wir müssen auch mit ihm darauf bestehen, dass wir wissen, auf welchem Abstraktionsniveau wir uns gerade befinden. 

Meta-Programme als Reflexionsbestimmungen

Wie haben die Meta-Programme bisher als Beobachterkategorien bestimmt. Wir können den genauen Charakter dieser Kategorien noch näher bestimmen, indem wir sie als Reflexionsbestimmungen oder Reflexionsbegriffe auffassen. Reflexionsbestimmungen haben als Gegensatz den Begriff der Seinsbestimmungen oder einfacher gesagt der Eigenschaftsbegriffe. 

Reflexionsbegriffe sind solche, die wir als Beobachter an das zu beobachtende Objekt bzw. einen Sachverhalt herantragen, sie sind also im weitesten Sinne von dem Standpunkt abhängig, von dem aus der Beobachter beschreibt. Im Gegensatz dazu sind Seinsbestimmungen solche, die eine tatsächliche Eigenschaft bestimmen. So kann man von einem Menschen z. B. sagen, dass er 1,70 m groß ist. Diese Behauptung kann entweder wahr oder falsch sein. Man kann über denselben Menschen auch sagen, dass er attraktiv ist. Allerdings sagt diese Bestimmung etwas über den aus, der diesen 

Menschen als attraktiv empfindet. Daher macht es auch keinen Sinn zu fragen, ob diese Behauptung wahr ist. Jeder andere kann mit gleichem Recht das Gegenteil behaupten. 

Den besonderen Charakter, dass in der Ansetzung des Begriffs sich die Position des Setzenden widerspiegelt, hat Hegel treffend in der Unterscheidung von Reflexionsbestimmungen und Seinsbestimmungen festgehalten. Ob ich etwas als einen Baum identifiziere, ist von meinem Standpunkt vollkommen unabhängig, ob ich ihn allerdings als groß oder klein, schön oder hässlich, nah oder fern bestimme, nicht. 

Reflexionsbestimmungen also tragen aufgrund ihrer Standpunktvarianz immer ein relatives Moment in sich, ja sie lassen sich generell als Prädikationen begreifen, die implizit immer ihr eigenes Gegenteil transportieren, die sich sinnvoll nur aussagen lassen auf dem Hintergrund ihrer eigenen Negation: Was „groß“ ist, kann ich nur so benennen, wenn ich weiß, was „klein“ bedeutet, usw. D. h., der Sinn und Gehalt eines Reflexionsbegriffes verdankt sich per se der Doppelung von Position und Negation, genauer, er erwächst nicht in der Identität des Begriffs, sondern in der Differenz des Begriffs zu sich selbst. Begriffsbestimmend wird hier die Unterscheidung und der Unterschied, der positive Sinn knüpft sich an das höchst schwierig zu fassende Ereignis der Differenzierung, an die nicht mehr positiv zu beschreibende difference (Derrida), und die „Information lässt sich definieren als ein Unterschied, der einen Unterschied macht.“ (Bateson). 

In diesem Zusammenhang möchte ich kurz an einige Bemerkungen von Bateson erinnern. Er schreibt bekanntlich, dass Adjektive, wie „ehrlich“, „freundlich“, „launisch“ usw. eher etwas über denjenigen aussagen, der diese Charakterisierung ausspricht, als über den Charakterisierten. 

Reflexionsbegriffe bestimmen immer eine Differenz (intern-extern, Überblick-Detail usw.), die der Beobachter braucht, um überhaupt etwas beobachten zu können, und sie sind in diesem Sinne natürlich auch ein Wahrnehmungsfilter, der dafür sorgt, dass wir auf vieles nicht achten, weil es außerhalb der jeweiligen Differenz liegt. 

Aber mehr noch, um einen Reflexionsbegriff in seiner ganzen Operativität nutzen zu können, müssen wir streng genommen immer die inverse Beschreibung mitliefern. 

Beispiel: Klaus will sich eine Stereoanlage kaufen und fragt einen Freund, der ein Experte für HI-FI Anlagen ist, welche er ihm empfehlen würde, wenn er nicht mehr als 10.000 € ausgeben möchte. 

Jeder geübte NLP’ler würde hier davon sprechen, dass Klaus eine externe Referenz genutzt hat. Gleichzeitig könnte man ihn aber auch fragen, warum er gerade diesen Menschen als externe Referenz genutzt hat. Er würde vielleicht äußern, dass er ihn für besonders glaubwürdig und unabhängig hält. Dann hat er aber eine interne Referenz genutzt, um seine externe Referenz auszuwählen. 

Wenn dieser Freund ihm nun vier verschiedene Anlagen vorschlägt und er dann nach seiner internen ästhetischen Referenz eine davon aussucht, dann stellt sich die Reihenfolge der Meta-Programme wie folgt dar: 

Interne Referenz  externe Referenz  interne Referenz 

Es scheint also eine Frage der Interpunktion – wo setzte ich den Anfang meiner Beobachtung – zu sein, ob ich hier von der Nutzung interner oder externer Referenz spreche. 

Oder nehmen wir das Beispiel Motivation. Wir fragen jemand, was ihm bei seiner Berufswahl besonders wichtig ist, und er antwortet: „Ich will viel Geld verdienen.“ Dies sieht doch sehr nach einer Hin-zu-Motivation aus. Frage ich ihn jetzt weiter, warum ihm viel Geld zu verdienen so wichtig ist, dann antwortet er: „Ich komme aus einer sehr armen Familie, und bei uns gab es ständig Streit und Probleme wegen Geld. Ich will das auf gar keinen Fall noch mal erleben.“ 

Nun, das klingt sehr nach weg-von. Das gleiche könnten wir ganz leicht beim umgekehrten Fall machen. 

Es ist daher eine gute Übung, die Teilnehmer eines NLP-Kurses zu bitten, diese Übung bei jedem beliebigen Meta-Programm zu wiederholen. 

Stellen wir uns vor, jemand ist irgendwo zu Besuch. Es gibt Erdbeerkuchen. Jeder hatte schon ein Stück und eines ist noch übrig. Unser Klient hat Appetit auf dieses Stück und nimmt es sich kommentarlos. Wir könnten dies so beobachten, dass er das Meta- Programm „sorting-by-self“ genutzt hat. Er hätte auch fragen können, ob noch jemand anders Appetit hat, und wenn ja wäre er bereit gewesen, es dieser Person zu überlassen. Wir würden dann von „sorting-by-others“ sprechen. 

Wir könnten ihn aber auch fragen, ob er sich genauso verhalten hätte, wenn er bei seinem zukünftigen Chef zu Besuch gewesen wäre. Würde er dann sagen: „Nein, auf keinen Fall.“ Dann hängt sein „sorting-by-self“ offensichtlich davon ab, dass er als erstes „sorting-by-others“ genutzt hat. 

Ein anderer Beobachter würde vielleicht von vornherein das Zugreifen als einen Ausdruck seiner Einschätzung von Statusaspekten beobachten. Und niemand kann sich dagegen wehren, auf eine bestimmte Art und Weise von jemand beobachtet zu werden; allerdings kann jeder die Art und Weise wie er beobachtet wird, selbst beobachten und sich als angemessen oder unangemessen beobachtet fühlen. 

Ein Exorzist beobachtet z. B. das Verhalten eines Menschen unter der Differenz besessen – nicht besessen. Diese Differenz würden heutzutage die meisten Menschen in Europa ablehnen. 

Aus all dem ergibt sich, dass wir für die Begründung der Nutzung eines Reflexionsbegriffs implizit immer schon ein weiteres Begriffspaar nutzen, nämlich relevant-irrelevant. 

Was wir aber für relevant halten, kann jemand anderes mit guten Gründen für irrelevant halten. So nutzt z. B. Steve deShazer die Frage nach Ausnahmen vom 

Symptomverhalten als zentrale Beobachtungskategorie und versucht auch seine Klienten dazu zu bringen, auf diese Ausnahmen zu fokussieren und mehr davon zu machen. Dafür hält er die Glaubenssätze u. Ä. für irrelevant. Im NLP ist es genau umgekehrt. 

Nichts ist an sich relevant oder irrelevant, es hängt von unseren theoretischen und praktischen Vorüberlegungen ab, ob wir etwas für relevant halten oder nicht. 

Damit eröffnet sich aber sofort ein neues reflexionales Feld, nämlich das von Grund und Begründetem. Auf die Frage: „Warum nutzt du gerade diese Beobachtungskategorie?“, gibt jede Therapierichtung ihre jeweiligen Gründe an. Diese können aber selbst mit gutem Grund befragt werden, welche Gründe es gibt, gerade diese Kriterien zu nutzen und nicht andere. So wird der Grund selbst wieder zu etwas Begründetem. 

Und der Verweis, dass sich diese Vorgehensweise praktisch bewährt hat, kann aber von vielen anderen Methoden mit gleichem Recht behauptet werden, die ganz andere Beobachtungskategorien nutzen. 

Grund und Begründetes stehen also, wie alle Reflexionsbegriffe, in einem gegenseitigen Begründungsverhältnis. Auch hierauf hat bereits Bateson hingewiesen. 

Stellen wir uns ein Ehepaar vor. Der Mann ist mit der Beziehung unzufrieden, weil seine Frau nicht mehr so oft Lust auf Sex hat wie früher. Sie sagt, dass sie nicht mehr so viel Lust hat, weil sie spürt, dass ihr Mann unzufrieden ist, und sich dementsprechend verhält. Was ist Ursache und was ist Wirkung? Was begründet was?

Die Thematisierung der Meta-Programme als Reflexionsbestimmungen hat auch den Vorteil, dass wir den so Beschriebenen nicht in eine Schublade stecken, sondern ihm neue Wahlmöglichkeiten für die Selbstbeobachtung eröffnen. 

Und gleichzeitig verhindern wir damit, dass wir diese Begriffe verdinglichen. Wie können diese Operation auch als eine Form der Entnominalisierung betrachten und stehen damit in der guten Tradition des NLP, Prozesse als Prozesse zu beschreiben. 

Klaus Grochowiak 

(Juli 2011) 

Daseinsanalyse und NLP

In seiner berühmten Daseinsanalyse in Sein und Zeit hat Martin Heidegger die Sorge als das zentrale Existential des menschlichen Daseins bestimmt. Mit Sorge meint er nicht Sorge im Sinne von Bekümmertsein sondern sich kümmern um sich selbst. 

Und dieses sich kümmern um sich selbst bedeutet bei uns Menschen immer gleichzeitig einen Entwurf von sich selbst zu haben. Das heißt ein Zukunftsbild. 

Auch in der Neurophysiologie wird die menschliche Fähigkeit sich bewusst auf Vergangenheit und Zukunft beziehen zu können als eine der wichtigsten Neuentwicklungen des menschlichen Gehirns relativ zu Primatengehirnen bestimmt. Und auch im NLP ist sowohl die Zielorientierung im therapeutischen Prozess als auch die Arbeit mit der Timeline vorwiegend auf Vergangenheit und Zukunft bezogen. Die Gegenwart, das Jetzt, spielt in der Timeline Arbeit, aber auch im normalen Coaching Prozess, eher eine untergeordnete Rolle. 

Die Wahrheit ist aber unser Leben findet immer nur im Jetzt statt – auch wenn wir uns erinnern, erinnern wir uns Jetzt. Und das woran wir uns erinnern war damals Jetzt. Und das gleiche gilt für alle Zukunftsentwürfe. Wir machen den Entwurf jetzt, und falls der irgendwann mal Realität werden sollte, kann das nur im Jetzt passieren. 

Insofern wurde das Jetzt sowohl in der Philosophie wie auch in der Psychotherapie eher stiefmütterlich behandelt. 

Anders in vielen spirituellen Traditionen, in denen das Leben im Hier und Jetzt eine viel zentralere Rolle spielt. Allerdings manchmal mit der Übertreibung als wenn die Beschäftigung mit der Vergangenheit oder der Zukunft völlig überflüssig wäre. Beide Einseitigkeiten können in einem spirituell orientierten NLP überwunden werden. Wie dies im Einzelnen praktisch zu gestalten ist wird sowohl im neuen NLP Practitioner als auch im NLP Master einen wichtigen Platz einnehmen. Dazu gehört auch, dass der Bewusstseinsraum als Bewusstseinsraum thematisch Eingang findet in die konzeptuelle Arbeit. Bisher können immer nur NLP und alle anderen psychotherapeutischen Verfahren als eine Art Innenarchitektur des Bewusstseinsraum bezeichnet werden. 

Wir beschäftigen uns mit inneren Bildern, Körpergefühlen, inneren Stimmen und den Submodalitäten dieser Repräsentation. Aber nicht mit der Bedingung der Möglichkeit dieser Repräsentation, nämlich dem Bewusstseinsraum und dem Gewahrsein, oder dem was Heidegger die Lichtung des Seins genannt hat, als solchem. 

Auf der Ebene der Submodalitäten stellt sich die Frage wie der virtuelle Raum, in dem wir z.B. unsere inneren Bilder sehen, wahrzunehmen ist, ohne diese inneren Bilder, bzw. ohne inneren Dialog (Gedanken). Und wenn die inneren Stimmen und Bilder aufhören bedeutet das eben nicht, dass wir bewusstlos werden, sondern das sich unsere Bewusstheit auf sich selbst bezieht und eben nicht auf irgendwelche Inhalte. Das dies leichter gesagt als getan ist, weiß jeder, der sich schon mal mit Meditation beschäftigt hat. Unseren Verstand zur Ruhe zu bringen ist ungefähr so, wie einen Sack Flöhe hüten. Aber Gott sei Dank gibt es verschieden Techniken wie z.B. Hypnose, auch Selbsthypnose, die es uns leichter machen können den Zustand bewusster Leere herzustellen und einzunehmen. 

Und wie mit jedem anderen Bewusstseinszustand auch ist es eine Übungsfrage wie leicht oder schwer es uns fällt in den Bewusstseinszustand zu kommen oder längere Zeit in diesem Bewusstseinszustand zu bleiben. 

Wobei das Wort Zeit im vorigen Satz schon missverständlich ist. Weil in diesem Zustand selbst kann man gar nicht merken wie lang man drin war oder nicht, weil es niemanden gab, der es beobachten konnte. D.h. die Selbstvergessenheit ist ein Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass man nicht gleichzeitig darauf reflektiert, was man in diesem Zustand gleichzeitig ist – oder im Zen würde man sagen, es ist Keiner zuhause. 

Wenn man nicht mit Hypnose arbeiten möchte, kann man sich auch vorstellen, dass man die Submodalitäten eines inneren Bildes immer heller und heller oder immer dunkler und dunkler macht bis nichts mehr zu erkennen ist. In einigen Meditationsschulen spricht man auch vom schwarzen Spiegel, indem sich eben nichts spiegelt. Weder Eindrücke von außen, noch innere Vorstellungen, was übrigbleibt ist reine Bewusstheit. Ohne ein reflektierendes ICH was darauf reflektiert, dass es gerade keine bewussten Inhalte hat. Da diese Reflektion wieder einen Inhalt hätte. 

Das größte Problem bei diesem Leerwerden besteht darin, dass für unseren Beobachter der Zustand dass nichts zu beobachten ist schier unerträglich ist. Und er darum in diesem Prozess ständig hineingrätscht. Allerdings kann man mit diesem inneren Beobachter arbeiten wie mit jedem anderen Teil in NLP auch. Man kann seine positive Absicht klären, man kann mit ihm Vereinbarungen treffen und man kann mit seinen Ängsten und Bedenken arbeiten. 

Die Frage, die sich jetzt stellt ist ‚Was habe ich davon ganz im Hier und Jetzt zu sein? 

Die einfache Antwort lautet: ein sorgloses Dasein. Und damit ist nicht gemeint, dass es keine Herausforderungen im Hier und Jetzt gibt, sondern dass sich Sorgen im Sinne von Bekümmertsein, Angst haben, aber auch ein schlechtes Gewissen haben, Zustände sind, die notwendigerweise voraussetzen, dass wir mit unserem Bewusstsein entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit sind. D.h. die Freude am Dasein vermiesen wir uns selber vorwiegend dadurch, dass wir eben nicht ganz im Hier und Jetzt sind. Und unser Verstand gibt uns tausend gute Gründe warum wir eben gerade jetzt nicht im Hier und Jetzt sein sollten sondern woanders. Diese unangenehme Angewohnheit unseres Denkapparates kann man sich im Prinzip genauso abgewöhnen wie jede andere unangenehme Eigenart. Allerdings etwas schwerer, da es eben nicht irgendeine Angewohnheit ist, wie z.B. bei Stress an den Nägel zu kauen, oder bei Einsamkeitsgefühlen zu viele Süßigkeiten zu essen sondern es ist die Daseinsgrundbefindlichkeit des Menschen seit Tausenden von Jahren. Zeugnisse aus allen Hochkulturen zeigen und in ihnen ihre erleuchtetsten Repräsentanten wie Buddha oder Jesus, dass diese Daseinsgrundbefindlichkeit schon von diesen Weisheitslehrern als das Haupthindernis für ein erfülltes Leben gesehen wurde. Die Einsicht ist also nicht neu, sondern immer wieder neu – so lange bis die Menschheit diese einfach Lektion gelernt haben wird. Und bisher waren die einzigen Werkzeuge, die dafür zur Verfügung standen Meditation und Gebet. Wir können uns aber die Werkzeuge des NLP zu nutzen machen um uns, sofern wir das wollen, auf diesem Weg zu unterstützen. Und die Kirsche auf der Sahnetorte ist eben nicht nur ein sorgloses Dasein, sondern ein kreatives Dasein. D.h. Kreativität entspringt dem Bewusstseinszustand im Hier und Jetzt zu sein, wie alle wirklich kreativen Menschen in ihren Selbstzeugnissen immer wieder bestätigt haben. Und in letzter Zeit hat sich dafür der Ausdruck ‚im Flow sein’ eingebürgert. 

Klaus Grochowiak 9.12.2016 

Der Wert als Fetisch 

Nichts hat einen Wert, außer wir vergeben einen. 

Die Welt ist wie sie ist und wird durch ihre Bewertung nicht anders. Erst als sich in diesem Universum eine spezielle Lebensform entwickelt hatte, die über Sprache verfügte, konnte aus dem tierischen Bevorzugen oder Ablehnen so etwas wie eine Bewertung und dann die Nominalform des Wertes entstehen. 

In dem Moment, in dem der Mensch vergisst, dass es seine relativ willkürliche Bewertung war, die den Wert als solchen durch einen Sprechakt hervorgebracht hat, wird der Wert zu etwas, was das so bewertete Ding oder Subjekt an sich hat. In diesem Moment wird der Wert zum Fetisch. 

Karl Marx spricht in seinem Hauptwerk Das Kapital im ersten Band vom Warenfetisch. Er meint damit den Umstand, dass Produkte an sich keinen Wert haben, sondern dass sich im Wert eines Produkts die gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitszeit ausdrückt. 

„Dass Arbeitsprodukte, solche nützlichen Dinge wie Rock, Leinwand, Weizen, Eisen usw., Werte, bestimmte Wertgrößen und überhaupt Waren sind, sind Eigenschaften, die ihnen natürlich nur in unsrem Verkehr zukommen, nicht von Natur, wie etwa die oder warm zu halten oder zu nähren.

In diesem Sinne ist Wert auch immer etwas Relatives. So ist eine Ware z. B. das doppelte wert wie eine andere, und der Preis einer Ware ist die allgemeine Form, in der diese Relativität ihren abstrakten Ausdruck findet. 

In der Psychotherapie wird dieser Wertfetisch besonders problematisch, wenn es um den so genannten Selbstwert geht. Dies äußert sich z. B. in Formulierungen wie „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.“ Oder „Ich bin mich nichts wert.“ Oder „Ich habe einen zu geringen Selbstwert.“ 

In all diesen Formulierungen schwingt die Vorannahme mit, dass Selbstwert etwas ist, was wie eine Eigenschaft (Körpergröße, Augenfarbe usw.), gehabt oder eben nicht gehabt werden kann. 

Dabei wird verdrängt, dass Wert immer eine Relation anzeigt: X ist für Y etwas wert. Im NLP würde man hier sofort fragen: „Für wen bist du nichts wert (gewesen)?“ Und im Regelfall beginnt die entsprechende Erfahrung natürlich bei den Eltern. Diese bewerten ihr Kind dadurch, wie sie sich ihm gegenüber verhalten; und wie sie sich relativ z. B. zu den Geschwistern verhalten. 

Darüber hinaus gibt es dann womöglich auch noch explizite Zuschreibungen, wie „Du bist zu gar nichts zu gebrauchen!“ Oder: „Frauen sind weniger wert als Männer.“ „Wir haben uns auf einen Sohn als Stammhalter gefreut, und jetzt kommt noch ein Mädchen … welch eine Enttäuschung.“ 

Das Kind übernimmt dann die Bewertungen der Eltern und hält sich selbst für nichts wert. 

Dieser Prozess wird noch dadurch unterstützt und verschärft, dass auch in der Gesellschaft der Wert eines Menschen durch seine Intelligenz, seine Schönheit, seinen Erfolg usw. bemessen wird. 

In früheren Gesellschaften ging diese Fetischisierung sogar so weit, dass man geglaubt hat, dass Menschen, die aus einer adligen Familie stammen, von Hause aus mehr wert sind; sie haben blaues Blut. 

Auch wenn wir diese Fetischisierung überwunden haben, bedeutet das nicht, dass wir jenseits der Fetischisierung angekommen sind. 

Und auch der Versuch, den Wert eines Menschen als unantastbar – wie in unserem Grundgesetz – zu erklären, ist schon in seiner Formulierung abstrus. „Unantastbar“ bedeutet, dass es gar keine Möglichkeit gibt, ihn anzutasten. Die gesellschaftliche Realität auf unserem Globus beweist uns minütlich, dass der Wert und die Würde von Menschen angetastet und mit Füßen getreten werden. 

Richtiger wäre wohl die Formulierung, dass wir selbst unter keinen Umständen die Entwürdigung von Menschen billigen wollen. Praktisch äußert sich das z. B. im Verbot der Folter durch staatliche Organe; und zwar unter allen Umständen. 

Aber auch hier wird immer noch so getan, als ob es so etwas wie den Wert oder die Würde des Menschen an sich gibt. 

Und all denen, die im gesellschaftlichen Bewertungsspiel notorisch am unteren Ende zu finden sind, hat man ein Trostpflaster verpasst. Als Kinder Gottes sind sie geliebt und haben einen unveräußerlichen Wert. 

Selbstwert ist also immer die Verinnerlichung der erfahrenen Bewertungen durch andere bzw. die Übernahme der gesellschaftlich gängigen Bewertungsmaßstäbe. Und aus der schlichten Tatsache, dass Menschen sich sehr unterschiedlich, ja gegensätzlich bewerten, folgt, dass niemand einen Wert hat oder haben kann. Jeder kann aber zum Gegenstand von Bewertungen werden, auch von seinen eigenen. 

In diesem Sinne wäre die radikalste Lösung des so genannten Selbstwertproblems die Aufgabe der Vorstellung, dass Menschen überhaupt einen Wert haben. Ihre Arbeitsleistung, ihre Intelligenz, ihre Schönheit usw. kann in einem bestimmten Kontext und für bestimmte andere Menschen einen Wert haben, aber niemand hat einen Wert an sich. 

Diese Überlegung ist sehr leicht intellektuell nachvollziehbar, aber nur sehr schwer lebbar. Dies ist auch der Grund, warum so viele Menschen depressiv werden, wenn sie z. B. ihre Arbeit verlieren oder einen bestimmten sozialen Status. Sie fühlen sich wertlos, weil sie keine Werte mehr schaffen. 

Bei nomadisierenden Stämmen war es oft so, dass sich die Alten und Gebrechlichen zum Sterben zurückgezogen haben, da sie für den Stamm zu einer Last wurden, sie konnten nichts mehr beitragen. 

Und im Faschismus gab es den schrecklichen Ausdruck des lebensunwerten Lebens. Und damit wurde die Haltung von Tierzüchtern auf Menschen übertragen. Wenn Menschen Tiere oder Pflanzen züchten, dann möchten sie, dass die Exemplare bestimmte Eigenschaften haben und andere eben gerade nicht. Und all die Exemplare, die dieser Vorstellung nicht entsprechen, werden aussortiert. 

Und ich möchte behaupten, dass der Fetisch des Wertes eines Menschen schon im Keim diese Haltung beinhaltet; und all die Beteuerungen vom Wert des menschlichen Lebens und von der Gott-Ebenbildlichkeit haben zu keiner Zeit die schlimmsten Grausamkeiten verhindert. 

Der wirkliche Ausstieg aus der Konditionierung des Wertfetischs ist nach meiner Erfahrung nicht dadurch zu erreichen, dass man die Entwertungen reframt, sodass der Klient doch so etwas wie Selbstwert erfahren kann. Eine Illusion, die sich besser anfühlt, bleibt immer noch eine Illusion. 

Der innere Vollzug, der es ermöglicht, aus dem Wertefetischismus auszusteigen, ist durch das intellektuelle Verstehen seiner Haltlosigkeit noch lange nicht gewährleistet. Erst die für das Ego niederschmetternde Erfahrung der absoluten Sinnlosigkeit des eigenen Lebens, die durch keine Sinnkonstruktion aufgehoben werden kann, ermöglicht, wenn überhaupt, eine existenzielle Wende, die den Menschen mit seinem Dasein in der Welt auf eine Weise versöhnt, die die Frage nach dem Selbstwert als lächerlich erscheinen lässt. 

Dieser Vollzug, der manchmal auch als der Tod des Egos bezeichnet wird, kann durch keine Psychotherapie, durch keinen spirituellen Weg, durch keine Praxis des Übens gewährleistet werden. Darum ist er auch so selten. Denn an Angeboten für Erleuchtungswege mangelt es seit vielen tausend Jahren nicht. 

Der Hinweis, dass der Mind, also unsere Fähigkeit, Bedeutungen und Bewertungen zu produzieren und ein entsprechendes Weltmodell, der eigentliche Störenfried ist und daher überwunden werden müsste, mag zwar seine Richtigkeit haben, bleibt aber als solcher völlig wirkungslos. Und auch die Übungswege, Koans, Meditation usw. produzieren eben nicht reihenweise erleuchtete Individuen. 

Als Psychotherapeuten sollten wir das wissen und beherzigen. D. h. wir können mit unseren Mitteln krankmachende Fremd- und Selbstbewertungen durchschaubar machen und ihnen dadurch ihre Macht nehmen, aber dadurch ist noch niemand aus dem Wertfetischismus befreit worden. 

Wir können sogar die Fragwürdigkeit des so genannten Selbstwerts in bestimmten Grenzen erlebbar machen, aber ob dieser Zustand für die betreffende Person aushaltbar ist, dass entzieht sich völlig dem Einfluss jedes Menschen auf einen anderen Menschen; hier ist jeder ganz bei sich – oder eben nicht. 

Klaus Grochowiak, Januar 2012 

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ – oweia, da hat der Pfarrer doch die Reihenfolge verwechselt?

„Oweia – jetzt hat der Pfarrer die Reihenfolge verwechselt. Und das ausgerechnet zu Ostern“. Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen Gedanken, als ich als Fünfjährige den Satz „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ zum ersten Mal hörte. Im österlichen Kindergottesdienst saß ich in der ersten Reihe, schmetterte voller Inbrunst die Lieder und freute mich auf die anstehende Ostereiersuche.

Und dann das! Der Pfarrer musste die Reihenfolge verwechselt haben. Man musste ja wohl zuerst leben, um dann sterben und auferstehen zu können. Andersrum machte das gar keinen Sinn – da war sich mein fünfjähriges Ich ganz sicher. Das versuchte ich nach dem Kindergottesdienst dem Pfarrer zu erklären. Leider drang ich nicht durch.

Erste Erklärung: Schönheit über Klarheit

Wohl auch deshalb beschäftigte mich der Satz die kommenden Jahre immer wieder. Als ich mich dann in der Oberstufe mit Versmaßen auseinandersetzen musste, erkannte ich, dass „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ ein vierfüßiger Jambus ist, während „Ich bin das Leben und die Auferstehung“ einfach nur holpert. Richtig fand ich es zwar nicht, intellektuelle Klarheit der Schönheit zu opfern, aber sei´s drum. Wenigstens hatte ich eine Art Erklärung und war erst einmal beruhigt.

Die zweite Erklärung: Die Heldenreise

Es folgten drei Jahrzehnten, in denen mich die lebensüblichen Auf und Abs forderten und ich keine Zeit für den Satz hatte. Und dann lief mir Joseph Campbell über den Weg. Der amerikanische Mythenforscher hat über 3000 Sagen, Mythen, Märchen und Geschichten aus aller Welt zusammengetragen. Dabei stellte er fest, dass sie alle – unabhängig von Kultur und Jahrtausend – einem gemeinsamen Muster folgen – dabei können einzelne Stationen ausgelassen werden oder die Reihenfolge wechseln:

  1. Der Ruf: Der Held – seltener: die Heldin – erhält einen Ruf.
  2. Verweigerung des Rufs: Der Held widersetzt sich dem Ruf.
  3. Der Held überschreitet dann doch die Schwelle und macht sich auf den Weg.
  4. Er findet Gefährten und sein Instrument der Kraft. Es gilt, diverse Bewährungsproben zu bestehen.
  5. Vordringen zur tiefsten Höhle, zum schlimmsten Punkt. Der Held begreift, dass es um Leben und Tod geht. Er muss sich entscheiden; es gibt keinen Weg zurück.
  6. Versöhnung mit dem Vater /dem Herkunftssystem: Der Held erkennt, dass er das Erbe seiner Vorfahren in sich trägt und sein schlimmster Feind in Wahrheit er selbst ist.
  7. Apotheose: Dem Helden wird offenbar, dass er göttliches Potenzial in sich trägt.
  8. Die höchste Prüfung: Der letzte Kampf steht bevor; der Showdown beginnt. Diese letzte Schlacht gegen den gefährlichsten Gegner führt den Helden an den Rand des Todes. Alles scheint verloren. Da gelingt es ihm, das Blatt zu wenden. Es kommt zur Auferstehung des Helden.
  9. Erhalt des Elixiers: Durch den errungenen Sieg erhält der Held nun etwas Entscheidendes, das Elixier – einen wichtigen Gegenstand oder Wissen und Macht. Der Held ist persönlich gereift und befindet sich in einer neuen Situation.
  10. Rückkehr über die Schwelle: Der Held kehrt nun zurück in die Alltagswelt, aus der er aufgebrochen ist. Er trifft zunächst auf Unglauben und Unverständnis. Nun muss er das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. Der Held vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen und damit die Welt seines Inneren mit den äußeren Anforderungen.
  11. Freiheit zum Leben: Das Elixier des Helden hat die Alltagswelt verändert. Da er das Elixier, seine Erfahrungen weitergibt, führt er die Gemeinschaft, aus der er aufgebrochen ist, zu einer neuen Freiheit des Lebens.

Punkt 8 – Auferstehung – und dann erst in Punkt 12 – neue Freiheit zum Leben. Ihr ahnt schon, dass mir an dieser Stelle dämmerte, dass der Pfarrer und das Johannes-Evangelium eventuell doch Recht haben könnten. Ich begann, mich intensiver mit der Heldenreise zu beschäftigen. Und ich stellte fest, dass sie erst dadurch an Relevanz gewinnt, dass sie archetypisch die Herausforderungen darstellt, denen wir alle uns immer wieder stellen müssen. Deswegen hat ihr Grundgedanke in der Zwischenzeit weite Verbreitung gefunden – u.a. in den Drehbüchern Hollywoods, den Bestseller-Romanen rund um den Globus, in Coaching und Therapie.

Auferstehung und Leben: das Schicksal der Bethany Hamilton

Einer der vielen Momente, in denen mir klar wurde, dass Auferstehung tatsächlich vor – und nicht (nur) nach – dem Leben kommt, war, als ich die wahre Geschichte der Bethany Hamilton, verfilmt in dem Streifen „Soul Surfer“, bei Netflix ansah:

  1. Die Heldin erhält einen Ruf: Bethany wird als jüngstes Kind begeisterter Surfer auf Hawai geboren. Seit sie denken kann, steht für sie fest, dass sie Profi-Surferin werden will. Schnell gewinnt sie erste Wettbewerbe und Sponsoren. Darüber vernachlässigt sie Freundschaften und ehrenamtliches Engagement.
  2. Die Heldin widersetzt sich dem Ruf: Versuche ihrer Freunde, Zeit mit ihr zu verbringen und sie für ehrenamtliche Projekte zu gewinnen, ignoriert sie.
  3. Überschreiten der Schwelle: Als sie am 31. Oktober 2003 morgens früh zum Surfen rausfährt, wird sie gegen 6.40 Uhr  von einem drei Meter langen Tigerhai angegriffen. Der Hai trennt ihr den linken Arm knapp unterhalb der Schulter ab. Nichts wird so sein wie zuvor; die Reise hat begonnen.
  4. Finden von Gefährten und Bewährungsproben: Zum Glück sind ihre Trainingspartnerin und deren Vater dabei. Diese binden den Stumpf mit ihren Surfleinen ab und retten ihr so das Leben. Nach dem Angriff muss sie vielfältige Bewährungsproben bestehen: Sie muss vieles neu lernen – vom Binden eines Pferdeschwanzes über das Schneiden von wegrollenden Tomaten bis hin zu der Erkenntnis, dass nun andere im Mittelpunkt des Interesses ihrer Sponsoren stehen.
  5. Vordringen zur tiefsten Höhle / zum schlimmsten Punkt: Vier Wochen nach dem Unfall nimmt sie das Surftraining wieder auf, verliert jedoch trotz intensivem Training den entscheidenden Wettbewerb. Daraufhin hängt sie das Surfen an den Nagel. Ihr Traum, Profi-Surferin zu werden, ist gestorben.Da ereignet sich die Tsunami-Katastrophe in Thailand. Weil sie nicht mehr trainiert, hat sie Zeit. Sie reist in das verwüstete Land und lehrt dort Kindern, die ihre Eltern verloren haben, das Surfen. Die damit verbundene Ablenkung erleichtert es den Jungen und Mädchen, den Weg zurück ins Leben zu finden. Bethany versteht, das Surfen nicht das Wichtigste im Leben ist.Sie beschliesst, wieder mit dem Surfen zu beginnen. Jedoch nicht nur zur eigenen Freude, sondern um ihre Erfahrung weiterzugeben und so anderen helfen zu können. Der Traum von der Profi-Surferin ist auferstanden.
  6. Versöhnung  mit dem Vater: Die Heldin teilt ihren Entschluss ihrem Vater mit. Sie hat überlegt, dass sie, um als Einarmige  surfen zu können, spezielle Bretter brauchen wird. Ihr Vater hat bereits vor Monaten die entsprechenden Surfbretter gebaut und holt sie jetzt aus der Werkstatt.
  7. Apotheose: Bethany erhält Fanpost aus aller Welt. Als ein Reporter fragt, ob sie manchmal den Tag des Haiangriffs verflucht, verneint sie und erklärt, dass sie erst durch diesen Unfall die Möglichkeit erhalten hat, vielen Menschen Mut und Hoffnung zu geben.
  8. Die höchste Prüfung und Erhalt des Elixiers: Sie nimmt wieder an großen Wettbewerben teil. Zunächst verliert sie erneut gegen ihre härteste Konkurrentin. Doch bereits kurz drauf erringt sie einen beachtlichen fünften Platz und in 2005 kann sie die NSSA National Championships für sich entscheiden. Sie erhält den Pokal, von dem sie so lange geträumt hat. Sie hat die Dämonen der eigenen Angst und der Zweifler überwunden. Erst dadurch wird sie endgültig zum Vorbild.Im Jahr 2008 geht ihr Traum schließlich in Erfüllung: Sie wird Profi-Surferin.
  9. Freiheit zum Leben: In vielen Talk-Shows, u.a. der Oprah-Winfrey-Show, sowie in ihrer Autobiografie berichtet sie von ihrem Leben, gibt ihre Erfahrungen weiter und vermittelt dadurch vielen Menschen, die ebenfalls Schlimmes erlebt haben, Mut und Hoffnung. Sie trauen sich, Herausforderungen anzugehen, vor denen sie vorher zurückgeschreckt sind. Sie erhalten durch Bethanys Heldenreise eine neue Freiheit zum Leben.

Während ich diesen Film schaute, wurde mir erneut klar, dass erst die Auferstehung kommt und dann das Leben: Bethanys Selbstverständnis von sich als (zukünftiger) Profi-Surferin, das ausschließlich auf das Gewinnen von Wettbewerben und Sponsorengeldern gerichtet ist, muss sterben, und als Vision einer Vorbild-Profi-Surferin auferstehen, damit sie anderen die Freiheit zum Leben vermitteln kann.

Eine meiner eigenen Heldenreisen

Da lag die Frage nahe: Welche Heldenreisen hatte ich in meinem bisherigen Leben eigentlich zu bewältigen? Es waren sicherlich einige; eine davon möchte ich mit Euch teilen:

  1. Der Ruf: Seit ich ein Kind war, hat mich Psychologie interessiert. Mein erstes NLP-Buch kauft ich von einem Krabbeltisch für 2 Mark. Da war ich 12 jähre alt. Das erste buch zur Transaktionsanalyse – ich bin okay, du bist okay – folgte im Jahr drauf.
  2. Widersetzen des Rufs: Gleichwohl absolvierte ich zunächst eine Banklehre und studierte dann Volkswirtschaft. Beides habe ich gehasst. Nach der Promotion habe ich dann zunächst als Pressesprecherin und Redenschreiberin gearbeitet. Quasi die gesamte Zeit war ich von einem Gefühl erschütternder Sinnlosigkeit erfüllt. Einerseits meinte ich zu spüren: Das ist nicht meins. Andererseits wollte ich unbedingt – nicht zuletzt um die Erwartungen meines Umfelds zu erfüllen – Leiterin einer großen Unternehmenskommunikation werden. Dieser innere Konflikt tobte viele Jahre.
  3. Überschreiten der Schwelle: Um Texte zu verfassen, die Menschen auch emotional erreichen, begann ich im Jahr 2007 eine NLP-Ausbildung. Im Sommer 2008, während der Ausbildung zum NLP-Master, kam der Lehrtrainer braungebrannt und völlig eins mit sich selbst aus dem Urlaub zurück. Er war erfüllt von der Freude auf seine Arbeit. Ich wusste sofort: Das will ich auch.
  4. Finden von Gefährten/Mentoren und Bewährungsproben: In den folgenden Jahren wurden meine NLP-Trainer zu wichtigen Mentoren für mich, die mich in meinem Weg bestärkten. Gleichzeitig musste ich zahlreiche Herausforderungen überwinden:
    – Menschen in meinem privaten Umfeld, die der Idee einer Selbstständigkeit sehr ablehnend gegenüber standen.
    – Die Frage der Finanzierung – schließlich waren meine Ausgaben auf das Einkommen einer Abteilungsleiterin in einem MDAX-Konzern ausgelegt.
    – Und nicht zuletzt die eigene Unsicherheit, ob ich wirklich das Talent und die Fähigkeiten für ein eigenes Institut mitbringen würde.
  5. Vordringen in die tiefste Höhle /zum schlimmsten Punkt: Irgendwann erreichte meine berufliche Unzufriedenheit einen Punkt, der nicht mehr auszuhalten war. Ich suchte mit allen und jedem Streit und empfand einfach alles als sinnlos. Ich überwarf mich mit Vorgesetzten und liess meinen Frust an Mitarbeitern aus (nicht nett, aber die Wahrheit). Irgendwann schlitterte ich an den Rand eines Burn-Outs. Ich wollte raus und hatte gleichzeitig panische Angst vor diesem Schritt. Erst als es wirklich nicht mehr ging, verhandelte ich endlich einen – sehr lukrativen – Ausstiegsvertrag. Er ebnete mir den Weg in die Selbstständigkeit. Der Traum von mir als Leiterin einer Unternehmenskommunikation war endgültig gestorben. In 2012 – also vier Jahre nach dem Überschreiten der Schwelle – machte ich mich mit WildWechsel endlich selbstständig.
  6. Aussöhnung mit dem Vater: An diesem Punkt war mir klar, dass man nur dann andere Menschen erfolgreich auf ihrem Weg begleiten kann, wenn man zunächst die eigenen Themen bearbeitet hat. So setzte ich mich im Rahmen meiner systemischen Ausbildung intensiv mit meinem Herkunftssystem auseinander. Ungezählte eigene Aufstellungen halfen mir, mich mit meinem Herkunftssystem auszusöhnen. Dies ging einher mit einer angemessenen Emanzipation von den dort vorhandenen Erwartungen und Ansprüchen. Erst dann lernte ich, die empfangenen Ressourcen zu wertschätzen und in meiner Arbeit zu integrieren.
  7. Apotheose: Der bekannte US-amerikanische Lifecoach Tony Robbins beschreibt die drei Schritte eines Entwicklungsprozesses wie folgt:
    – You have the impression that life is happening at you.
    – You feel that life is happening for you.
    – You realise that life is happening through you.
    Ich begann, immer öfter – gerade in meinen Aufstellungen und Coachings – das Gefühl zu haben, dass die Dinge durch mich – und nicht von mir – kommen. Dass ich dann im Dienst etwas Höherem stehe. Kostbare Momente.
  8. Höchste Prüfung und Erhalt des Elixiers: Es kam der Moment, an dem mich meine Mentoren nicht mehr begleiten konnten, an dem  ich meinen ganz eigenen Weg gehen musste. Denn sonst wäre WildWechsel nie mehr gewesen als ein müder Abklatsch ihrer Institute. Und ich nie mehr als eine bestenfalls mittelmäßige Kopie großartiger NLP-Lehrer. Ich musste meine eigene Vision entwickeln – für WildWechsel und für mich als Lehrcoach und Lehrtrainerin. Eine neue Identität musste auferstehen.
  9. Freiheit zum Leben: Durch das neue, wirklich eigene Selbstverständnis habe ich nach vielen Jahren eine neue Freiheit gefunden, mein Leben zu leben. Jetzt helfen mir diese – ursprünglich oft schmerzlichen – Erfahrungen, meine Coaching-Klienten und die Teilnehmer der NLP- und Coaching-Ausbildungen auf ihren eigenen, spannenden Heldenreisen zu begleiten.

Und so hat mich das Leben gelehrt, dass der Pfarrer vor viereinhalb Jahrzehnten und das Johannes-Evangelium doch recht hatten. Erst kommt der Tod, dann die Auferstehung und dann das Leben. Diesen Wissen lässt mich meinen zukünftigen Heldenreisen, der ewigen Wiederkehr von Auferstehung und Leben, gelassener entgegen schauen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Osterfest, das Fest der Auferstehung und eine erfolgreiche Fortsetzung Eurer aktuellen Heldenreise.

Herzliche Grüße

Susanne

 

 

 

Das Buch

Die neue NLP-Kurzgeschichte beschreibt einen möglichen Weg zum NLP. Viel Spaß bei der Lektüre:

„Da hätte sie mir auch gleich ein Deo schenken können“, dachte er, „das wäre nicht weniger taktlos gewesen.“ Seine Halsader war gefährlich angeschwollen. Unwillkürlich trat er das Gaspedal seines neuen, mattschwarzen Cayennes weiter durch. Geschwindigkeitsbegrenzungen verstand er bestenfalls als Empfehlungen. Er ließ sich doch von so einem lächerlichen Schild nicht vorschreiben, wie schnell er zu fahren hatte. Frechheit.

Sein Blick fiel auf das Cover des Buches, das halbausgepackt auf dem braunen Leder des Beifahrersitzes lag: „Endlich richtig kommunizieren mit NLP“. Am liebsten hätte er dieses Geschenk seiner Kollegin aus dem Fenster gepfeffert. Oder heute Abend seiner Frau davon erzählt. Dumm nur, dass diese ihn vor sechs Wochen mit den Worten „Mit dir kann man einfach nicht reden“ verlassen hatte.

Die Tankleuchte sprang an und er fuhr an der nächsten Tankstelle raus. Wenige Minuten später fuhr er mit vollem Tank und zwei Flaschen Rotwein im Gepäck weiter. Zu Hause angekommen, machte er den Kamin an und wechselte in seinen Armani-Jogging-Anzug. Da er eh nichts Besseres vorhatte, würde er dieses blöde Buch lesen. Nur, um es bei nächster Gelegenheit seiner Kollegin um die Ohren hauen zu können.

Die Erkenntnis

Nachdem er sich ein Glas Rotwein eingeschenkt hatte, schlug er willkürlich die Seite 47 auf. Im zweiten Absatz las er: „Wir kommunizieren häufig mit Anderen so, wie mit uns als Kind kommuniziert wurde.“ Wie gut, dass er jetzt alleine war und niemand die Tränen sah, die er plötzlich in den Augen hatte. Er hatte wieder die ewigen Beleidigungen und Schreiereien seines Vaters im Ohr, die er sein Leben lang so gehasst hatte. Und so sollte er heute mit anderen kommunizieren? Er errötete im Schein des flackernden Kamins, als ihm langsam immer mehr Beispiele einfielen, wie er seine Sekretärin und Mitarbeiter, Freunde und Partnerinnen so runtergemacht hatte, wie er das früher so oft selbst erlebt hatte.

Okay, das ging gar nicht. So wollte er nicht mehr mit den Menschen, die ihm wichtig waren, kommunizieren. Allein wegen dieses einen Satzes hatte sich die Lektüre des Buches schon gelohnt. Er beschloss, es von Anfang an zu lesen. Als er um drei Uhr nachts ins Bett ging, war das Buch verschlungen und eine neue Welt hatte sich ihm geöffnet.

Der Morgen danach

Am nächsten Morgen war sein erstes Ziel der Blumenladen. „Einen schönen Blumenstrauß für 50 Euro. Tun Sie ein paar pinkfarbene Lilien dazu“, wandte er sich an die Thailänderin, der der Laden gehörte. Er hatte mal aufgeschnappt, dass dies die Lieblingsblumen von Kirsten, seiner Kollegin, waren. Als nächstes hielt er am Coffeeshop: „Zwei Latte to go. Einen mit einem doppelten Shot Vanille und Sojamilch.“ So trank Kirstin ihren Kaffee am liebsten.

Als er ihr Büro mit Blumenstrauß und Kaffeebecher betrat, musste er gar nichts sagen. Sie wusste: Es gab Hoffnung.

Informationen zu unseren NLP-Ausbildungen findet Ihr hier.

 

Mein Schreibtisch und ich – NLP-Kurzgeschichte

 

 

 

Wenn mich Teilnehmer*innen meiner NLP-Ausbildungen nach einem Beispiel für Ressourcen fragen, erzähle ich häufig folgende Geschichte:

Der erste gemeinsame Morgen

Es begab sich vor bald zwanzig Jahren. Da stand er nun und war einfach perfekt. Genau, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Sein sorgfältig geöltes Kirschholz schimmerte rötlich in der aufgehenden Morgensonne. Seine Oberfläche schmeichelte durch seine samtige Weiche.

Und auch seine Größe – genau richtig. Mit meinem ausgestreckten linken Arm erreichte ich leicht seinen linken Rand; mit meinem rechten Arm seinen rechten. So hatte ich zukünftig genug Platz für all meine Unterlagen, Manuskripte und Aufzeichnungen, die ich im unmittelbaren Zugriff haben wollte. Nichts lag mehr außerhalb meiner Reichweite.

Der erste Tee

Nachdem die Spediteure gegangen waren, stand ich noch einige Minuten andächtig vor meinem Schreibtisch. Dann ging ich erst einmal in die Küche, um mir einen Earl Grey mit Zitrone zu bereiten.

Sobald der Tee drei Minuten in meiner schönsten Teetasse gezogen hatte, trug ich ihn zurück in mein Arbeitszimmer. Dort legte ich das neue türkisblaue Filzpad auf die Schreibplatte und stellte die erste Tasse Tee auf meinen neuen, extra für mich maßgeschneiderten Schreibtisch.

Meine Träume bekommen ein Zuhause

Dann war es soweit. Ich setzte mich. Ich wusste sofort: Das erste Mal seit langer Zeit hatten meine Gedanken und Träume ein Zuhause. Hier durften sie sein. Hier waren sie gleichzeitig willkommen und geschützt. Hier fanden und finden sie den Raum um sich zu ordnen, sich zu verlieren und zu strukturieren.

Alle Ressourcen tragen wir immer schon in uns

Am Anfang dachte ich noch, ich müsste wirklich an diesem Schreibtisch sitzen, um Zuhause zu sein. Doch schnell entdeckte ich, dass dies nicht der Fall war. Es reichte, wenn ich mir dies vorstellte. Und seitdem ist mein Schreibtisch eine wirkliche Ressource. Denn seither finden meine Träume und Gedanken in jedem Meeting, in jedem Durcheinander und in jedem Sturm ihren geschützten Platz.

Kaum stelle ich mir vor, an meinem samtweichen, rötlich schimmernden Schreibtisch zu sitzen, schon ist es da – das geschützte Domizil meiner Fantasien. Ein Kraftquell, der mich überall begleitet und nie verlässt.

Merke: Ressourcen im Außen unterstützen nur bedingt. Sie entfalten erst dann ihre volle Wirkung, wenn wir sie in uns tragen.

Der Schatten der Chefin – NLP-Kurzgeschichte von Dr. Susanne Lapp

„Wieso kriegen Sie eigentlich nie etwas im ersten Anlauf hin?“, fauchte Frau Unschuld ihre Sekretärin an in deren ordentlich aufgeräumten Büro. Frau Unschuld hatte Zornesfalten auf der Stirn und hektische Flecken am Hals. Wieso musste eigentlich immer sie dieses Pech haben und an völlig unfähige Sekretärinnen geraten?

„Noch letzte Woche haben Sie mich gebeten, bei der Ablage immer zuerst mit dem Namen zu beginnen und dann erst den Titel einzupflegen“, versuchte sich Frau Bandler zu rechtfertigen. „Ja natürlich, aber dass das hier eine Ausnahme sein muss, ist doch ganz offensichtlich!“ rief Frau Unschuld genervt aus. „Schließlich haben wir es nicht jeden Tag mit einem DAX-Vorstand zu tun.“

Frau Bandler verstand gar nichts mehr. Was hatte das mit der Frage der Anlage in dem Kontakteordner zu tun? „Aber …. “ wollte sie noch einmal ansetzen. „Nun werden Sie nicht frech! Das ist alles nun wirklich nicht meine Schuld“. Die Stimme ihrer Chefin erreichte langsam hysterische Höhen.

Früher wäre Frau Bandler an dieser Stelle in sich zusammengesunken. „Du bist auch einfach zu doof“, hätte sie sich selbst gescholten. Den Satz hatte sie früher beinahe täglich von ihrem Vater gehört und es lange Jahre tatsächlich geglaubt.

Doch spätestens seit ihrer NLP-Ausbildung wusste sie, dass jeder für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Sie war weder für die Hysterie ihrer Vorgesetzten noch für die ewige Mysogonie ihres Vaters zuständig. Schon besserte sich ihre Laune und ein Lächeln umspielte ihre Lippen.

„Mensch, Frau Unschuld, Sie haben es aber auch schwer“ entfuhr es ihr. Sie wollte eine leise Ironie nicht mehr unterdrücken. Frau Unschuld öffnete den Mund – nur um ihn dann wortlos wieder zu schließen. „Ähhh …“ stammelte sie und sah aus wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Frau Bandler hörte noch die Stimme ihrer Trainerin im Ohr: „Jedes Mal, wenn Ihr Euch als Opfer fühlt, geht davon aus, dass es einen gleich großen Täter-Anteil in Euch gibt. Den seht Ihr aber nicht, weil er im Schatten ist.“ Diesen Satz hatte sie lange nicht verstanden. Heute war er ihr klar geworden: Ihr Chefin, diese wandelnde selbst ernannte Unschuld, fühlte sich ständig als Opfer der Umstände und der – vermeintlich – unfähigen Mitarbeiter. Gleichzeitig benahm sie sich wie der größte Bulli des Schulhofs, eben wie eine Täterin.

Den Spruch, den sie gestern Abend beim Chinesen im Glückskeks gefunden hatte, schien ihr jetzt doch nicht mehr so überzeugend: „Wende dein Gesicht der Sonne zu. Dann fallen die Schatten hinter dich.“ „Stimmt“ dachte sie, „doch dadurch sind sie nicht weg. Lediglich du siehst sie dann nicht mehr. Alle anderen jedoch durchaus.“ Fast tat Frau Unschuld ihr leid.

Welche Kommunikationsspiele spielen wir im Alltag und was richten wir damit an?

Wir alle kennen das: Es gibt Menschen, bei denen wir uns am Ende eines Gesprächs regelmäßig schlechter fühlen als vorher. Woran dies liegt, erklärt das Konzept der Kommunikationsspiele, das von Eric Berne, dem Begründer der Transaktionsanalyse, entwickelt wurde.

Die Spiele der Erwachsenen sind nicht harmlos

Denn die Spiele der Erwachsenen, wie Berne diese Art von Spielen auch genannt hat, sind kein unschuldiger Zeitvertreib. Es handelt sich dabei um „verdeckte Transaktionen“, also um eine doppeldeutige Kommunikation. Am Ende fühlen sich die Beteiligten regelmäßig schlechter als vorher.

Ablauf eines typischen Spiels

Spiele laufen nach folgendem Schema ab:

  1. Attraktives Angebot, das als Falle dient (Spieleinladung oder Köder auslegen)
  2. Spielinteresse des Anderen (Schlucken des Köders)
  3. Harmlose Reaktion und Austausch von Aufmerksamkeiten
  4. Rollenwechsel des Einladenden
  5. Überraschung des Eingeladenen
  6. Auszahlung für Beide (negativer Art)

Betrachten wir dieses Schema an einem alltäglichen Beispiel:

  1. Spieleinladung oder der Köder: Herr Meier, Senior Manager, bittet Herrn Paul, ebenfalls Senior Manager, um seine Einschätzung in einer Personalangelegenheit. Er schmeichelt ihm, indem er auf dessen hohe Kompetenz in dieser Angelegenheit hinweist. Gleichzeitig betont Herr Meier, wie unangenehm es ihm ist, überhaupt um Hilfe zu bitten.
  2. Spielinteresse des Anderen: Herr Paul gibt sich jovial und sagt seine Hilfe zu, ohne auf den Zusatz, dass es A unangenehm ist um Hilfe zu bitten, einzugehen.
  3. Beide tauschen sich kurz inhaltlich über die fragliche Personalangelegenheit aus.
  4. Rollenwechsel: Herr Paul beginnt mit seiner Hilfsaktion und übernimmt dabei die Kontrolle des weiteren Verlaufs der Interaktion. (Rollenwechsel des Eingeladenen).
  5. Überraschung des Eingeladenen: Herr Meier fühlt sich überflüssig und bevormundet und wird zunehmend gereizter. Was Herr Paul scheinbar überrascht bemerkt und als Undankbarkeit interpretiert; nun reagiert er seinerseits gereizt und genervt.
  6. Auszahlung negativer Art: Diese Interaktion endet, wie man sich leicht vorstellen kann, in einem Streit. Die Auszahlung besteht darin, dass sich beide schlecht fühlen und die Beziehung einen Schaden genommen hat.

Während dieser Transaktion hat ein typischer Rollenwechsel stattgefunden. Zuerst war Herr Meier das Opfer; schließlich fühlte er sich mit einer Aufgabe überfordert. Herr Paul war in der Rolle des Retters, der Herr Meier helfen wollte. Dann begann Herr Meier Herrn Paul zu kritisieren, wodurch dieser in die Rolle des Opfers rutschte. Herr Meier übernahm die Rolle des Verfolgers. Jetzt wurde Herr Paul wütend und warf Herrn Maier Undankbarkeit vor. Damit ging er in die Rolle des Verfolgers und machte Herrn Meier wieder zum Opfer. Nach einigen Runden dieses Drama-Karussells war die Interaktion beendet.

Wieso überhaupt Spiele?

Man fragt sich, wofür es gut sein soll, dass Menschen halb bewusst, halb unbewusst solche Interaktionen anzetteln. Die Antwort ist überraschend einfach. Sie realisieren damit ihr Skript. Unter dem Skript versteht man in der Transaktionsanalyse den Lebensplan eines Menschen, den der schon in seiner frühen Kindheit und Jugend auf Grund der elterlichen Zuschreibungen und der kindlichen Interpretation seiner Lebenserfahrungen, entwickelt hat.

Zu diesem Lebensplan gehören viele Glaubenssätze, wie „ich bin nicht O.K.“ oder „letztlich kann ich mich sowieso auf niemanden verlassen“. Und Glaubenssätze haben die innere Dynamik, wie selbsterfüllende Prophezeiungen zu wirken.

Indem Herr Meier das Spiel beginnt, stellt er sicher, dass seine Überzeugungen wiedermal bestätigt werden. Und da man schlecht auf jemanden direkt zugehen kann und ihm sagen kann: „Bitte bestätige mir, dass ich nicht O.K. bin und ich mich auf dich auch nicht verlassen kann,“ muss man sich diese Bestätigung über ein Spiel, eine verdeckte Transaktion holen.

Nicht jedes Spiel ist harmlos

Das hier dargestellte Spiel ist noch vergleichsweise harmlos. Aber es gibt auch Spiele, bei der es nicht auf der kommunikativen Ebene bleibt.

Ein Beispiel: Ein Gast verschüttet auf einer Einweihungsparty für die neue Wohnung, „ganz aus Versehen“ seinen Rotwein auf den neuen Teppich. Er entschuldigt sich und beteuert, wie leid ihm das Missgeschick tut. Der Gastgeber bleibt ganz gelassen und sagt: „ich gebe dir die Rechnung für die Reinigung und du reichst den Schaden einfach bei deiner Haftpflichtversicherung ein.“ Der Gast sagt darauf, dass er keine Haftpflichtversicherung habe. Der Gastgeber sagt: „Na dann musst du die Reinigung selbst bezahlen.“ Der Gast antwortet, dass er sich das im Moment nicht leisten könne, und dass er im umgekehrten Falle auch keinen Schadenersatz fordern würde. Er wird zum Verfolger, indem er den Gastgeber kleinlich nennt.

Es bedarf keiner großen Fantasie, um sich die Eskalation auszumahlen. Der Gast spielt ein Neid-Spiel und versucht das, worauf er neidisch, ist zu beschädigen und ungestraft davon zu kommen. Hier geht es schon um mehr als nur Kommunikation, hier geht es um materiellen Besitz. Dies gehört in die 2. Eskalationsstufe der Spiele der Erwachsenen.

Es gibt Spiele auf Leben und Tod

In der dritten Eskalationsstufe von Spiele geht es um Leben und Tod. Ein Beispiel möge dies verdeutlichen: Ein Mann verhält sich in einer Beziehung extrem gewalttätig, worauf die Frau ihn verlässt. Er droht ihr nun, entweder sie oder sich selbst umzubringen.

Fazit

Wir sehen also: Mit Spielen ist nicht zu scherzen. Es lohnt sich, sich sowohl mit den Spielen, die man regelmäßig selber anzettelt, wie auch mit den Spielen, für die man immer wieder die Köder schluckt, intensiver zu unterbrechen. So gelingt der Ausstieg aus den nervigen, zeit- und Energie raubenden Interaktionsdramen. Das Miteinander wird deutlich entspannter und erfreulicher.

Wer jetzt Lust hat, einen Blick auf die eigenen Spiele zu werfen, ist herzlich eingeladen, beim Spiele-Seminar mit Klaus Grochowiak am 10./11. März dabei zu sein. Wie man Spiele bei sich und anderen erkennen und unterbrechen kann, das ist Inhalt des Spiele-Seminars.