„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ – oweia, da hat der Pfarrer doch die Reihenfolge verwechselt?

„Oweia – jetzt hat der Pfarrer die Reihenfolge verwechselt. Und das ausgerechnet zu Ostern“. Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen Gedanken, als ich als Fünfjährige den Satz „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ zum ersten Mal hörte. Im österlichen Kindergottesdienst saß ich in der ersten Reihe, schmetterte voller Inbrunst die Lieder und freute mich auf die anstehende Ostereiersuche.

Und dann das! Der Pfarrer musste die Reihenfolge verwechselt haben. Man musste ja wohl zuerst leben, um dann sterben und auferstehen zu können. Andersrum machte das gar keinen Sinn – da war sich mein fünfjähriges Ich ganz sicher. Das versuchte ich nach dem Kindergottesdienst dem Pfarrer zu erklären. Leider drang ich nicht durch.

Erste Erklärung: Schönheit über Klarheit

Wohl auch deshalb beschäftigte mich der Satz die kommenden Jahre immer wieder. Als ich mich dann in der Oberstufe mit Versmaßen auseinandersetzen musste, erkannte ich, dass „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ ein vierfüßiger Jambus ist, während „Ich bin das Leben und die Auferstehung“ einfach nur holpert. Richtig fand ich es zwar nicht, intellektuelle Klarheit der Schönheit zu opfern, aber sei´s drum. Wenigstens hatte ich eine Art Erklärung und war erst einmal beruhigt.

Die zweite Erklärung: Die Heldenreise

Es folgten drei Jahrzehnten, in denen mich die lebensüblichen Auf und Abs forderten und ich keine Zeit für den Satz hatte. Und dann lief mir Joseph Campbell über den Weg. Der amerikanische Mythenforscher hat über 3000 Sagen, Mythen, Märchen und Geschichten aus aller Welt zusammengetragen. Dabei stellte er fest, dass sie alle – unabhängig von Kultur und Jahrtausend – einem gemeinsamen Muster folgen – dabei können einzelne Stationen ausgelassen werden oder die Reihenfolge wechseln:

  1. Der Ruf: Der Held – seltener: die Heldin – erhält einen Ruf.
  2. Verweigerung des Rufs: Der Held widersetzt sich dem Ruf.
  3. Der Held überschreitet dann doch die Schwelle und macht sich auf den Weg.
  4. Er findet Gefährten und sein Instrument der Kraft. Es gilt, diverse Bewährungsproben zu bestehen.
  5. Vordringen zur tiefsten Höhle, zum schlimmsten Punkt. Der Held begreift, dass es um Leben und Tod geht. Er muss sich entscheiden; es gibt keinen Weg zurück.
  6. Versöhnung mit dem Vater /dem Herkunftssystem: Der Held erkennt, dass er das Erbe seiner Vorfahren in sich trägt und sein schlimmster Feind in Wahrheit er selbst ist.
  7. Apotheose: Dem Helden wird offenbar, dass er göttliches Potenzial in sich trägt.
  8. Die höchste Prüfung: Der letzte Kampf steht bevor; der Showdown beginnt. Diese letzte Schlacht gegen den gefährlichsten Gegner führt den Helden an den Rand des Todes. Alles scheint verloren. Da gelingt es ihm, das Blatt zu wenden. Es kommt zur Auferstehung des Helden.
  9. Erhalt des Elixiers: Durch den errungenen Sieg erhält der Held nun etwas Entscheidendes, das Elixier – einen wichtigen Gegenstand oder Wissen und Macht. Der Held ist persönlich gereift und befindet sich in einer neuen Situation.
  10. Rückkehr über die Schwelle: Der Held kehrt nun zurück in die Alltagswelt, aus der er aufgebrochen ist. Er trifft zunächst auf Unglauben und Unverständnis. Nun muss er das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. Der Held vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen und damit die Welt seines Inneren mit den äußeren Anforderungen.
  11. Freiheit zum Leben: Das Elixier des Helden hat die Alltagswelt verändert. Da er das Elixier, seine Erfahrungen weitergibt, führt er die Gemeinschaft, aus der er aufgebrochen ist, zu einer neuen Freiheit des Lebens.

Punkt 8 – Auferstehung – und dann erst in Punkt 12 – neue Freiheit zum Leben. Ihr ahnt schon, dass mir an dieser Stelle dämmerte, dass der Pfarrer und das Johannes-Evangelium eventuell doch Recht haben könnten. Ich begann, mich intensiver mit der Heldenreise zu beschäftigen. Und ich stellte fest, dass sie erst dadurch an Relevanz gewinnt, dass sie archetypisch die Herausforderungen darstellt, denen wir alle uns immer wieder stellen müssen. Deswegen hat ihr Grundgedanke in der Zwischenzeit weite Verbreitung gefunden – u.a. in den Drehbüchern Hollywoods, den Bestseller-Romanen rund um den Globus, in Coaching und Therapie.

Auferstehung und Leben: das Schicksal der Bethany Hamilton

Einer der vielen Momente, in denen mir klar wurde, dass Auferstehung tatsächlich vor – und nicht (nur) nach – dem Leben kommt, war, als ich die wahre Geschichte der Bethany Hamilton, verfilmt in dem Streifen „Soul Surfer“, bei Netflix ansah:

  1. Die Heldin erhält einen Ruf: Bethany wird als jüngstes Kind begeisterter Surfer auf Hawai geboren. Seit sie denken kann, steht für sie fest, dass sie Profi-Surferin werden will. Schnell gewinnt sie erste Wettbewerbe und Sponsoren. Darüber vernachlässigt sie Freundschaften und ehrenamtliches Engagement.
  2. Die Heldin widersetzt sich dem Ruf: Versuche ihrer Freunde, Zeit mit ihr zu verbringen und sie für ehrenamtliche Projekte zu gewinnen, ignoriert sie.
  3. Überschreiten der Schwelle: Als sie am 31. Oktober 2003 morgens früh zum Surfen rausfährt, wird sie gegen 6.40 Uhr  von einem drei Meter langen Tigerhai angegriffen. Der Hai trennt ihr den linken Arm knapp unterhalb der Schulter ab. Nichts wird so sein wie zuvor; die Reise hat begonnen.
  4. Finden von Gefährten und Bewährungsproben: Zum Glück sind ihre Trainingspartnerin und deren Vater dabei. Diese binden den Stumpf mit ihren Surfleinen ab und retten ihr so das Leben. Nach dem Angriff muss sie vielfältige Bewährungsproben bestehen: Sie muss vieles neu lernen – vom Binden eines Pferdeschwanzes über das Schneiden von wegrollenden Tomaten bis hin zu der Erkenntnis, dass nun andere im Mittelpunkt des Interesses ihrer Sponsoren stehen.
  5. Vordringen zur tiefsten Höhle / zum schlimmsten Punkt: Vier Wochen nach dem Unfall nimmt sie das Surftraining wieder auf, verliert jedoch trotz intensivem Training den entscheidenden Wettbewerb. Daraufhin hängt sie das Surfen an den Nagel. Ihr Traum, Profi-Surferin zu werden, ist gestorben.Da ereignet sich die Tsunami-Katastrophe in Thailand. Weil sie nicht mehr trainiert, hat sie Zeit. Sie reist in das verwüstete Land und lehrt dort Kindern, die ihre Eltern verloren haben, das Surfen. Die damit verbundene Ablenkung erleichtert es den Jungen und Mädchen, den Weg zurück ins Leben zu finden. Bethany versteht, das Surfen nicht das Wichtigste im Leben ist. Sie beschliesst, wieder mit dem Surfen zu beginnen. Jedoch nicht nur zur eigenen Freude, sondern um ihre Erfahrung weiterzugeben und so anderen helfen zu können. Der Traum von der Profi-Surferin ist auferstanden.
  6. Versöhnung  mit dem Vater: Die Heldin teilt ihren Entschluss ihrem Vater mit. Sie hat überlegt, dass sie, um als Einarmige  surfen zu können, spezielle Bretter brauchen wird. Ihr Vater hat bereits vor Monaten die entsprechenden Surfbretter gebaut und holt sie jetzt aus der Werkstatt.
  7. Apotheose: Bethany erhält Fanpost aus aller Welt. Als ein Reporter fragt, ob sie manchmal den Tag des Haiangriffs verflucht, verneint sie und erklärt, dass sie erst durch diesen Unfall die Möglichkeit erhalten hat, vielen Menschen Mut und Hoffnung zu geben.
  8. Die höchste Prüfung und Erhalt des Elixiers: Sie nimmt wieder an großen Wettbewerben teil. Zunächst verliert sie erneut gegen ihre härteste Konkurrentin. Doch bereits kurz drauf erringt sie einen beachtlichen fünften Platz und in 2005 kann sie die NSSA National Championships für sich entscheiden. Sie erhält den Pokal, von dem sie so lange geträumt hat. Sie hat die Dämonen der eigenen Angst und der Zweifler überwunden. Erst dadurch wird sie endgültig zum Vorbild.Im Jahr 2008 geht ihr Traum schließlich in Erfüllung: Sie wird Profi-Surferin.
  9. Freiheit zum Leben: In vielen Talk-Shows, u.a. der Oprah-Winfrey-Show, sowie in ihrer Autobiografie berichtet sie von ihrem Leben, gibt ihre Erfahrungen weiter und vermittelt dadurch vielen Menschen, die ebenfalls Schlimmes erlebt haben, Mut und Hoffnung. Sie trauen sich, Herausforderungen anzugehen, vor denen sie vorher zurückgeschreckt sind. Sie erhalten durch Bethanys Heldenreise eine neue Freiheit zum Leben.

Während ich diesen Film schaute, wurde mir erneut klar, dass erst die Auferstehung kommt und dann das Leben: Bethanys Selbstverständnis von sich als (zukünftiger) Profi-Surferin, das ausschließlich auf das Gewinnen von Wettbewerben und Sponsorengeldern gerichtet ist, muss sterben, und als Vision einer Vorbild-Profi-Surferin auferstehen, damit sie anderen die Freiheit zum Leben vermitteln kann.

Eine meiner eigenen Heldenreisen: Auferstehung und Leben

Da lag die Frage nahe: Welche Heldenreisen hatte ich in meinem bisherigen Leben eigentlich zu bewältigen? Es waren sicherlich einige; eine davon möchte ich mit Euch teilen:

  1. Der Ruf: Seit ich ein Kind war, hat mich Psychologie interessiert. Mein erstes NLP-Buch kauft ich von einem Krabbeltisch für 2 Mark. Da war ich 12 Jahre alt. Das erste Buch zur Transaktionsanalyse – ich bin okay, du bist okay – folgte im Jahr drauf.
  2. Widersetzen des Rufs: Gleichwohl absolvierte ich zunächst eine Banklehre und studierte dann Volkswirtschaft. Beides habe ich gehasst. Nach der Promotion habe ich dann zunächst als Pressesprecherin und Redenschreiberin gearbeitet. Quasi die gesamte Zeit war ich von einem Gefühl erschütternder Sinnlosigkeit erfüllt. Einerseits meinte ich zu spüren: Das ist nicht meins. Andererseits wollte ich unbedingt – nicht zuletzt um die Erwartungen meines Umfelds zu erfüllen – Leiterin einer großen Unternehmenskommunikation werden. Dieser innere Konflikt tobte viele Jahre.
  3. Überschreiten der Schwelle: Um Texte zu verfassen, die Menschen auch emotional erreichen, begann ich im Jahr 2007 eine NLP-Ausbildung. Im Sommer 2008, während der Ausbildung zum NLP-Master, kam der Lehrtrainer braungebrannt und völlig eins mit sich selbst aus dem Urlaub zurück. Er war erfüllt von der Freude auf seine Arbeit. Ich wusste: Das will ich auch.
  4. Finden von Gefährten/Mentoren und Bewährungsproben: In den folgenden Jahren wurden meine NLP-Trainer zu wichtigen Mentoren für mich, die mich in meinem Weg bestärkten. Gleichzeitig musste ich zahlreiche Herausforderungen überwinden:
    – Menschen in meinem privaten Umfeld, die der Idee einer Selbstständigkeit sehr ablehnend gegenüber standen.
    – Die Frage der Finanzierung – schließlich waren meine Ausgaben auf das Einkommen einer Abteilungsleiterin in einem MDAX-Konzern ausgelegt.
    – Und nicht zuletzt die eigene Unsicherheit, ob ich wirklich das Talent und die Fähigkeiten für ein eigenes NLP-Institut mitbringen würde.
  5. Vordringen in die tiefste Höhle /zum schlimmsten Punkt: Irgendwann erreichte meine berufliche Unzufriedenheit einen Punkt, der nicht mehr auszuhalten war. Ich suchte mit allen und jedem Streit und empfand einfach alles als sinnlos. Ich überwarf mich mit Vorgesetzten und liess meinen Frust an Mitarbeitern aus (nicht nett, aber die Wahrheit). Irgendwann schlitterte ich an den Rand eines Burn-Outs. Ich wollte raus und hatte gleichzeitig panische Angst vor diesem Schritt. Erst als es wirklich nicht mehr ging, verhandelte ich endlich einen – sehr lukrativen – Ausstiegsvertrag. Er ebnete mir den Weg in die Selbstständigkeit. Der Traum von mir als Leiterin einer Unternehmenskommunikation war endgültig gestorben. In 2012 – also vier Jahre nach dem Überschreiten der Schwelle – machte ich mich mit WildWechsel endlich selbstständig.
  6. Aussöhnung mit dem Vater: An diesem Punkt war mir klar, dass man nur dann andere Menschen erfolgreich auf ihrem Weg begleiten kann, wenn man zunächst die eigenen Themen bearbeitet hat. So setzte ich mich im Rahmen meiner systemischen Ausbildung intensiv mit meinem Herkunftssystem auseinander. Ungezählte eigene Aufstellungen halfen mir, mich mit meinem Herkunftssystem auszusöhnen. Dies ging einher mit einer angemessenen Emanzipation von den dort vorhandenen Erwartungen und Ansprüchen. Erst dann lernte ich, die empfangenen Ressourcen zu wertschätzen und in meiner Arbeit zu integrieren.
  7. Apotheose: Der bekannte US-amerikanische Lifecoach Tony Robbins beschreibt die drei Schritte eines Entwicklungsprozesses wie folgt:
    – You have the impression that life is happening at you.
    – You feel that life is happening for you.
    – You realise that life is happening through you.
    Ich begann, immer öfter – gerade in meinen Aufstellungen und Coachings – das Gefühl zu haben, dass die Dinge durch mich – und nicht von mir – kommen. Dass ich dann im Dienst etwas Höherem stehe. Kostbare Momente.
  8. Höchste Prüfung und Erhalt des Elixiers: Es kam der Moment, an dem mich meine Mentoren nicht mehr begleiten konnten, an dem  ich meinen ganz eigenen Weg gehen musste. Denn sonst wäre WildWechsel nie mehr gewesen als ein müder Abklatsch ihrer Institute. Und ich nie mehr als eine bestenfalls mittelmäßige Kopie großartiger NLP-Lehrer. Ich musste meine eigene Vision entwickeln – für WildWechsel und für mich als Lehrcoach und Lehrtrainerin. Eine neue Identität musste auferstehen.
  9. Freiheit zum Leben: Durch das neue, wirklich eigene Selbstverständnis habe ich nach vielen Jahren eine neue Freiheit gefunden, mein Leben zu leben. Jetzt helfen mir diese – ursprünglich oft schmerzlichen – Erfahrungen, meine Coaching-Klienten und die Teilnehmer der NLP- und Coaching-Ausbildungen auf ihren eigenen, spannenden Heldenreisen zu begleiten.

Und so hat mich das Leben gelehrt, dass der Pfarrer mehr als fünf Jahrzehnten und das Johannes-Evangelium doch recht hatten. Erst kommt der Tod, dann die Auferstehung und dann das Leben. Diesen Wissen lässt mich meinen zukünftigen Heldenreisen, der ewigen Wiederkehr von Auferstehung und Leben, gelassener entgegen schauen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Osterfest, das Fest der Auferstehung und eine erfolgreiche Fortsetzung Eurer aktuellen Heldenreise.

Herzliche Grüße

Susanne

PS Die Heldenreise biete ich in der Zwischenzeit auch (mindestens) 1x jährlich als Seminar an. Gerade hat eine wundervolle Gruppe von Heldinnen und Helden sie erfolgreich abgeschlossen. Setz‘ dich gerne jetzt schon auf die Warteliste für nächstes Jahr.

Und wenn du dir die Zeit bis dahin mit Lektüre vertreiben möchtest, hol dir jetzt mein E-Book „Wie du deine Berufung verfehlst und garantiert unglücklich wirst“. Du erfährst, worum es bei deiner Berufung in der Tiefe wirklich geht (und worum eben nicht). Wir räumen mit den häufigsten Missverständnissen in Bezug auf Berufung auf. Und du begleitest die Held*in Ramona auf ihrem Weg in ein erfülltes Leben (und erhältst vielleicht wichtige Impulse für deinen eigenen Weg)

Wie du dir dein Traumleben erschaffst

💫 Lebst du schon dein Traumleben? Geht dir morgens beim Gedanken an den bevorstehenden Tag dein Herz auf? Großartig. Dann wirkst du wahrscheinlich schon an der Stelle, an die du gehörst. Genieß‘ es und halt‘ es ganz fest.

 

💫 Oder dümpelst du eher vor dich hin? Siehst keinen Sinn in den Dingen, die du täglich tust und hast das Gefühl, dass das einfach nicht deins ist? Aber weißt doch nicht so recht, was du stattdessen tun möchtest? Dann geht es dir so wie vielen und es mir auch sehr lange ging.

 

💫 Wenn du also noch auf der Suche nach deiner wahren Bestimmung bist, habe ich eine gute Nachricht für dich: Jeder Mensch trägt das Wissen um die eigene Berufung, das eigene Traumleben schon in sich.

 

💫 Lies den Satz zur Sicherheit noch einmal. Ich meine ihn ganz ernst. Denn schließlich zeigt die Tatsache, dass du genau weißt, was „nicht deins ist“, dass es tief in dir ein intuitives Wissen gibt, das genau weiß, wie und wofür du gemeint bist.

 

💫 Und nicht nur das. Meine Erfahrung aus über 10 Jahren mit wundervollen Menschen, die ich auf dem Weg zu ihrer Berufung begleitet habe, ist es, dass jede*r von uns bereits über die notwendigen Ressourcen – Talente, Veranlagungen – verfügt, um deine eigene Bestimmung zu manifestieren.

 

💫 Kannst du den Gedanken zulassen, dass du auch über genügend Talent verfügst, um dein Traumleben Wirklichkeit werden zu lassen?

 

💫 Wenn du einmal für einen Moment annimmst, dass das stimmt – dass dein Unbewusstes dein Traumleben kennt und du die Kraft hast, es zu verwirklichen – wie sehe dieses Leben voller Erfüllung und Bestimmung aus?

 

💫 Der Satz, den ich an dieser Stelle am häufigsten höre, lautet: „Das weiß ich genau, aber davon kann man nicht leben.“ Glaube mir, das ist ein Missverständnis. Wenn du dich auf den Weg machst, deine Leidenschaft zu leben, werden sich Schritt für Schritt die Türen öffnen. Und du wirst deine Berufung zu deinem Beruf machen können.

 

💫 Dieser Weg wird nicht immer leicht sein (und meine Erfahrung ist: Traue niemandem, der dir etwas anderes suggerieren will). Du wirst dich von alten Illusionen verabschieden müssen. Vielleicht auch von Menschen, die dir wichtig sind, aber deinen Weg nicht mitgehen wollen. Es gilt Ängste zu überwinden und innere Dämonen zu besiegen.

 

💫 Doch mit jedem Schritt wird dein Vertrauen in dich und deinen Weg wachsen. Und du wirst spüren, wie gut es deiner Selbstachtung tut, wirklich dein Ding zu machen.

 

💫 Schon nach einer kleinen Weile wirst du voller Stolz zurückschauen und dir sagen: Jawohl, das ist genau das, was ich will. Und es wird dir noch mehr Motivation, noch mehr Entschlossenheit geben, genau das Leben zu gestalten, für das du gemeint bist.

 

💫 Schreib mir gerne eine Nachricht: Was macht der Gedanke mit dir, dass du deine Bestimmung, deine Berufung bereits in dir trägst?

 

💫 Und wenn für dich jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dich intensiver mit deiner Berufung zu beschäftigen, dann gönn dir mein Intensiv-Retreat, die Integrale Heldenreise, vom 4. – 10. Oktober. Eine Woche, in der es nur um dich geht.

 

Herzlichst,

 

deine Susanne

NLP ist im 21. Jahrhundert wissenschaftlich gut fundiert – Offener Brief an Prof. Kanning

Immer wieder wird NLP in den Medien als wissenschaftlich nicht fundiert dargestellt. 
Dies kann jedoch nur behaupten, wer die einschlägige, insbesondere neurowissenschaftliche, Forschung der vergangenen 40 Jahre nicht zur Kenntnis genommen hat. Deswegen habe ich einen neuerlichen Vorwurf in der Zeitschrift Impulse vom Juni 2021 zum Anlass genommen, einige Beispiele für die wissenschaftlichen Fundierungen des NLP in einem kurzen Überblick zusammenzustellen.



Diesen Offenen Brief an Prof. Kanning teile ich im heutigen Blogartikel mit dir. Vielleicht hilft dir ja das ein oder andere Argument für Diskussionen im beruflichen oder privaten Umfeld.

 

Sehr geehrter Herr Professor Kanning,

in diesem offenen Brief beziehe ich mich auf Ihre Aussagen in der Zeitschrift Impulse vom Juni 2021.

Dort werden Sie mit der Aussage zitiert „NLP ist extrem verbreitet“. Das stimmt. Jedes Jahr absolvieren mehrere Tausende Menschen in Deutschland NLP-Ausbildungen. Noch viel mehr kaufen entsprechende Bücher, hören einschlägige Podcasts oder schauen sich auf YouTube Videos mit einschlägigen Inhalten an. Man darf nur vermuten, dass sie dies tun, weil sie die entsprechenden Inhalte als hilfreich erleben.

Strebt ein Coach die Aufnahme in die Coaching Pools von Dax- und MDax-Unternehmen an, sehen viele Personalabteilungen eine NLP-Ausbildung sehr gerne.

Gleichzeitig hält sich hartnäckig das Gerücht, NLP sei nicht wissenschaftlich fundiert. So werden Sie in dem erwähnten Artikel mit der Aussage zitiert, dass grundlegende Konzepte des NLP schon in den 80er Jahren teils widerlegt worden seien.

Zum Glück hat sich in den vergangenen 40 Jahren viel getan und viele Aspekte des NLP sind in der Zwischenzeit längst wissenschaftlich fundiert. Eine kleine Auswahl der Erkenntnisse möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten:

1. Zur wissenschaftlichen Fundierung des Spiegelns

Im NLP spielt das so genannte Spiegeln, also das Übernehmen des körpersprachlichen Ausdrucks meines Gegenübers,eine große Rolle beim Aufbau von Rapport. Als Bandler und Grinder das Spiegeln (Pacing auf Englisch) in den 70er Jahren erstmals beschrieben, war wissenschaftlich nicht zu begründen, wieso es zu so guten Ergebnissen führt, wie es NLP-Anwender überall auf der Welt immer wieder erleben.

Dies änderte sich auch nicht in den von Ihnen angesprochenen 80er Jahren.

Im Jahr 1992 jedoch beschrieb der Italiener Giacomo Rizzolati mit seinen Mitarbeitern erstmals das Phänomen so genannter Spiegelneuronen. Wikipedia schreibt dazu: „Dabei handelt es sich um Nervenzellen, die im Gehirn von Primaten beim „Betrachten“ eines Vorgangs das gleiche Aktivitätsmuster zeigen wie bei dessen eigener Ausführung.“

Seit 2010 sind diese Spiegelneuronen auch bei Menschen nachgewiesen. Auch wenn ihre Funktion noch nicht abschließend geklärt ist, geht man allgemein davon aus, dass sie für Imitation und Empathie eine große Rolle spielen. So schreibt es zum Beispiel die Grande Dame der deutschen Trauma-Therapie, Luise Reddemann, zusammen mit ihrer Co-Autorin in ihrem Buch „Gefühle besser verstehen“ von 2019.

Genauso, wie es beim Spiegeln im NLP seit den 70er Jahren beschrieben und gelehrt wird.

2. Die Hebbsche Regel und ihre Bedeutung für das Konzept des Ankerns im NLP: NLP ist wissenschaftlich gut fundiert

Anker nutzen wir im NLP, um Ressourcen „auf Knopfdruck zugänglich zu machen“. Durch einen Stimulus, also zum Beispiel die Berührung des Zeigefingerknöchels der linken Hand, wird ein Response, zum Beispiel ein Absinken des Muskeltonus und damit das Erleben einer Entspannung, ausgelöst. Entsprechende Beobachtungen von (zunächst unfreiwilligen) Stimulus-Response-Kopplungen beschrieben Bandler und Grinder ebenfalls bereits in den 70er Jahren und leiteten in ihren Arbeiten dann daraus ein Konzept ab, um diese Kopplungen bewusst zu implementieren und für den gezielten Ressourcenzugang nutzbar zu machen.

Ob sie die Arbeit des Psychologen Donald Olding Hebb und seine bereits 1949 in seinem Buch „The Organisation of Behavior“ formulierte Lernregel kannten, weiß ich nicht, aber Ihnen möchte ich sie nicht vorenthalten (ebenfalls zitiert nach Wikipedia): „Wenn ein Axon der Zelle A Zelle B erregt und wiederholt und dauerhaft zur Erzeugung von Aktionspotenzial in Zelle B beiträgt, so resultiert dies in Wachstumsprozessen oder metabolischen Veränderungen in einer oder in beiden Zellen, die bewirken, dass die Effizienz von Zelle A in Bezug auf die Erregung eines Aktionspotenzials in B größer wird. .. Je häufiger ein Neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, umso bevorzugter werden die beiden Neuronen aufeinander reagieren („what fires together, wires together“). Dies hat Hebb anhand von Veränderungen der synaptischen Übertragung zwischen Neuronen nachgewiesen.

„Als endgültige Bestätigung von Hebbs Thesen gelten die Experimente von Terje Lomo und anderen in den 1960er und 1970er Jahren und der direkte Nachweis der Veränderung von Signalübertragung als Teil des Mechanismus für Lernprozesse und Gedächtnis im Jahr 2014“. (ebenfalls Zitat Wikipedia). Genau diesen Mechanismus machen sich NLPler beim Setzen von Ankern zunutze.

3. Weitere neuro-wissenschaftliche Fundierungen von NLP-Techniken: NLP ist wissenschaftlich gut fundiert 

Weitere neuro-wissenschaftliche Fundierungen von NLP-Techniken sind gut zusammengefasst in dem Buch von Franz Hütter und Sandra Mareike Lang, Neurodidaktik für Trainer, 2017 Bonn. Einige Beispiele aus dem Inhalt seien an dieser Stelle erwähnt:

  • Wieso die Definition von Zielen hilfreich ist
  • Wieso der Aufbau von Rapport so gut funktioniert (er führt zur Ausschüttung des Wohlfühl- und Bindungshormons Oxytocin)
  • Wieso die Arbeit mit Werten so wichtig ist
  • Was beim Reframing im Gehirn funktioniert
  • Wie es bei der Teilearbeit zu einem Dialog neuronaler Netzwerke kommt

Etc. etc.

Dieses Buch kann ich Ihnen und jedem, der sein Wissen über die neurodidaktischen Grundlagen des NLP in das 21. Jahrhundert katapultieren möchte, nur ans Herz legen.

Des Weiteren werden Sie mit der Aussage zitiert, dass Sie um jeden (! – Ausrufezeichen ist meine Ergänzung) mit einer NLP-Ausbildung einen Bogen machen würden.

Ich erwarte, dass Sie von solchen Aussagen angesichts der breiten wissenschaftlichen Fundierung des NLP zukünftig Abstand nehmen.

Hochachtungsvoll

gez. Dr. Susanne Lapp
Vorstand Presse & Öffentlichkeitsarbeit

DVNLP

Dieser offene Brief wurde am 13. August 2021 auf der Website des DVNLP veröffentlicht.

Du interessierst dich für eine NLP-Ausbildung? Hier erfährst du mehr.

In 4 Schritten zu deiner ersten Meditation

✨ Wusstest du, dass schon 10 Minuten tägliches Meditieren nachweislich dein Wohlbefinden steigern?

✨ Meditieren senkt Stress, löst Ängste und hilft deinem Körper beim Entspannen.

✨ Und es ist so leicht. Beginne am besten gleich heute mit diesen 4 einfachen Schritten:

  1.     Einatmen
  2.     Ausatmen
  3.     Deinen Gedanken beim Vorbeiziehen zuschauen wie Fischen in einem Aquarium.
  4.     Wiederholen und genießen.

Hier findest du nochmal ein kurzes Video, das dich beim Einstieg in deine Praxis unterstützen möchte.  (einfach draufklicken)

✨ Ja, tatsächlich – Gedanken sind beim Meditieren erlaubt. Leere ist (meist) nicht das Ziel. Es reicht völlig – und ist ein echter Gewinn – etwas Abstand zu den eigenen Gedanken zu bekommen.

✨ Übrigens: Du kannst (fast) überall meditieren. Im Sitzen. Im Liegen. Beim Spaziergehen. Auch beim Rasenmähen oder Abwaschen.

✨ Du kannst mit offenen oder geschlossenen Augen meditieren.

✨ Mit oder ohne Musik. Morgens oder abends (ich zum Beispiel meditiere gerne abends. Morgens bin ich meist einfach zu hibbelig.)

✨ Probiere aus, wie es für dich passt.

💖 Herzlichst

Deine Susanne

PS ✨  In der NLP-Practitioner-Ausbildung lernst du noch viel mehr darüber, wie du dich und Andere mit Meditationen unterstützen kannst. Die nächste Ausbildung beginnt am 28.7.2021. ✨

Diagnose Krebs: Wie NLP und Familienaufstellungen helfen können

Diagnose Krebs: Wie NLP und Familienaufstellungen helfen können

Anlässlich des Weltkrebstags 2021 möchte ich etwas dazu sagen, wie NLP und Familienaufstellungen helfen können, mit dieser Diagnose klarzukommen.

Rein statistisch gesehen müssen wir davon ausgehen, dass heute jede*r Zweite im Laufe seines Lebens einmal an Krebs erkrankt. Also kann man annehmen, dass jede*r von uns mindestens jemanden kennen wird, der ihm nahesteht und den dieses Schicksal trifft.

In dem Moment der Diagnose wird es sich vielleicht anfühlen, als wäre man von einem Tsunami getroffen. Jedenfalls ging es mir so, als ich vor 3 ½ Jahren die Diagnose Brustkrebs bekam.

Doch wenn die erste Schockwelle erstmal abgeebbt ist, kann man tatsächlich viel tun, um die Behandlung und die Genesung mental erfolgreich zu unterstützen. Das Wissen, das ich während meiner Erkrankung gesammelt und danach genutzt habe, um viele Klient*innen zu unterstützen, möchte ich heute mit dir teilen.

Stärkung der eigenen Ressourcen

Alles beginnt damit, dass wir auch und gerade in herausfordernden Zeiten einen guten Zugang zu unseren Ressourcen brauchen. Nur allzu leicht passiert es gerade in unseren Krisen, als ob wir nichts hätten, was wir den Dingen entgegensetzen können. Wir alle verfügen über ein unendliches (das meine ich wirklich so!!) Reservoir an Erfahrungen, Kenntnissen und Talenten, die uns jetzt helfen, uns nach vorne zu bringen.

Zu meinen wichtigsten Stützen in dieser Zeit zählten:

  • Meine Dickköpfigkeit und mein Trotz: Ich war nicht über die Jahrzehnte so weit gekommen, um mich jetzt von einem miesen Zellhaufen besiegen zu lassen
  • Meine Ausdauer: So ungeduldig ich manchmal sein kann, so bin ich doch ein Langstreckenläufer, wenn es darauf ankommt. Hier half meine Überzeugung, dass jede Ewigkeit endlich ist (und auch eine Chemo-Therapie dauert nur sechs Monate).
  • Meine Kuscheljacke: Für blöde Arztbesuche und das Warten in zugigen Fluren gönnte ich mir eine warme Kuscheljacken, die mir – kaum hatte ich sie an – regelmäßig das Gefühl von Geborgenheit vermittelte.

Meine Empfehlung: Mach dir eine lange Liste mit deinen Ressourcen und überleg dir täglich, welche davon du heute an den Start bringen möchtest (das ist übrigens ohne Krankheit eine gute Idee ).

Einschränkende Glaubenssätze in Bezug auf Gesundheit entmachten, stützende Glaubenssätze aktivieren

Als nächstes gilt es, die eigenen Glaubenssätze zu durchforsten. Da wir Menschen gerne Recht haben, sorgen wir – unbewusst – dafür, dass das, was wir glauben, dann auch Realität wird.

Das gilt grundsätzlich. Doch wenn ich einschränkende Glaubenssätze in Bezug auf meine Gesundheit und meine Fähigkeit, wieder gesund zu werden habe, ist das natürlich besonders fatal. Wer also überzeugt ist, dass der Krebs ihn umbringen wird, wird sich voraussichtlich schwerer tun, zu überleben, als jemand, der davon ausgeht, dass er diesem Zellhaufen die Stirn bieten wird.

Das gleiche gilt auch für die Verträglichkeit der Chemotherapie. In diesen Monaten in der onkologischen Tagesklinik konnte ich viele Beispiele für self-fulfilling prophecies beobachten. Diejenigen, die schon am Anfang der Behandlung erwarteten, dass sie sie sehr schlecht vertragen würden und die mit vielen Nebenwirkungen rechneten, sollten oft Recht behalten. Und umgekehrt war es genauso: Diejenigen, die davon ausgingen, dass sie schon irgendwie Wege finden würden, um gut durchzukommen, sahen sich auch oft bestätigt. Also wähle sorgfältig, in welche Gruppe du gehören möchtest.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Das soll auf gar keinen Fall heißen, dass jemand, der Schwierigkeiten mit der Therapie hat, immer selbst schuld ist. Doch ich bin davon überzeugt, dass wir es in der Hand haben, die Wahrscheinlichkeiten zu beeinflussen …… Dies bestätigte sich in den vergangenen Jahren übrigens auch in den Gesundheitscoachings, in denen ich viele Klient*innen mit entsprechenden Diagnosen begleitet habe.

Systemische Verstrickungen hinter der Erkrankung verstehen und auflösen

Im nächsten Schritt lohnt es sich, die systemischen Verstrickungen anzuschauen. Denn häufig sind Erkrankungen auch Ausdruck von systemischen Verstrickungen.

Grundsätzlich versucht ein Familiensystem einen Ausgleich von Schuld und Sühne herzustellen. Dabei umfasst ein Familiensystem meiner Erfahrung nach rund sieben Generationen. Da es hier hauptsächlich um die direkte Linie der Nachfolge geht, reden wir von ca. 256 Sippenmitgliedern.

Und da wir eine Generation mit ca. 30 Jahren ansetzen, erstreckt sich der relevante Zeitraum über gut 200 Jahre, also etwa von 1800 bis heute. In diesen Zeitraum fallen also nicht nur die zwei großen Weltkriege, sondern auch unzählige weitere kriegerische Auseinandersetzungen, Hungersnöte und Naturkatastrophen. Dazu kommen die menschlichen Dramen wie unerwiderte Liebe, gescheiterte Ehen, früh verstorbenen Kinder und Gewalt.

Wie muss ich mir einen solchen Ausgleich von Schuld und Sühne nun vorstellen? Eine Dynamik, die ich in der Arbeit häufig sehe, hat ihren Ursprung in ungesühnten Kriegsverbrechen. Nehmen wir an, der Großvater war an der Deportation von Menschen in Konzentrationslager beteiligt, Männer, Frauen, Kinder. Und hat sich widerrechtlich an deren Besitz bereichert. Er hat jedoch nie für diese Kriegsverbrechen gesühnt. Dann ist es wahrscheinlich, dass ein Nachfahre stellvertretend für die Verbrechen seines Vorfahren sühnt. Er tut dies, indem er auf Lebenschancen verzichtet, auf Glück, Erfolg – oder eben Gesundheit.

Dann ist es für die Genesung oft unglaublich hilfreich, wenn diese Vergehen ans Licht kommen.  Die Verantwortung kann dorthin zurück, wo sie hingehört – zu dem, der die Taten verübt hat. So muss kein Nachfahr sie mehr schultern. Des Weiteren ist es wichtig, das Leid der Opfer bewusst anzuerkennen. Daraufhin können die Sühneprogramme, denen der Erkrankte unbewusst folgte, aufhören.

Ich bin mir bewusst, dass dies für den ein oder anderen Leser eventuell etwas abstrakt klingen wird und nicht wirklich in unser individualistisches Weltbild passt. Das ist für mich in Ordnung. Ich lade dich dazu ein, dir das aus meinen Erfahrungen zu nehmen, was für dich im Moment hilfreich ist.

Gleichzeitig erlebe ich in meiner Arbeit einfach zu oft, dass es gerade das Auflösen der systemischen Verstrickungen ist, das den entscheidenden Beitrag zur Genesung leistet, als dass ich nicht darüber sprechen könnte.

Entscheidung über die Therapieoptionen

Oft stellt sich nach einer Krebsdiagnose auch die Frage, welche der möglichen Therapieoptionen individuell die richtige ist. In der ärztlichen Beratung erhält man selbstverständlich den Vorschlag, der – statistisch untermauert – die höchste Aussicht auf Erfolg hat.

Dies muss sich jedoch nicht immer für die eigenen, individuelle Wirklichkeit stimmig anfühlen. Manche Klient*innen wünschen sich mehr Sicherheit für die eigene Entscheidung. Auch hier können Aufstellungen wirkungsvoll darin unterstützen, für den eigenen, individuell richtigen Weg zu erlangen.

Zu diesem Zweck stelle ich gemeinsam mit meine*r Klient*in die verschiedenen Therapieoptionen, zwischen denen sich die/der Klient*in entscheiden möchte, auf. Wenn wir diese Arbeit zu zweit mittels auf dem Boden ausgelegter Bodenanker machen, ist der/die Klient*in immer eingeladen, selbst in die Bodenanker zu treten und so ein Gespür dafür zu entwickeln, wie sich die jeweiligen Optionen anfühlen.

Meist entsteht so innerhalb kürzester Zeit für die Klientin Klarheit darüber, wie sie ihre weitere Therapie gestalten möchte. Da sich dieser Weg nun für sie richtig und stimmig anfühlt, erlebe ich immer einen deutlichen Zuwachs an Zuversicht – und auch die nötige Motivation, um die schwierigen Phasen durchzustehen, die zum Beispiel Bestrahlung und Chemotherapie häufig mit sich bringen.

Unterstützung des sozialen Umfelds

Etwas, das sich in meiner Arbeit mit meinen Klienten auch als sehr wichtig herausgestellt hat, ist die Unterstützung des sozialen Umfelds. Denn natürlich leiden auch die Angehörigen, die Partner, die Kinder oder die Eltern. Diese haben natürlich auch die Angst. Sie fühlen sich tatsächlich oft noch hilfloser, noch ausgelieferter als der Erkrankte selbst. Weil sie eben häufig den Eindruck haben, nur wenig tun zu können.

 

Dann ist es sehr wichtig, die Angehörigen wieder mit der eigenen Kraft in Kontakt zu bringen, ihnen Möglichkeiten an die Hand zu geben, um die eigenen Ängste zu entmachten und ihre bestärkenden Glaubenssätze zu aktivieren.

Man kann viel tun – es lohnt sich

Ihr seht also: Man kann tatsächlich sehr viel tun, was unterstützt, um auch eine solch potenziell gefährliche Erkrankung wie Krebs zu überwinden und danach vielleicht sogar stärker, selbstbewusster und erfüllter im Leben zu stehen als vorher.

Meine Erfahrung: Es lohnt sich.

Wenn Ihr jemanden kennt, dem dieser Blog helfen könnte, dann teilt ihn selbstverständlich sehr gerne.

Solltet Ihr selbst Unterstützung in einer gesundheitlichen Krise benötigen, bin ich sehr gerne für Euch da.

Ruft mich an unter der 069 – 42 69 33 77 0 oder schreibt eine Email an info@wildwechsel.biz.

Herzliche Grüße

Eure Dr. Susanne Lapp

Symptome sind Botschafter deiner Seele

Symptome sind Botschaften deiner Seele. Ignoriere sie nicht länger

NLP hilft auch bei Krankheiten? Diesen Satz höre ich immer wieder. Meine Antwort: „Jawohl, das tut es. Und zwar zuverlässig und nachhaltig. Dabei ist mit heftigen Nebenwirkungen wie gesteigerter Lebensfreude, erhöhtem Selbstbewusstsein und mehr innerer Klarheit zu rechnen.“

Wie kommt das? Unsere Seele kommuniziert mit uns über innere Bilder und Gedanken. Nehmen wir an, du fühlst dich in deinem Job nicht wohl. Jedes Mal, wenn du ans Büro denkst, hörst du die abwertende Stimme deiner Chefin im Ohr. Und siehst ihr unzufriedenes Kopfschütteln vor deinem inneren Auge. Sofort krampft sich dein Körper zusammen und unbewusst ziehst du die Schultern hoch.

Gerne würdest du die Stelle wechseln, doch schränkst dich durch deine Glaubenssätze ein: Du denkst, dass du dafür zu alt/zu jung/nicht gut genug bist. Und bleibst dort. Und bleibst dort. Und bleibst dort.

Wie lange wird es wohl dauern, bis deine Nackenverspannungen sich verstetigen? Das kontinuierliche Verkrampfen zu Magen-Darm-Beschwerden führt? Manchmal tatsächlich länger als man denkt. Monate oder sogar Jahre.

Doch dann verschafft irgendwann die beste Thai-Massage keine Linderung mehr und auch die kundigsten Finger des Osteopathen kommen an ihre Grenze.

Denn eigentlich leidet deine Seele. Die will sich nicht länger abwerten/in ungeliebte Aufgaben zwingen und in ihren Talenten beschneiden lassen.

Und damit das möglich wird, gilt es zunächst, die einschränkenden Glaubenssätze zu entmachten. Um aus dieser Dauer-Problem-Trance „Ich bin zu alt/jung/dumm“ auszusteigen.

Schon bald werden sich deine Schultern entspannen und dein Magen-Darm-Trakt sich beruhigen. Und wie gesagt: Auch mit gesteigertem Selbstbewusstsein ist zu rechnen.

Also, probier es aus: NLP verfügt über super-effektive Tools, um deine einschränkenden Glaubenssätze auf den Berg der Geschichte zu befördern. Kein Wunder, dass die Teilnehmer*innen meiner NLP-Ausbildungen regelmäßig über ein deutlich gesteigertes körperliches Wohlbefinden berichten.

Herzliche Grüße

Deine Susanne

PS Sind Symptome mit Krankheitswert einmal da, hol dir bitte trotzdem zeitnah ärztliche Hilfe und setze Medikamente nicht ohne Rücksprache mit deiner Ärztin ab.

Wieso Rituale manchmal völlig kontraproduktiv sind

Immer wieder hört man: Feste Rituale sind wichtig sind. Etablier dir eine feste Morgenpraxis. Stell‘ dir am besten einen Timer.

💫 Wenn es dir so geht wie mir, dann gruselt es dich alleine bei diesem Gedanken: F.E.S.T.E.R.I.T.U.A.L.E. Brrrrrr. Du stellst du fest, dass du einfach nicht dafür gemacht bist, wie ein Roboter immer dieselben Dinge zu derselben Uhrzeit zu tun. Dass alleine der Gedanke daran ausreicht, um dir den Spaß an den Yoga, Meditation, Kochen und Spanisch lernen zu verderben.

💫 Und gleichzeitig erinnerst du dich an all‘ diese Statistiken, dass Menschen, die regelmäßig um 5.00 Uhr aufstehen, sieben Bücher am Tag lesen und 11 Kilometer joggen ca. 118% erfolgreicher sind als der Durchschnitt. Das mag sein. Aber dafür jeden Morgen um 5.00 Uhr aufstehen???

💫 Ein Teil in dir schreit: Niemals, das ist es nicht wert! Ein anderer Teil faucht: Quäl dich, du willst es doch auch. Hin- und hergerissen zwischen diesen zwei Positionen fühlst du dich schnell wie der letzte Looser: wankelmütig, entscheidungsschwach, undiszipliniert.

💫 Dieses Dilemma bringt dich deinen Zielen kein bisschen näher. Im Gegenteil. Und in diesem Sinn sind Rituale einfach völlig kontraproduktiv.

💫 Also was tun? Mein Vorschlag: Schaff‘ dir ein Ritual, wie du Rituale brechen kannst. Etablier beispielsweise eine feste Morgenroutine. Und sorge dann auf alle Fälle dafür, dass ein Baustein darin dir die Freiheit und Autonomie ermöglicht, nach der du dich sehnst. Ich hab‘ mich mit mir zum Beispiel darauf verständigt, dass ich gelegentlich den Tag auch einfach mit einem Krimi im Bett beginnen kann …. Seitdem macht mir das regelmäßige Yoga am Morgen noch viel mehr Spaß.  Und ich komme meinem Ziel, fit und gesund zu sein, mit selbstbestimmt und mit reichlich Erfolgserlebnissen immer näher.

💫 Wie geht es dir mit deinen Ritualen? Und damit, sie immer wieder zu brechen? Ich freue mich darauf, von deinen Erfahrungen zu hören.

Deine Susanne 🌟

PS Wenn du deine Ziele dieses Jahr wirklich erreichen willst, dann komm‘ doch in die Online-Jahresgruppe. In einer exklusiven Gruppe mit meiner Unterstützung wächst du über dich selbst hinaus und hast auch noch Spaß dabei. ✨😻✨

Mach‘ deine Ausbildung doch online – sei via Live Stream live dabei

Du möchtest die kommenden Monate nutzen, um deine Kommunikation zu professionalisieren und dein Selbstmanagement zu verbessern?

Und du bist vielleicht schon länger auf der Suche nach einer Möglichkeit, dies online zu tun? Aber nicht mit vor-produzierten Filmen und ohne Ansprechpartner, sondern live im Austausch mit einer Gruppe und individueller Unterstützung?

Dann ist das jetzt deine Chance:Sei bei der im November beginnenden systemische Ausbildung zum NLP-Practitioner / -Coach dabei.

Bequem und sicher von zu Hause aus. Und gleichzeitig eingebunden in eine spannende Gruppe Gleichgesinnter mit individuellem Ansprechpartner genießt du individuelle Unterstützung, spannende Vorträge und intensive Arbeit in Kleingruppen.

Schnell vergisst du, dass du an deinem Bildschirm sitzt. Du brauchst nichts weiter, als einen stabilen Internetzugang und einen Bildschirm mit Kamera.

Melde dich gleich an und nutze die Zeit für deine individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

Das Gefühl Scham

„Schämst du dich nicht?“ Jeder von uns hat diese Frage schon einmal gehört.

Doch was ist Scham, woher kommt sie und wofür ist sie gut?

Auf die Botschaften des Schamgefühls geht Susanne in ihrem neuesten Video ein. Schau es dir gleich an.

 

 

Das Aufstellungsphänomen – von Klaus Grochowiak

Weil viele von Euch nach den Fachartikeln von Klaus gefragt haben, werde ich diese in den kommenden Monaten in lockerer Reihenfolge erneut veröffentlichen.

Den Anfang macht der Artikel „Das Aufstellungsphänomen“, den Klaus in 2006 veröffentlicht hat. Im Rahmen des Artikels setzt er sich kritisch mit der phänomenologischen vs. der konstruktivistischen Sicht auf Aufstellungen auseinander.

Außerdem legt er dar, wieso unterschiedliche, häufig diskutierte Erklärungsansätze, bis heute eben nicht dazu in der Lage sind, das Aufstellungsphänomen zu erklären.

Doch auch wenn wir es noch nicht erklären können, können wir doch schon von den vielfältigen segensreichen Wirkungen von Aufstellungen profitieren.

Hier geht es direkt zum Aufsatz:

Das Aufstellungsphänomen

Viel Spaß bei der Lektüre!